4 Hunde

Aussterben lassen oder Bürgerrechte verleihen?

Über ethische Grundlagen des Zusammenlebens von Haustier und Mensch
11. Jan, Do., 19:00 bis 20:30 Uhr

Aussterben lassen oder Bürgerrechte verleihen?
Über ethische Grundlagen des Zusammenlebens von Haustier und Mensch

11. Jan, Do., 19:00 bis 20:30 Uhr
Reihe: „Ein Leben ohne Mops…“?

Im Vergleich zu den Bedingungen der Massentierhaltung oder der Verwendung von Tieren in der Forschung ist das Leben von Heim- und Schoßtieren sich nicht das brennendste Problem tierethischer Debatten und tierrechtlicher Forderungen. Aber im Zusammenleben mit Tieren stellt sich täglich die Frage, wie wir das Wohl des Tieres und seine Bedürfnisse gegen unsere Interessen, Vorstellungen und Lebensgewohnheiten abwägen. Gehören Kaninchen und Welpen unter den Weihnachtsbaum? Wie wird abgewogen, wann ein Tier eingeschläfert werden muss? Wird beim Einsatz von Tieren in der Therapie von Menschen auch an das Tierwohl gedacht? Neuere Tierrechtspositionen fordern für die lebenslangen Dienstleistungen unserer Haustiere Bürgerrechte oder aber zur Abschaffung eines scheinbaren „Ausbeutungsverhältnisses“ das Aussterbenlassen. Was ist von solchen Radikalforderungen zu halten? Können sie zumindest für einen reflektierteren Umgang von Mensch und Tier sensibilisieren?

Über diese und andere Fragen diskutieren an diesem Abend:
Dr. Friederike Schmitz, politische Philosophin und Tierethikerin, Berlin
Dr. Sandra Wesenberg, Erziehungswissenschaftlerin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Mensch-Tier-Beziehungen in der tiergestützten Therapie, Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Prof. Dr. Gerhardt Oechtering, Veterinärmediziner, Leiter der Kleintierklinik an der Universität Leipzig
Moderation: Michael Ernst, Journalist, Dresden