Die Theorie(n) der Neuen Rechten

In der Reihe "Theorien zur Praxis"
18. Sep, Di., 19:00 bis 20:00 Uhr

Die Theorie(n) der Neuen Rechten
In der Reihe "Theorien zur Praxis"

18. Sep, Di., 19:00 bis 20:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Rassismus"

Öffentliche Abendveranstaltung der Tagung „Die neue Mitte? Rechte Ideologien und Bewegungen in Europa“ vom 17.-19. September 2018 an unserem Museum im Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung „Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen“.

Mit:
Prof. Dr. Philipp Felsch, Kultur- und Wissenschaftshistoriker, Humboldt-Universität zu Berlin, Danilo Scholz, Ideenhistoriker, École des hautes études en sciences sociales, Paris und Arne Vogelgesang, freier Autor, Regisseur und Gründer des Theaterlabels „internil“, Berlin.


Die sogenannte „Neue Rechte“ ist eine uneinheitliche ideologische Strömung, die sich in Selbstverständnis, Zielstellung und den gewählten Strategien bewusst vom traditionellen Konservatismus unterscheidet. Seit den sechziger Jahren wird dem Ringen um „kulturelle Hegemonie“ (Antonio Gramsci) Vorrang eingeräumt. Ziel ist die Infiltration der Elitendiskurse durch publizistische Tätigkeit, um langfristig die öffentliche Meinung gemäß der eigenen Weltanschauung zu beeinflussen. Unter Berufung auf Ideen des rechten französischen Theorie-Think-Tanks GRECE und seines Gründers Alain de Benoist wird europaweit zum Kulturkampf aufgerufen, der einer „Konservativen Revolution“ (Armin Mohler) den Weg ebnen soll.

In dieser Ausgabe der Reihe „Theorien zur Praxis“ steht diesmal nicht ein einzelner Denker oder eine Denkerin im Mittelpunkt, sondern eine lose Konstellation: Es sind Versatzstücke einer Geisteshaltung, die sich ihre Leitsätze von verschiedenen Theoretikern zusammenklaubt und in Frankreich und Deutschland immer wieder erstaunlichen Zulauf verzeichnet hat.