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EVOLUTION. WEGE DES LEBENS

Eine Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums


24. September 2005 bis 23. Juli 2006

 

Diese Ausstellung wurde mit Unterstützung durch das

6. Forschungsrahmenprogramm der EU Kommission

von Oktober 2006 bis Juli 2007 im Museum Città della Scienza

in Neapel präsentiert.

 

Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Antworten kann die moderne Evolutionsforschung auf diese elementaren Fragen des Menschseins geben, mit denen sich schon immer die Religionen, Philosophien und die Dichtung aller Kulturen beschäftigt haben? Die Ausstellung „Evolution. Wege des Lebens“ bot faszinierende Einblicke in dieses Forschungsgebiet, und sie zeigte die Auswirkungen der Evolution auf den Menschen, die Gesellschaft und das Leben auf unserem Planeten.

Aus evolutionärer Sicht haben alle Organismen – gleichgültig ob Moospflanze oder Maikäfer, Murmeltier oder Mitteleuropäer – einen weit zurück reichenden, gemeinsamen Stammbaum. Wie verlief die Entwicklung der Lebewesen, an deren Ursprung jene ersten Urbakterien stehen, die sich vor 3,8 Milliarden Jahren auf der Erde gebildet haben müssen? Mit ausgefeilten Methoden versuchen die Evolutionsbiologen heute, diese Wege zu rekonstruieren und Erklärungen für die Vielfalt des Lebens zu finden, zu der auch der Mensch gehört.

Als Charles Darwin vor etwa 150 Jahren die evolutionäre Vergangenheit des Lebens entdeckte, revolutionierte er das traditionelle Bild vom Menschen als Krone der Schöpfung und definierte seinen Platz in der Natur neu. Auch heute, angesichts der Fortschritte in den Biowissenschaften, führt die Auseinandersetzung mit der Evolution wieder in das Zentrum unseres Verständnisses vom Menschsein. Denn der Homo sapiens ist nicht nur ein Produkt der Evolution; er greift vielmehr selbst mit seinen wissenschaftlichen und technologischen Möglichkeiten in das evolutionäre Geschehen ein.

Anhand moderner und historischer Objekte, interaktiver Modelle, Multimedia- und Klanginstallationen konnten die Besucher dem Geheimnis des Lebens nachspüren und es selbst erkunden.