Ebola - die tödlichste Pandemie? Infobox über bedrohte soziale Ordnungen

10. Jan 2023 - 19. Mär 2023

Präsentation in der Empfangshalle des Deutschen Hygiene-Museums

Ebola – die tödlichste Pandemie?

Infobox des Forschungsbereichs „Bedrohte Ordnungen“ der Universität Tübingen

10. Januar - 19. März 2023

Deutsches Hygiene-Museum, Empfangshalle

Eintritt frei

 

ÜBER DIE AUSSTELLUNGSBOX

In der Empfangshalle des Hygiene-Museum ist bis 19. März 2023 die Infobox Ebola – die tödlichste Pandemie? zu sehen, die sich mit der Ebola-Pandemie und den Schwierigkeiten bei der Organisation internationaler Hilfe beschäftigt. Die Tübinger Medizinhistoriker Dr. Daniel Becker und Dr. Henning Tümmers untersuchen darin den Ausbruch der Krankheit in Teilen Westafrikas im Sommer 2014.

Die Besucher:innen können im Inneren der Ausstellungsbox das lokale Beispiel „Ebola“ mit anderen bedrohten Ordnungen vergleichen. So erfahren die Besucher:innen mehr darüber, wie Menschen mit Bedrohungen und Krisen umgegangen sind und wie damit eine Welt im Wandel vorangetrieben wird.

>>> Mehr Informationen zur Ausstellungsbox "Ebola"

 

HINTERGRUND

In den Medien grassierte im Sommer 2014 schnell die Angst vor einer globalen Ausbreitung der oft tödlich verlaufenden Infektion. Als die Weltgesundheitsorganisation die Epidemie zwei Jahre später für beendet erklärte, waren circa 28.000 Menschen infiziert worden und mehr als 11.000 Tote zu beklagen.

In der Folge ist es zu intensiven Diskussionen über eine Reform des globalen Seuchenschutzes gekommen. Dahinter steht häufig die Vision eines sich gegenseitig unterstützenden Versorgungssystems aller Staaten. Ob diese Vision ihren Weg in die Realität gefunden hat, könne in Anbetracht der Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie seit 2020 jedoch bezweifelt werden, so die Einschätzung der beiden Tübinger Wissenschaftler.

Über das Projekt "Bedrohte Ordnungen"

Die Ausstellungsbox zum Thema "Ebola" ist Teil der internationalen Wanderausstellung "Threat!Box – An Exhibition on Threat", die auf der virtuellen Ausstellung Bedrohte Ordnungen basiert.
Sie umfasst 24 Module, die die verschiedensten „Bedrohten Ordnungen“ vorstellen: Umwälzungen der karolingischen Welt, Revolutionen im Manila des 17. Jahrhunderts oder Freiheitskämpfe ukrainischer Kosaken gegen Peter den Großen zeigen, dass selbst lang vergangen Geglaubtes bis heute Auswirkungen auf Gesellschaften hat. Gleichzeitig zeigen Module über den Umgang mit dem 11. September 2001 in den USA, Globalisierungsdynamiken in der Corona-Pandemie oder der beispiellosen Mobilisierung von Hilfe im Zuge der Geflüchtetenkrise um das Jahr 2015, dass Bedrohte Ordnungen auch in der Gegenwart immer wieder zu finden sind.

Details

Über den Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“

Das Projekt startete 2011 an der Universität Tübingen und läuft noch bis zum Sommer 2023. Unter „Bedrohten Ordnungen“ werden historische oder aktuelle Situationen verstanden, in denen Menschen das Vertrauen in gewohnte Abläufe, das Handeln ihrer Mitmenschen oder den Glauben an die Zukunft verlieren. Zu allen Zeiten und in unterschiedlichen Gesellschaften kommt es im Angesicht solcher Bedrohungen zu vergleichbaren Handlungsmustern, die der Sonderforschungsbereich seit 2011 in mehr als 110 Fallstudien untersucht.

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