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tanz!

WIE WIR UNS UND DIE WELT BEWEGEN

12. Oktober 2013 – 20. Juli 2014


Gefördert von



Projektpartner

Forsythe Company
Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste
Palucca Hochschule für Tanz
Semperoper Dresden



Menschen tanzen - weltweit und zu allen Zeiten! Wir tun es in unendlichen Spielarten, aus den unterschiedlichsten Anlässen und quer durch die Kulturen. Erstmals beschäftigt sich eine große Ausstellung umfassend mit diesem uralten Phänomen. Im Tanz kommt zum Ausdruck, was uns seit jeher bewegt: Sei es Lebensfreude oder Lebensqual, hemmungslose Ekstase oder gezügelte Disziplin. Tanz ist nicht nur Freizeitvergnügen oder Kunstform. Denn in ihm spiegeln sich immer auch die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen er entsteht - und auf die er selbst zurückwirkt. Ob Wiener Walzer oder Rock 'n' Roll, ob Modern Dance oder Punk - in ihrer Entstehungszeit brachten neuartige Bewegungsformen häufig auch die Verhältnisse zum Tanzen. Weil sie überkommene Traditionen in Frage stellen und gegen Konventionen verstoßen, experimentieren neue Tanzstile mit gesellschaftlichen Rollenbildern oder verschieben die Beziehungen der Geschlechter und Generationen zueinander.

Oft transportiert der Tanz auch die Faszination für das Exotische, und Tanzformen beeinflussen unsere Vorstellungen von regionalen Traditionen; andere Tänze wurden geradezu erfunden, um mit ihnen kulturelle Eigenarten und nationale Identitäten begründen zu können. Der Tanz bringt aber auch die Ordnungsmuster einer Gesellschaft zum Vorschein. Das gilt für das Ballett am Hof Ludwig des XIV. ebenso wie für die Revue-Girls der Zwanzigerjahre - aber auch für zeitgenössische Tanzformen wie Breakdance oder Flashmob. Im Tanz werden Phantasien, Spielregeln und Machtverhältnisse in Bewegungen übersetzt, die auch in den übrigen Bereichen der Gesellschaft ihre Spuren hinterlassen.

Um die Dynamik und Dramatik des Tanzes erfahrbar zu machen, nutzt die Ausstellung das Wissen vieler Disziplinen. Wir laden Sie ein, sich durch diesen Parcours des Tanzes zu bewegen und ein tieferes Verständnis für den tanzenden Menschen und für den Menschen als Tänzer zu entwickeln. Erleben Sie das Nebeneinander von klassischen Exponaten und interaktiven Installationen, von Filmen, Kunstwerken und multimedialen Stationen, die sich sowohl an den Kopf als auch an die Beine richten. Lassen Sie sich also nicht zweimal bitten - tanzen Sie mit!

Die Fakten zur Ausstellung

Kuratorin

Colleen M. Schmitz, Deutsches Hygiene-Museum

Wissenschaftliche Begleitung und Beratung

Prof. Dr. Gabriele Brandstetter, Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin

Wissenschaftliche Mitarbeit

Dr. Barbara Lubich

Wissenschaftliche Projektassistenz

Bettina Beer, Cindy Denner, Charlotte Weyrauch (bis Mai 2013)

Kulturelle Bildung

Ute Marxreiter

Rahmenprogramm und Kooperationen

Bettina Lehmann

Szenografie

Prof. Dr. Axel Buether, künstlerische Beratung
Julia Neubauer, büroberlin, Architektur,
Schnellebuntebilder, Animationen und Interaktion,
Timo Rieke, Grafikdesign

Ausstellungsfläche

1.200 qm



Die Ausstellung zeigte Arbeiten von KünstlerInnen, Choreografinnen und TänzerInnen wie:

 

•    Andreas Gursky

•    Auguste Rodin

•    Camille Claudel

•    Emil Nolde

•    Ernst Ludwig Kirchner

•    Josephine Baker

•    Pina Bausch

•    Robert Longo

•    William Forsythe

•    Xavier Le Roy