GROSSE SPRÜNGE
ARBEITS.UMBRÜCHE - BILDUNGS.KARRIEREN
SYMPOSIUM
30. JANUAR 2010, SAMSTAG
Leitung: Dr. Juri Haas, Historiker, und Carsten Ungewitter, Dipl.-Psychologe, beide Dresden
Flexible Bildung für die Arbeitsgesellschaft, Diskontinuitäten in Erwerbsbiografien und Brüche in Berufskarrieren - diese Aspekte bilden die Eckpunkte des Symposiums. Es fragt nach dem Zusammenhang zwischen Transformationen der Arbeitsgesellschaft seit den 1970ern Jahren und Veränderungen in individuellen Bildungskarrieren. Im Mittelpunkt stehen die durch Umschulung, Berufswechsel oder Arbeitslosigkeit hervorgerufenen biografischen Sprünge, Risse und Brüche. Was passiert mit den Individuen durch die ständige Aufgabe, sich veränderten (Bildungs-)Anforderungen anzupassen? Aber auch: Welche Freiheitsgrade entstehen durch den Abschied vom lebenslangen Arbeitsplatz?
10:00
Begrüßung und Einführung
anschließend
"Damit unsichere Schritte zu selbstbewussten Sprüngen werden"
Welche Bildung brauchen wir auf dem Weg zu einer neuer Autonomie des Arbeitens?
Prof. Dr. Sergio Bologna, Sozialwissenschaftler und Unternehmensberater, Mailand
11:00
Schon wi(e)der lebenslanges Lernen? Die Suche nach
Wegen, sich dem Weiterbildungszwang zu entziehen.
Dr. Daniela Holzer, Institut für Erziehungswissenschaften,
Karl-Franzens-Universität Graz
12:15
Kompetenzpässe, Lernzeitkonten, Zertifikate - Gütesiegel für selbstorganisiertes Lernen oder eine Machtstrategie?
Dipl.-Päd. Julia Franz, Lehrstuhl für allgemeine Erziehungswissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
12:45
Vorstellung der Themen der am Nachmittag folgenden Diskussionsforen
13:00
Imbiss
14:00
Diskussionsforum 1:
Lebenslanges Lernen - Heißt das Prüfungsangst und schulische Auslese "lebenslänglich" oder Bildungschancen für die gesamte Lebensspanne?
Prof. Dr. Andrä Wolter, zusammen mit Dr. Daniela Holzer, Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Promotionskolleg "Lebenslanges Lernen" an der Technischen Universität Dresden
Diskussionsforum 2:
Berufsorientierung angesichts prekärer Arbeitsmärkte und flexibler Arbeitsbiografien - eine leistbare Aufgabe für Schule und Familie?
MA Theresa Lempp, Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS) Dresden e.V., zusammen mit Prof. Dr. Sergio Bologna
Diskussionsforum 3:
Lernzeitkonten, Kompetenzpässe, Sprachportfolios und Computerführerscheine - Sind Zertifikate für informelles, selbstorganisiertes Lernen überhaupt sinnvoll ?
Dipl.-Päd. Julia Franz, zusammen mit Udo Scherbaum,Leiter der Robotron Bildungs- und Beratungszentrum GmbH, Dresden
Diskussionsforum 4:
"Große Sprünge" - Arbeits- und Bildungsgeschichten von Dresdnerinnen und Dresdnern um 1989
Eine zeithistorische Diskussion, vorbereitet von Studierenden der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Technischen Universität Dresden
16:00
Abschlussdiskussion
"Neue Selbstständigkeit und lebenslängliches Lernen"
Verwaltung von Prekarität und Produktion sozialer Ungleichheit oder Chancen für Selbstbestimmung und Emanzipation
Podiumsteilnehmer: Prof. Dr. Sergio Bologna, Dr. Daniela Holzer, Udo Scherbaum, Prof. Dr. Andrä Wolter
Moderation: Michael Bartsch, Journalist, Dresden
AB 17:00
Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung durch die Ausstellung "Arbeit. Sinn und Sorge"
Bewirtungsgebühr für das Symposium: 7€/3€
Veranstaltungsort
Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
Die Tagungsräume sind barrierefrei zugänglich.
Fortbildung
Die Veranstaltung ist vom Sächsischen
Staatsministerium für Kultus als Lehrerfortbildung
anerkannt.
Anmeldung
Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Telefon: 0351 4846-313 Fax: 0351 4846-312
E-Mail: tagungszentrum@dhmd.de
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