Ausschnitt einer illustrierten Weltkarte, die das britische Kolonialimperium von 1886 zeigt.

"Rasse". Wissenschaftliche Konstruktion und soziale Realität

"Rasse". Wissenschaftliche Konstruktion und soziale Realität

Ausstellung: Rassismus
Typen: Führung
Schulformen: Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufsschule
Klassenstufe: 9 - 12

Seit dem 18. Jahrhundert haben die Wissenschaften „Rasse“-Kategorien geschaffen, die bis in die Gegenwart nachwirken.  Wie  sehen  diese  Kategorien  aus  und  in  welchen  politischen  Situationen wurden und werden sie wirkmächtig? Welche Widerstandsformen  haben  sich  entwickelt?  Das wissenschaftliche Konstrukt von höher- bzw. minderwertigen  Menschen  stellte  Ende  des  19.  Jahrhunderts das grundlegende Argument für koloniale Landnahmen, Ausbeutung und Verbrechen dar. Die Annahme,  Deutschland  sei  ein  „Volk  ohne  Raum“ und habe Anspruch auf Kolonien, wurde später von den  Nationalsozialisten  aufgenommen.  Inwiefern stehen  der  Kolonialismus  und  die  NS-Zeit  im  Zusammenhang?  Welche  kolonialen  Strukturen  wirken bis heute fort?

Anhand  von  Objekten  und  medialen  Präsentationen hinterfragen Schülerinnen und Schüler bis heute  anhaltende  gesellschaftliche  Auswirkungen  von „Rasse“-Kategorien. Welche Prinzipien gesellschaftlichen Zusammenhalts tragen dazu bei, Konflikte zu vermeiden, die beim Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft entstehen können?