Rassismus-Ausstellung Begleitprogramm

DIE NEUE MITTE? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa

Panel I: Aktionsfelder
17. Sep, Mo., 14:00 bis 19:00 Uhr

DIE NEUE MITTE? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa
Panel I: Aktionsfelder

17. Sep, Mo., 14:00 bis 19:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Rassismus"

Eine Tagung des Deutschen-Hygiene Museum Dresden in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Mercator Forum Migration und Demokratie an der TU Dresden, dem Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden, dem TRAWOS-Institut der Hochschule Görlitz/Zittau, dem Kulturbüro Sachsen e.V. und der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.


EINFÜHRUNG

Die Bedrohung von rechts ist deutlich vielfältiger und divergenter geworden. Nicht mehr nur gewaltbereite Neonazis arbeiten an einer Erneuerung des deutschen Reiches, auch nationalkonservative Rechtspopulisten und völkische Nationalisten, Identitäre und Reichsbürger agitieren gegen die Bundesrepublik Deutschland, jeweils mit ganz eigenen Konzepten, Zielen und Strategien.

Das Ziel der Tagung ist es, diese Vielfalt zu thematisieren und zugleich nach den verbindenden Elementen zu suchen: Welche Ideologien bilden die Versatzstücke für die unterschiedlichen Welterklärungsmodelle und welche gemeinsamen Ziele verbinden die verschiedenen Aktionsfelder am rechten Rand der Gesellschaft? Wie beeinflussen gesellschaftliche Transformationsprozesse die Zustimmung und Ablehnung zu diesen Erklärungsmodellen und Bewegungen? Welche Wechselwirkungen gibt es über mediale Berichterstattung und mediale Vernetzung zwischen Gesellschaften und dem rechten Spektrum?

Mit einem breiten Angebot aus Vorträgen und Workshops richtet sich die Tagung vor allem an jene, die in ihren beruflichen und privaten Kontexten mit diesen Herausforderungen konfrontiert werden. Auf der Tagung erhalten sie Hintergrundinformationen zu den einzelnen Akteuren und Strukturen und lernen Strategien für ihre tägliche Arbeit kennen.


 

14.00 Uhr: Begrüßung und Einführung

Prof. Klaus Vogel, Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Thomas Krüger, Bundeszentrale für politische Bildung

Dr. Johannes Schütz, Deutsches Hygiene-Museum Dresden

 

PANEL I: AKTIONSFELDER

Zu Beginn der Tagung wird das gesamte Feld rechter Spieler in den Blick genommen. Es wird versucht, die Akteure und die Bewegungsformen anhand ihrer Weltbilder und Aktionsfelder zu differenzieren, zugleich aber auch die ideologischen Überschneidungen herauszuarbeiten und personale Netzwerke und Beziehungsmuster aufzudecken. Damit lassen sich die Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Querverbindungen rechter Akteure erfassen, um sie anschließend am Beispiel der Identitären Bewegung durchzugehen und konkret die Problematik der Vielfalt und Einheit rechter Akteure veranschaulichen zu können. 

 

14.30 Uhr: Vielfalt und Einheit rechter Akteure

Alexander Häusler, Sozialwissenschaftler, Universität Düsseldorf

 

15.45 Uhr: Kaffeepause

 

16.00 Uhr: Herausforderungen durch neue Akteure: Das Beispiel der Identitären Bewegung

Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin, Universität Wien

 

17.15 Uhr: Workshopphase I

Themen:

Metapolitik und der Wunsch nach kultureller Hegemonie Natascha Strobl, Universität Wien

Rechte Akteure in deutschen Parlamenten Alexander Häusler, Fachhochschule Düsseldorf

„Bürgerproteste und Protestbürger“, Dr. Steven Schäller, Technische Universität Dresden

Die Bedeutung und Entwicklung der Reichsbürger Jan Rathje, Politikwissenschaftler, Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin

Gewalt und Terrorismus von rechts: Entwicklungen seit dem öffentlichen Bekanntwerden des „NSU“ Dr. Matthias Quent, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena

Eine neue soziale Bewegung von rechts - Schulterschluss von Bürger*innen und Neonazis am Beispiel Sachsens Michael Nattke, Kulturbüro Sachsen Dresden

Was machen Neonazis? Ihre Position und Rolle in der aktuellen Entwicklung Andreas Speit, Hamburg

 

19:00 Uhr: Abendessen

 

PROGRAMM DES II. PANELS AM 18. SEPTEMBER

PROGRAMM DES III. PANELS AM 19. SEPTEMBER


Respektvoller Umgang bei Veranstaltungen
Das Deutsche Hygiene-Museum legt großen Wert darauf, dass seine Veranstaltungen in einer respektvollen Atmosphäre stattfinden können. Wir wünschen uns engagierte Auseinandersetzungen in der Sache, in denen mit Argumenten, aber ohne Polemik diskutiert wird. Als Veranstalter behalten wir es uns im Rahmen unseres Hausrechts vor, Personen den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die einer Szene mit vergleichbar rechtsextremen Anschauungen zuzuordnen sind oder die bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Personen die unsere Veranstaltungen mit entsprechenden Positionen stören, werden von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen.

Film-, Foto- und Tonaufnahmen sind nur nach Rücksprache mit der Pressestelle des Deutschen Hygiene-Museums gestattet.