Rassismus-Ausstellung Begleitprogramm

DIE NEUE MITTE? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa

Panel II: Effekte sozialer Transformationen: Gesellschaft, Gemeinschaft, Individuum
18. Sep, Di., 9:00 bis 21:00 Uhr

DIE NEUE MITTE? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa
Panel II: Effekte sozialer Transformationen: Gesellschaft, Gemeinschaft, Individuum

18. Sep, Di., 9:00 bis 21:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Rassismus"

Panel II: Effekte sozialer Transformationen: Gesellschaft, Gemeinschaft, Individuum

Im zweiten Panel stehen die Ursachen im Mittelpunkt der Tagung. Was sind Faktoren, die die Entwicklung und Verbreitung von menschenfeindlichen Vorurteilen, exkludierenden Identitätsvorstellungen und Elitenverachtung stärken und die Bereitschaft zu symbolischer und physischer Gewalt steigern? Dabei soll ein Blick auf die Transformationsgesellschaften geworfen werden: Lässt sich der Zulauf zu rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien und Bewegungen in Europa und den USA durch die neoliberale Politik erklären? Welche Rolle spielt der Umbruch in den postkommunistischen Gesellschaften für das Erstarken des dortigen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus? Zugleich werden anhand von Detailstudien die individualpsychologischen Faktoren in den Blick genommen und spezifische Sozialisationserfahrungen und Vergemeinschaftungspraktiken als Möglichkeitsbedingungen für die Übernahme rechter Ideologien erörtert.

 

9:30 Uhr: Ökonomische Notwehr oder autoritäre Wende? Kontroversen um das Erstarken der neuen Rechten in Europa

Prof. Dr. Silke van Dyk, Soziologin, Universität Jena

 

10:45 Uhr: Postkommunistische Gesellschaften im Vergleich

Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Soziologe, Hochschule Görlitz/Zittau

 

12:00 Uhr Mittagspause

 

13:00 Uhr: Workshopphase II

Themen u.a.

Ökonomische und kulturelle Deprivation durch Umbrüche und Krisen  Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Hochschule Görlitz/Zittau

Die radikale Rechte in den postkommunistischen Gesellschaften – ein Ländervergleich Dr. Tatiana Golova, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien Berlin

Identität oder Klasse? Über eine falsche Alternative in Zeiten des Rechtspopulismus Prof. Dr. Silke van Dyk, Friedrich-Schiller-Universität Jena

 

14:30 Uhr:

„Leistungen unserer Vorfahren?“ Zur Kritik des Rechtsextremismus aus transgenerationeller Perspektive

Dr. Jan Lohl, Sozialpsychologe, Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt am Main

 

15:45 Uhr: Kaffeepause

 

16:00 Uhr: Workshopphase III

Themen:

Sozialisations(muster) im Vergleich: Radikalisierung vor dem Hintergrund der individuellen Erfahrung Dr. Jan Lohl, Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt am Main

Neue Lebensfelder  – Das Wirken der Völkischen Siedler Marius Hellwig, Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin

Probleme in der Praxis pädagogischer Institutionen der frühkindlichen Erziehung Julia Schuster/ Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen Dresden

Geschlechter- und Rollenbilder in der extremen Rechten Prof. Dr. Michaela Köttig, Fachhochschule Frankfurt am Main

Die Rechte in christlichen Gemeinschaften Liane Bednarz, Hamburg

"Nicht einfach nur Musik!" - RechtsRock als Multi-Tool der Neonazi-Szene Steffen Heerdegen, Mobit e.V. Erfurt

 

17:30 Uhr: Abendessen

 

19:00 Uhr: Öffentliche Abendveranstaltung:

Theorien zur Praxis: Theorien der Neuen Rechten

mit Prof. Dr. Philipp Felsch, Kultur- und Wissenschaftshistoriker, Humboldt-Universität zu Berlin und Danilo Scholz, Ideenhistoriker, École des hautes études en sciences sociales, Paris und Arne Vogelgesang, freier Autor, Regisseur und Gründer des Theaterlabels „internil“, Berlin

 


PROGRAMM DES I. PANELS AM 18. SEPTEMBER

PROGRAMM DES III. PANELS AM 19. SEPTEMBER

 

Respektvoller Umgang bei Veranstaltungen
Das Deutsche Hygiene-Museum legt großen Wert darauf, dass seine Veranstaltungen in einer respektvollen Atmosphäre stattfinden können. Wir wünschen uns engagierte Auseinandersetzungen in der Sache, in denen mit Argumenten, aber ohne Polemik diskutiert wird. Als Veranstalter behalten wir es uns im Rahmen unseres Hausrechts vor, Personen den Zutritt zu unseren Veranstaltungen zu verwehren, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die einer Szene mit vergleichbar rechtsextremen Anschauungen zuzuordnen sind oder die bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Personen die unsere Veranstaltungen mit entsprechenden Positionen stören, werden von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen.

Film-, Foto- und Tonaufnahmen sind nur nach Rücksprache mit der Pressestelle des Deutschen Hygiene-Museums gestattet.