2° Das Wetter, der Mensch und sein KlimaDie neue große Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums ist dem fragilen Verhältnis zwischen Mensch und Atmosphäre gewidmet. Die im letzten Jahr sukzessive veröffentlichten Klimastudien des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC), die breite Berichterstattung über den Klimagipfel auf Bali oder das Internationale Polarjahr (2007/08) sind nur drei Beispiele dafür, wie groß das Interesse an der aktuellen meteorologischen und klimatologischen Forschungen ist. Während die Klimadiskussion aber meist als ein naturwissenschaftliches und politisches Thema wahrgenommen wird, möchte die Dresdner Ausstellung den Blick auch für die gesellschaftliche und kulturelle Dynamik schärfen, die das spannungsreiche Beziehungsgefüge von Wetter, Klima und Mensch prägt. Diese Dimension unserer "Klima-Kultur" erfahrbar zu machen, ist das zentrale Anliegen dieses interdisziplinären Projekts.
Präsentiert werden vielfältige Objekte aus der Natur-, Kultur-, Kunst- und Wissenschaftsgeschichte, die im Verbund mit Medieninstallationen und interaktiven Elementen zu einer Lern- und Erlebnisausstellung für ein breites Publikum zusammengeführt werden. Aktuelle, aber auch historische Fragen der Wetter- und Klimaforschung betrachtet die Ausstellung aus den Blickwinkeln der unterschiedlichen beteiligten Fachrichtungen. Auf diese Weise vermittelt sie den Besuchern ein vielschichtiges Verständnis von den Hintergründen der Wetterphänomene und des globalen Klimasystems.
Das Ausstellung entstand im Austausch mit führenden wissenschaftlichen Institutionen wie dem Deutschen Wetterdienst, dem Max-Planck-Institut für Meteorologie, dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig, und der Umweltstiftung WWF Deutschland sowie der Bundeszentrale für politische Bildung.
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