(Erinnerungs-)Diskurse dekolonisieren

Wer spricht, wer wird gehört?
13. Sep, Do., 19:00 bis 21:00 Uhr

(Erinnerungs-)Diskurse dekolonisieren
Wer spricht, wer wird gehört?

13. Sep, Do., 19:00 bis 21:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Rassismus"

Referent*innen:
Iris Rajanayagam, Historikerin und Programmreferentin bei xart splitta, Berlin
Nadja Ofuatey-Alazard, Journalistin, EOTO Berlin
Isidora Randjelovic, Leiterin des feministischen Archivs RomaniPhen, Berlin (angefragt)
Moderation: Dr. Fatima El-Tayeb, Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego

Unser Verständnis von Demokratie ist untrennbar vom Konzept der informierten Öffentlichkeit, der Idee, dass gesellschaftliche Debatten politische Entscheidungen begleiten und gegebenenfalls korrigieren. Oft bleibt allerdings unhinterfragt, welche Gruppen als Teil dieser Öffentlichkeit gelten und welche Positionen systematisch ignoriert bzw. ausgeschlossen werden. Das Panel adressiert diese Ausschlüsse ebenso wie alternative Modelle und fragt: Gibt es eine repräsentative Öffentlichkeit jenseits der Mehrheitsgesellschaft?
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Die Veranstaltungsreihe nimmt kulturelle und historische Wissensproduktion und die mit ihr verbundenen Lücken und Auslassungen in den Blick. Thematischer Schwerpunkt ist dabei die Frage, wie das koloniale Erbe und die damit in Zusammenhang stehenden Machtstrukturen und rassistischen Weltbilder noch immer unser Denken und Handeln prägen. Die Reihe hinterfragt den Objektivitäts- und Neutralitätsanspruch von Wissenschaft und zeigt, dass Wissensproduktion sich nicht von gesellschaftlich dominanten Strukturen und Ideologien lösen lässt. Im Gespräch mit Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen will die Reihe aber auch zeigen, wo und wie alternative Wissensmodelle entstehen.