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Julia Franck

im Gespräch mit Marcel Beyer

über die Scham des Schwächeren

 

01. März, Mittwoch, 19 Uhr, Eintritt: 7 €, ermäßigt 3 €,

Jahreskarteninhaber frei, VVK an der Museumskasse

 

Wo ist Scham heute jenseits von altmodischen Etiketten angesiedelt? Wie verhält sie sich zum allzugänglichen Exhibitionismus im Internet, das sexuelles Begehren und sexuelle Praktiken als „Körpererfolg“ kaum noch mit Scham belegt?

 

Die Autorin des internationalen Erfolgsromans Die Mittagsfrau (2007) liest u. a. aus ihrem Roman Rücken an Rücken (2011) und spricht mit dem Schriftsteller Marcel Beyer über Verletzung, Ohnmacht und Schwäche in einer von Leistung, Erfolg und gemeiner Schönheit geprägten

Gesellschaft. Julia Franck wurde 1970 in Berlin geboren, wo sie heute noch lebt. Scham und Tabu-Brechungen sind Motive ihres literarischen Werkes: eine Mutter setzt ihr Kind aus, zwei

Geschwister nehmen innerfamiliäre Gewalt und Missbrauch hin, eine tödliche Krankheit wird verschwiegen. 1997 erschien Francks Debüt Der neue Koch, danach Liebediener (1999), Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen (2000) und Lagerfeuer (2003). Für Die Mittagsfrau erhielt Julia Franck den Deutschen Buchpreis 2007. Der Roman wurde in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Roman Lagerfeuer wurde 2012/13 für das Kino durch Regisseur Christian Schwochow unter dem Titel Westen verfilmt.

 

Foto: Mathias Bothor / photoselection 2011