Ein Ausstellungsraum in dessen Mitte, auf einem Sockel eine circa ein Meter hohe Statue eines Menschen steht. Der Mensch hält sich mit seinen Händen die Ohren zu. Auf der hinteren Wand des Raumes steht der Schiftzug "Geisteszustände".

Images of the Mind

Bildwelten des Geistes aus Kunst und Wissenschaft
23. Jul 2011 - 30. Okt 2011

Eine Ausstellung des Deutsche Hygiene-Museums und der Mährischen Galerie Brünn

Einführung

Die Ausstellung Images of the Mind ist ein binationales Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum und der Mährische Galerie in Brünn. Sie betrachtet den menschlichen Geist als ein visuelles Phänomen - von der Antike bis zur Gegenwart. Die Vorstellungen des Geistigen sind heute mitgeprägt durch die computergenerierten Gehirnbilder der Neurowissenschaften, wie sie in den Medien massenhaft publiziert werden. Aber können diese optisch attraktiven Gehirn-Scans mehr leisten, als die biologischen, chemischen und physiologischen Aspekte des Gehirns sichtbar zu machen? Was sagen sie über den Geist selbst aus? Helfen solche Darstellungen besser zu verstehen, was der Mensch ist?

 

Die Ausstellung nimmt diese aktuelle Diskussion um die Aussagekraft dieser wissenschaftlichen Visualisierungen zum Anlass, die Rolle des Bildes für das Verständnis der geistigen Fähigkeiten vor einem weiteren Horizont zu betrachten. Denn auch das uralte künstlerische und philosophische Interesse am menschlichen Geist hat einen reichen Fundus an Bildtraditionen hinterlassen. In einer einmaligen Zusammenführung hochkarätiger Kunstwerke und bedeutender Bilder aus der Wissenschaft präsentiert Images of the Mind den Geist als ein kulturelles und biologisches Phänomen. Wie diese unterschiedlichen Erkenntnisweisen sich gegenseitig beeinflusst, angeregt und ergänzt haben, kann anhand eindrucksvoller Exponate nachvollzogen werden.

Zu den ältesten Werken der Ausstellung zählen mittelalterliche Manuskripte, anatomische Zeichnungen von Leonardo da Vinci sowie Porträts von Künstlern wie Lucas Cranach d. Ä. oder Rembrandt. Weitere Höhepunkte sind Werke von Künstlern wie Max Beckmann, Max Ernst, Man Ray, Josef Beuys, Bill Viola oder Antony Gormley. Hinzu kommen Fotografien, Zeichnungen und Diagramme etwa von Sigmund Freud oder den Nobelpreisträgern Camillo Golgi und Ramón y Cajal sowie zahlreiche Beispiele modernster Bildgebungsverfahren aus renommierten neurowissenschaftlichen Instituten.

Abteilungen

1. Die Lokalisierung des Geistes

Seit der Antike sucht der Mensch nach der Quelle menschlichen Geistesvermögens. Während Aristoteles das Herz als Zentrum des Lebens, Wahrnehmens und Fühlens gesehen hat, rückt ab der Renaissance das Gehirn in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Die Abteilung stellt diese wandelnde Ikonografie des menschlichen Geistes durch die Jahrhunderte dar. Diese Lokalisierungsversuche aus den Bereichen der Philosophie, der Psychologie, der Anatomie, der Physiologie, der Neurologie und der Kunst zeichnen das facettenreiche Bild menschlichen Strebens nach Selbsterkenntnis.


2. Geist und Selbst

 

Wer bin ich? Was macht eine Person als Individuum einzigartig? An welchen Merkmalen versucht der Mensch seine Identität festzumachen? Insbesondere zur Zeit der Renaissance versuchten Künstler vor allem im Portrait das Innere eines Individuums abzubilden. Als "Motions of the Mind" kennzeichnet die Kunstgeschichte diese Versuche. Diese Abteilung zeigt diverse künstlerische Methoden der individuellen wie der sozialen Identität eines Menschen darzustellen.

Die Fortschritte in der Neurologie und Kognitionswissenschaften haben zu einer breiten philosophischen und naturwissenschaftlichen Auseinandersetzung zur Theory of Mind geführt, i.e. über die Fähigkeit des Menschen, Bewusstseinszustände wie Gefühle oder Absichten sich selber, aber auch anderer Personen zuzuschreiben. Neurowissenschaftliche Bilder und zeitgenössische Kunstwerke weisen auf aktuelle Denkrichtungen auf diesem Gebiet hin.

3. Mindscapes - Metaphern des Geistes

Modelle und Metaphern haben eine wichtige Rolle für die künstlerische und naturwissenschaftliche Erforschung des menschlichen Gehirns und Geistes gespielt. Und wie der Zeitgeist durch die Jahrhunderte einem stetigen Wandel unterzogen ist, wandeln sich ebenfalls unsere Sinnbilder mentaler Phänomene. Mal stand die Natur in der Form eines Baumes oder einer Landschaft Pate. Mit dem Anbruch des technologischen Zeitalters folgten die Metaphern der jeweiligen technologischen Fortschritte: vom Geist als Buch, Denkmaschine, Telefonschaltanlage, Computer, Software oder Netzwerk. Aber auch Analogien von Wörtern, Bildern und Sammlungen als Speicherquellen des Wissens dienten als Symbole: der Geist als Alphabet, Schiefertafel oder Museum. Mindscapes stellt diese vielfältigen Modelle gegenüber bzw. nebeneinander und eröffnet dem Betrachter einen assoziativen Dialog verschiedener Vorstellungen zur Natur des menschlichen Bewusstseins.

