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Die Zehn Gebote.

Politik - Moral - Gesellschaft. Internationale Kunstausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

19. Juni 2004 - 2. Januar 2005

 

Im Jahr 2004 gaben die Bewohner der USA und Westeuropas nahezu so viel Geld für Haustiernahrung aus wie zur Beseitigung der Weltunterernährung nötig wäre - grenzt das an unterlassene Hilfeleistung oder Diebstahl? Auf jeden Fall lässt sich das Leben der Privilegierten nicht ohne Weiteres als Forderung und Lebensmaßstab für alle durchsetzen.

 

"Religion is back. Big time!" verkündet ein Graffiti in Lower Manhattan in unmittelbarer Nähe des Ground Zero. Das Religiöse zeigt wieder Flagge und erscheint zwischen Spiritualität und Fundamentalismus einerseits und Konsumhedonismus und Instrumentalisierung andererseits.

 

69 zeitgenössische internationale Künstler zeigten die Sichtweise aktueller Kunst auf gesellschaftliche, ethische Spannungsfelder der heutigen Welt. Die von Klaus Biesenbach konzipierte Ausstellung öffnete den Besuchern konsequent gegenwartsbezogene Perspektiven auf die Zehn Gebote: Welche Lebensbedingungen bestimmen den Einzelnen heute? Welche Wertesysteme bieten eine verbindliche Orientierung?

 

So wie die biblischen Zehn Gebote ausdrücklich an das Individuum gerichtet sind, forderte auch die Ausstellung den Einzelnen dazu auf, die Gültigkeit tradierter ethischer Werte zu hinterfragen: Wie viele Freiheiten kann sich eine Gesellschaft nehmen, ohne Konflikte mit anderen Gemeinschaften zu provozieren? Wie viel Solidarität ist notwendig, um eine soziale Ordnung nach innen aufrecht zu erhalten? Wie viel Toleranz braucht der Mensch in einer kulturell, religiös und ethnisch vielfältigen Welt?

 

 

Die Ausstellung zeigte unter anderem Werke folgender Künstler:

 

 

•    Adel Abdessemed

•    Francis Alÿs

•    Yael Bartana

•    Marc Bijl

•    Janet Cardiff

•    Minerva Cuevas

•    Henry Darger

•    Jirí David

•    Thomas Demand

•    Andreas Gursky

•    Boris Mikhailov

•    Pier Paolo Pasolini

 

 


Die Ausstellung wurde massgeblich gefördert von der


Die Ausstellung wurde unterstützt von

Pro Helvetia
Kanadische Botschaft in Deutschland
Australia Council for the Arts
Königlich Niederländische Botschaft Berlin