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SCHAM
100 GRÜNDE ROT ZU WERDEN

Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

26. November 2016 bis 5. Juni 2017

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertage (außer 24./25.12. und 1.1.): 10 bis 18 Uhr

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei

 

Gefördert von:

 

 

Kurator:

Daniel Tyradellis, Berlin

 

Ausstellungsgestaltung, -planung:

Roger Bundschuh, Berlin

 

Roger Bundschuh, Berlin

 

 

 

 

 

Mit dem Gefühl der Scham sind wir von klein auf vertraut, und auch als Erwachsene begegnen wir ihr in den unterschiedlichsten Situationen immer wieder. Kaum jemand wird sich allerdings gerne schämen – im Gegenteil: Scham ist ziemlich unangenehm. Vielleicht lohnt es sich gerade deswegen, einmal genauer hinzuschauen, was es mit diesem Gefühl auf sich hat. Meist überfällt die Scham uns ganz unmittelbar, ohne dass wir lange nachdenken müssten, warum wir uns schämen. Und löst dabei ausgesprochen körperliche Reaktionen aus: Wir beginnen zu schwitzen, werden rot oder verbergen unser Gesicht. Die Gründe, wofür und wie sehr wir uns schämen, können von Mensch zu Mensch ganz andere sein.

 

Scham ist aber weit mehr als ein bloß subjektives Gefühl. Psychologen und Soziologen haben ihre elementare Bedeutung für das Funktionieren von Gesellschaft beschrieben. Denn Scham verbindet das Selbstverständnis des Einzelnen unmerklich mit den Werten und Regeln einer Gemeinschaft. So trägt die Fähigkeit, Scham empfinden zu können, auch zum inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft bei. Eines jedenfalls wird den Besucherinnen und Besuchern dieser Ausstellung klar werden: Dass wir in schamlosen Zeiten leben – wie manche Kulturkritiker meinen – ist ein gründlicher Irrtum!

 

Neben kulturhistorischen Exponaten, Dokumenten und Medien präsentiert die Ausstellung Werke folgender Künstlerinnen und Künstler:

 

Nobuyoshi Araki (*1940)

Kurdwin Ayub (*1990)

Leigh Bowery (1961–1994)

Jörg Buttgereit (*1963)

VALIE EXPORT (*1940)

Christian Jankowski (*1968)

Terence Koh (*1977)

Leigh Ledare (*1976)

Victoria Lomasko (*1978)

Erik van Lieshout (*1968)

Alex McQuilkin (*1980)

Margret - Chronik einer Affäre (1969/70)

Ferhat Özgür (*1965)

Dennis O’Rourke (1945–2013)

Bruce Richards (*1948)

Rokudenashiko (*1972)

Joanna Rytel (*1974)

Sašo Sedlaček (*1974)

Jan M. Sieber (*1975) und Ralph Kistler (*1969)

Thomas Schütte (*1954)

Helmut Schwickerath (*1938)

Miroslav Tichý (1926–2011)

Phillip Toledano (*1968)

Oliviero Toscani (*1942)

Danh Vō (*1975)

Marie Voignier (*1974)

 

Wissenschaftliches Projektteam:

Johanna Stapelfeldt, Sophie Plagemann, Cornelia Wagner

 

Projektkoordination:

Sophie Plagemann, Cornelia Wagner

 

Produktionsleitung:

Anna Kalvelage, KAWOKA Architekten, Berlin

 

Ausstellungsgrafik und Plakat:

Yvonne Quirmbach, Berlin

 

Ausstellungsbau:

Schelm & Sohn GmbH, Hannover, Werkstätten des Deutschen Hygiene­-Museums unter der Leitung von Michal Tomaszewski

 

Video­ und Audiobearbeitung:

Theo Thiesmeier

 

Miniaturräume:

Axel Pinkow

 

Pressebild:

Jörg Buttgereit (1981 - 1995)

 

 
 
Trailer zur Ausstellung

Produktion: formart.tv
Zur Version mit Untertiteln




Das Faltblatt zur Ausstellung können Sie beim Anklicken des Covers als PDF-Datei herunterladen.