logo info ausstellungen programm kalender dhmd mehr suche
 

21. März, Dienstag, 19 Uhr, Eintritt frei

Wissen wollen oder wissen müssen?

Die neue Pränataldiagnostik und ihre Konsequenzen

Veranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag in Kooperation mit upside down Dresden e. V. und weiterdenken. Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

 

Die moderne Pränataldiagnostik bietet immer mehr Informationen über den wahrscheinlichen Verlauf einer Schwangerschaft und den Zustand des ungeborenen Kindes. Die neuen Möglichkeiten werfen aber auch ethische Fragen auf: So wird aktuell diskutiert, ob der sogenannte „Praena-Test“

bei „Risikoschwangerschaften" (u. a. alle Schwangeren ab 35 Jahren) eine Kassenleistung werden soll. Mit diesem Test kann anhand des Blutes der Frau analysiert werden, ob das Ungeborene ein dreifaches statt eines zweifach vorhandenen Chromosoms 21, 13 oder 18 besitzt. Werden diese

Tests zum Standard, steht infrage, ob es überhaupt noch die Möglichkeit des gewollten „Nichtwissens“ geben wird.

 

Kritiker_innen sehen Frauen zukünftig stark unter Druck gesetzt, sich gegen ein Kind mit Down-Syndrom oder einer anderen Trisomie zu entscheiden – positive Stimmen erkennen

darin einen wichtigen Schritt hin zu einer informierten und risikofreien Entscheidung der Schwangeren. Sollte der Test also nur unter Einschränkungen und ohne öffentliche Förderung

verfügbar sein? Oder bedeutet das eine Beschneidung des Selbstbestimmungsrechts werdender Eltern? Gilt das Down-Syndrom in Zukunft als „vermeidbarer Schadensfall“ und führt der Test zu Ablehnung und Diskriminierung?

 

Diskussion u. a. mit:

Monika Hey, Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom und Autorin des Buches Mein gläserner Bauch (2012)

Dipl.-Med. Uwe Schilling, Praxis für Pränataldiagnostik, Dresden

Moderation: Dr. Anne-Katrin Olbrich, psychologische Beraterin, Schwangerenberatung,

 
 

 

Durch anklicken des Plakats können Sie sich das vollständige Programm herunterladen.