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SPRACHE

Welt der Worte, Zeichen, Gesten

24. September 2016 bis 20. August 2017

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage (außer 24./25.12. und 1.1.): 10 bis 18 Uhr

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei

 

 

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Kooperation mit

der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

 

 

 

 

Förderer:

 

 

 

 

 



Kuratorin: Colleen M. Schmitz

Ausstellungsgestaltung, -planung: büroberlin: Julia Neubauer

 

Das Deutsche Hygiene-Museum und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung machen mit ihrem gemeinsamen Ausstellungsprojekt die Vielschichtigkeit, die schöpferische Kraft und Schönheit der Sprache zum Thema. Die Ausstellung schärft das Bewusstsein für den eigenen Sprachgebrauch und macht gleichzeitig für den kulturellen, gedanklichen und alltagspraktischen Reichtum empfänglich, der mit den unterschiedlichen Formen von Sprache verbunden ist – von der Literatur bis zur Jugendsprache.

 

Wir Menschen benutzen Sprache jeden Tag: Wir reden miteinander, lesen, schreiben und gestikulieren – oder wir teilen manchmal auch etwas durch Schweigen mit. Durch Sprache bauen wir unsere Beziehungen zu anderen auf und bringen unsere Gedanken und Gefühle zum Ausdruck. Wir eignen uns mit ihrer Hilfe unsere Umwelt an, vermitteln Wissen, speichern kollektive Erfahrung und gestalten unsere Welt. Ähnlich wie das Atmen oder das Gehen erscheint uns die Sprache dabei als etwas vollkommen Selbstverständliches. Aber wie kommt es, dass nur der Mensch über dieses komplexe und anpassungsfähige Instrument verfügt?

 

Unabhängig davon, ob sie gesprochen oder geschrieben, gebärdet oder getastet wird, die Sprache ist zentral für das menschliche Selbstverständnis. Im täglichen Miteinander verändern die Menschen die Sprache aber auch und sie schaffen sie so fortlaufend neu. Das gilt insbesondere für Gesellschaften, in denen viele Menschen eine Migrationsgeschichte haben und Mehrsprachigkeit eher die Regel als die Ausnahme ist. Auch die Umbrüche unserer Lebenswelten, die mit den globalen technologischen, kulturellen und ökonomischen Entwicklungen verbunden sind, bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Sprache. Es ist gerade diese kreative Wandlungsfähigkeit, die das Wesen von Sprache ausmacht.

 

Neben kultur- und wissenschaftshistorischen Exponaten und Dokumenten, Filmen und zeitgenössischen Kunstwerken werden in der Ausstellung auch zahlreiche interaktive Elemente zu entdecken sein, an denen man sich spielerisch mit sprachlichen Phänomenen auseinandersetzen kann. Außerdem können Kinder bis ca. 12 Jahren ihre Kreativität mit Worten, Buchstaben und Gesten in einer Sprachwerkstatt erproben.

 

Für Besucherinnen und Besucher mit besonderen Bedürfnissen wird es unterschiedliche Vermittlungsangebote geben: Für Blinde werden die Einführungen als Hörtexte, für Hörgeschädigte als Videos mit deutscher Gebärdensprache zur Verfügung stehen; Hörtexte in Leichter Sprache vermitteln Besuchern mit Lernschwierigkeiten einen Überblick über die Ausstellungsthemen; in allen Abteilungen sind Taststationen und -objekte integriert, Filme und Videos sind untertitelt bzw. mit einer entsprechenden Audio-Deskription versehen.

 

Abteilungen

 

1. Homo loquens Wie wir Menschen zur Sprache kommen

2. Denkbewegungen Sinn und Sinnlichkeit unserer Sprache

3. Redehandwerk Macht und Magie der Sprache

4. Sprachheimat(en) Zugehörigkeit und Selbstbestimmung

 

BETEILIGTE KÜNSTLER UND SCHRIFTSTELLER

 

In der Ausstellung sind unter anderem Werke und Handschriften folgender Künstler_innen und Schriftsteller_innen zu sehen:

 

Theodor W. Adorno

Halil Altindere

Richard Artschwager

Walter Benjamin

Bas Böttcher

André Breton

Shady Elnoshokaty

Max Ernst

Johann Wolfgang von Goethe

Paule Hammer

Jenny Holzer

Erich Kästner

Klabund

Dagmara Kraus

Franz Mon

Herta Müller

Yvonne Rainer

Arnold Schönberg

Nancy Spero

Slavs and Tatars

Bill Viola

Helga Weissova

Stefan Zweig


 

 
 
Trailer zur Ausstellung

Filmproduktion: form.art TV, berlin



Einführung in die Ausstellung in Gebärdensprache

Produktion: yomma / Schäfer & Sequeira Gerardo GbR, Berlin









Stroboskopien der ASL Gebärden 1979, Fotografie, Ursula Bellugi und Edward S. Klima © Ursula Bellug Richard Artschwager, Exclamation Point (Chartreuse), 2008 © the artist / Artists Rights Society (ARS), New York, 2016, Courtesy Gagosian Gallery and Sprüth Magers Herta Müller Vater telefoniert mit den Fliegen © 2012 Carl Hanser Verlag München