4. Geisteszustände

Künstler wie Wissenschaftler faszinierten seit jeher die Verbindung vom Innenleben des Menschen und seine äußerlichen Ausdrucksformen. Während dies lange Zeit vor allem im Gesichtsausdruck des Menschen gesucht wurde, fahnden Wissenschaftler heute mittels moderner Neuro-Bildgebung nach den Äußerungen von Gefühlen und Denkprozessen im Gehirn. Diese Abteilung fokussiert auf diese Versuche, die grundlegenden Manifestationen menschlicher Gefühlszustände und Denkprozesse abzubilden und fragt, inwieweit diese Bilder das Innenleben einfangen.

Rundgang

Nahaufnahme eines braunen, A2-großen Bilderrahmens in dessen Mitte eine briefmarkengroße Zeichnung eines Mannes ist.
Drei Zeichnungen hängen in braunen Bilderrahmen vor einer Wand aus Milchglas. Dargestellt sind biologische Zeichnungen, wie Wurzeln.
Ein Ausstellungsraum in dessen Mitte, auf einem Sockel eine circa ein Meter hohe Statue eines Menschen steht. Der Mensch hält sich mit seinen Händen die Ohren zu. Auf der hinteren Wand des Raumes steht der Schiftzug "Geisteszustände".
In einer Vitrine ein gläsernes Gehirn.
An der hinteren Wand eines Ausstellungsraums die Nahaufnahme eines Gehirns. An der rechten Wand das Röntgenbild eines Menschen im Profil.
An der hinteren Wand eines Ausstellungraums eine schwarze Tafel auf der das Wort "Mensch" steht. Auf der rechten Wand ein abstraktes Gemälde, auf dem das Profil eines Menschen abgebildet ist.
Eingang zur Ausstellung. An der rechten Wand die weiße Aufschrift "Images of the mind".
In einem weißen Ausstellungraum zehn Wände aus Milchglas, die unregelmäßig im Raum verteilt sind. An den Wänden hängen Bilder.
Ein schlauchförmiger Gang. An der linken Seite ein Text zu "Lokalisierung des Geistes, Körper und Seele".
In der Mitte eines Raumes das Modell eines Gehirns.
Ein hellgrüner Ausstellungsraum. Auf der linken Seite eine Vitrine, in der ein Schädel, eine Kartee und ein gläserner Kopf stehen. Auf der linken Seite, in einer beleuchteten Vitrine, MRT-Aufnahmen eines Gehirns.
In einem weißen Ausstellungsraum sechs Gemälde und Fotografien. In der Mitte eine schwarze Skulptur.
In der Mitte eines Ausstellungsraumes zwei gläserne Vitrinen, in denen Köpfe platziert sind.
Ein dunkler Raum, in dessen Mitte verästelte Stahlseile, die zu einem Strang verbunden sind.
Ein dunkler Ausstellungsraum in dessen Mitte ein weiterer, schwarzer, quadratisch, abgetrennter Raum ist.
An einer weißen Wand steht die Aufschrift "Seelen-Landschaften". Die  Aufschrift wird von meherer Spots beleuchtet.
Nahaufnahme eines braunen, A2-großen Bilderrahmens in dessen Mitte eine briefmarkengroße Zeichnung eines Mannes ist.
Drei Zeichnungen hängen in braunen Bilderrahmen vor einer Wand aus Milchglas. Dargestellt sind biologische Zeichnungen, wie Wurzeln.
Ein Ausstellungsraum in dessen Mitte, auf einem Sockel eine circa ein Meter hohe Statue eines Menschen steht. Der Mensch hält sich mit seinen Händen die Ohren zu. Auf der hinteren Wand des Raumes steht der Schiftzug "Geisteszustände".
In einer Vitrine ein gläsernes Gehirn.
An der hinteren Wand eines Ausstellungsraums die Nahaufnahme eines Gehirns. An der rechten Wand das Röntgenbild eines Menschen im Profil.
An der hinteren Wand eines Ausstellungraums eine schwarze Tafel auf der das Wort "Mensch" steht. Auf der rechten Wand ein abstraktes Gemälde, auf dem das Profil eines Menschen abgebildet ist.
Eingang zur Ausstellung. An der rechten Wand die weiße Aufschrift "Images of the mind".
In einem weißen Ausstellungraum zehn Wände aus Milchglas, die unregelmäßig im Raum verteilt sind. An den Wänden hängen Bilder.
Ein schlauchförmiger Gang. An der linken Seite ein Text zu "Lokalisierung des Geistes, Körper und Seele".
In der Mitte eines Raumes das Modell eines Gehirns.
Ein hellgrüner Ausstellungsraum. Auf der linken Seite eine Vitrine, in der ein Schädel, eine Kartee und ein gläserner Kopf stehen. Auf der linken Seite, in einer beleuchteten Vitrine, MRT-Aufnahmen eines Gehirns.
In einem weißen Ausstellungsraum sechs Gemälde und Fotografien. In der Mitte eine schwarze Skulptur.
In der Mitte eines Ausstellungsraumes zwei gläserne Vitrinen, in denen Köpfe platziert sind.
Ein dunkler Raum, in dessen Mitte verästelte Stahlseile, die zu einem Strang verbunden sind.
Ein dunkler Ausstellungsraum in dessen Mitte ein weiterer, schwarzer, quadratisch, abgetrennter Raum ist.
An einer weißen Wand steht die Aufschrift "Seelen-Landschaften". Die  Aufschrift wird von meherer Spots beleuchtet.

Die Ausstellung ist ein binationales Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum und der Mährische Galerie in Brünn.