PRESSESTIMMEN„Die Ausstellung lebt von Schnitt und Gegenschnitt, inszeniert mit den Objekten jähe Perspektivwechsel. (...) Den Spiegel bekommt der Besucher heute nur noch an einer Stelle vorgehalten: dort kann er sein Gesicht vermessen und mit unzähligen Porträts vergleichen. Das eine Bild vom Menschen sucht man in Dresden heute zum Glück vergeblich.“
Andreas Sentker, Die Zeit
„Ende dieser Woche präsentierte das Hygiene-Museum nun die generalüberholte Version seines Körper- und Geist-Parcours. Das Motto der neuen Dauerausstellung könnte umfassender kaum sein: „Der Mensch“. Statt sich von dem monumentalen Thema überrollen zu lassen, nutzen die Verantwortlichen weidlich dessen lockere Grenzen aus. (...) Bei dieser bunten Mischung trifft es sich gut, dass das Hygiene-Museum von einer einstigen Primärtugend Abschied genommen hat – dem erhobenen Zeigefinger.“
Frank Thadeusz, Der Spiegel
„Anschaulich zeigt das Nebeneinander von „Gläserner Frau“ und Röntgengerät die wechselseitige Inspiration von medizinischer und gesundheitspädagogischer Bildproduktion. Diesen Zusammenhang vorzuführen ist das zentrale Anliegen der ersten Ausstellungsstation. Sie ist der übrigen Präsentation weniger als Einführung vorangestellt, vielmehr reflektiert sie wie ein Essay den Gegenstand: die Verdinglichung von Körperbildern als Akt der Erkenntnis.“
Heinrich Wefing, Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Leichter als im zweiten Raum der neuen Dauerausstellung des Dresdner Hygiene-Museums hat man nie ein Gefühl dafür gewinnen können, wie es ist, wenn der Leib sein Werk nicht mehr treibt, der Körper nicht mehr funktionieren will. (...) Auf einzigartige Weise kommt das Museum verschiedenen Besuchergruppen entgegen. Es gibt ein Leitsystem für Blinde und Erklärungen für geistig Behinderte. Großzügige Leseräume sind ebenso vorhanden wie allerlei Bildschirme mit weiteren Erläuterungen oder Spielmöglichkeiten.“
Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung
„Es gibt nicht viele Ausstellungen, die so komfortabel eingerichtet sind, wie die neue Dauerausstellung im Hygiene-Museum Dresden: Das Licht ist angenehm, die Farben sind dezent, Sitzgelegenheiten gibt es an allen Ecken, und die Ausstellung ist so geschickt aufgebaut, dass man gar nicht merkt, wie oft man ganz altmodisch vor einer Vitrine steht und Gegenstände betrachtet.“
Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung
„Wie im ersten Teil der Schau stehen Historisches und Modernes beieinander, können Besucher ihre Sinne, Muskeln und Wahrnehmungen testen. Der Rundgang macht Bekanntes aus eigenem Erleben erklärbar.“
„Die Ausstellung will eine Ahnung vom Wert des menschlichen Lebens, von seiner Einzigartigkeit und Bedeutung vermitteln. Eine solche Exposition kann nach Ansicht ihrer Gestalter dazu beitragen, verantwortungsvoll mit der eigenen Gesundheit umzugehen.“
Simona Block, dpa
„Das Hygiene-Museum beschränkt sich traditionell nicht auf die einfache Präsentation von Exponaten. Hier sind Anfassen, Mitmachen und Mitdenken angesagt.“
Gundula Schmidt-Graute, Augsburger Allgemeine
„Seit in diesem Frühjahr die letzten drei Themenräume der ab 1991 neu konzipierten Ständigen Ausstellung eröffnet wurden, steht das Deutsche Hygiene-Museum seinen Besuchern wieder in vollem Umfang offen. Und wenn demnächst auch die bauliche Generalsanierung abgeschlossen sein wird, dürfte das Haus europaweit seinesgleichen suchen. Im imposanten Rahmen eines Gebäudes der klassischen Moderne präsentiert sich ein Wissenschaftsmuseum von hohem Rang, das seine besondere Aufmerksamkeit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts widmet: den modernen Biowissenschaften, der Genetik, der Nanotechnologie und der Hirnforschung. Un das alles ohne sichtbare Anstrengung, spielerisch erfahrbar und einsehbar gemacht für jeden, der sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen kann.“
Doris M. Trauth-Marx, Die Rheinpfalz
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