Porträts der Autorinnen. Shida Bazyar trägt hochgesteckte dunkle Haare und ein Nasenpiercing. Rasha Khayat eine dunkle Lederjacke, braunes Haar und einen langen gewundenen Ohrring.

Face to face #1: Shida Bazyar und Rasha Khayat

9. Jan, Di., 19:00 bis 21:00 Uhr

Face to face #1: Shida Bazyar und Rasha Khayat

9. Jan, Di., 19:00 bis 21:00 Uhr
Reihe: FACE TO FACE

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, lebt in Berlin. 2016 erschien ihr Debütroman Nachts ist es leise in Teheran (KiWi). Die Geschichte von vier Familienmitgliedern nimmt ihren Anfang 1979 in Teheran und spannt den Bogen bis in die deutsche Gegenwart: der junge kommunistische Revolutionär Behsad kämpft nach der Vertreibung des Schahs für eine neue Ordnung. Zehn Jahre später ist er nach der Machtübernahme der Mullahs mit Frau Nahid und deren Kindern in der deutschen Provinz geflohen. 1999 reist Tochter Laleh gemeinsam mit der Mutter nach Teheran und lernt ein Land kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. Ihr Bruder Mo beobachtet ein Jahrzehnt später belustigt die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf.

Rasha Khayat, geboren 1978 in Dortmund, wuchs in Jeddah, Saudi-Arabien, auf. Als sie elf war, siedelte ihre Familie nach Deutschland zurück. Seit 2005 lebt sie als freie Autorin in Hamburg. Ihr Roman Weil wir längst woanders sind  (Dumont Verlag, 2014) erzählt die Geschichte der Geschwister Layla und Basil, die eine untrennbare Einheit bilden, bis Layla die Entscheidung trifft, einen Mann in der alten Heimat, Saudi-Arabien, zu heiraten, nicht aus Liebe sondern aus Prinzip. Was treibt Layla – eine nicht religiöse, freiheitsliebende junge Frau – dazu, sich für ein Land zu entscheiden, in dem Frauen alles andere als frei sind?