Future Food Essen für die Welt von morgen

30. Mai 2020 - 21. Feb 2021

Hinweis

• Da sich zeitgleich nur 40 Personen in „Future Food“ aufhalten dürfen, vergeben wir an der Kasse und beim Online-Ticketkauf Zeitfenster für den Zutritt zur Ausstellung. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine telefonischen Buchungen der Zeitfenster entgegennehmen können.

• Bitte nutzen Sie die Desinfektionsmittelspender am Eingang der Ausstellung.

• Halten Sie zu anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern ein.

An den Audio- und Videostationen können Sie Ihren privaten Kopfhörer nutzen; Kopfhörer für 1 Euro sind an der Kasse erhältlich.

• Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr sind einige Hands-on-Stationen und Touchscreens außer Betrieb.

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Einführung

Kuratorin und Projektleiterin: Viktoria Krason

Gestaltung: Groenlandbasel Architektur und Ausstellungen

Stellen Sie sich einen Restaurantbesuch im Jahr 2050 vor. Was wird auf Ihrem Teller liegen – das gute alte Schnitzel, ein Gemüse-Burger oder Fleisch, das im Labor gezüchtet wurde? Oder wird Ihr Teller leer bleiben, weil eine auf zehn Milliarden Menschen angewachsene Weltbevölkerung schlicht nicht mehr satt zu bekommen ist?

Die Ausstellung Future Food. Essen für die Welt von morgen konfrontiert Sie mit einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. In drei Kapiteln folgen Sie dem Weg unserer Lebensmittel vom Stall oder Feld bis auf den Tisch. Es geht um Themen wie globale Verteilungsgerechtigkeit, um vegetarische Ernährung oder die Macht der großen Lebensmittelkonzerne. Und natürlich geht es um das Essen als Erlebnis voller Genuss, das Identität und Gemeinschaft stiftet.

Die Ausstellung zeigt, dass die Zukunft der Welternährung von politischen Weichenstellungen, aber auch von persönlichen Entscheidungen abhängen wird. Neben musealen Exponaten präsentiert Future Food interaktive Medien, Videoinstallationen, wissenschaftliche Prototypen sowie künstlerische Positionen. Nützliches Faktenwissen vermittelt die Ausstellung in anschaulichen Wandgrafiken.

Historische Dokumente und Objekte erzählen von Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren, und von solchen, die an den Gesetzen des Markts und den Gewohnheiten der Konsument*innen scheiterten. Bei Ihrem Rundgang durch ein Gewächshaus, ein Logistikzentrum, einen Supermarkt und an einer Festtafel können Sie sich die Frage stellen:
Werden WIR es künftig besser machen?

Beteiligte Künstler*innen und Designer*innen

Kosuke Araki, Christian Cordes, Markéta Dolejšová, Wojtek Doroszuk, Ute Freitag, Kasia Fudakowski, Zuzana Gombošová, Andreas Greiner, Jinhyun Jeon, NEFF & Reiko Kaneko, Marissa Keating, Ana Lira, Julian Lechner, Laura López, Izumi Miyazaki, Haley Morris-Cafiero, Neozoon, Ingrid Pollard, Stephanie De Rouge, Giulia Soldati, Carolin Schulze, Silvio Tinello, Taryn Simon, Michael Zee

Mit (fast) allen Sinnen genießen...

Die Ausstellung lädt zum Sehen, Fühlen, Hören und Mitmachen ein. Sie bietet wichtige Informationen in Englisch, Einfacher Sprache, Deutscher Gebärdensprache sowie Tastobjekte mit Audiodeskription.

Die Ausstellungskapitel

I. Produzieren – Zwischen Feld und Labor

  • VON DER NATUR LERNEN
  • VORHANDENES OPTIMIEREN
  • LAND IN DER STADT
  • ANDERES ESSEN

Was werden wir in Zukunft essen? Und wie werden wir es produzieren? Das sind drängende Fragen, denn die Ressourcen schwinden, die Artenvielfalt ist gefährdet und durch den Klimawandel drohen ernstzunehmende Konsequenzen. Wissenschaft und Praxis reagieren auf solche Herausforderungen. Viele der Ansichten und Vorschläge für eine Zukunft der Lebensmittelproduktion sind jedoch grundverschieden. Spitzentechnologie und spezialisiertes Wissen scheinen dabei einem ganzheitlichen Denken und Forderungen nach mehr Naturnähe gegenüberzustehen. Welche Chancen und Risiken hängen mit den Zukunftsvisionen von heute zusammen? Und welche Rolle spielen dabei Mensch und Natur?

 

 

Zum Reinhören und -schauen...

Standpunkte zu CRISPR/Cas

Christiane Grefe (Recherche), Blanka Stolz (Text), 2019

Im Juli 2018 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Genom-Editierung als Gentechnik gekennzeichnet werden muss und der Anbau ebenso zu regulieren ist wie bei bisheriger Gentechnik. Doch die Debatte über Anwendung und Zulassung geht weiter. Die hier versammelten Standpunkte wurden aus Interviews, Artikeln und Pressemitteilungen zusammengestellt. Sie stehen stellvertretend für die Hauptargumente unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen für oder gegen CRISPR.

 

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Raspberry Days (Vorschaubild zum Video)
Wojtek Doroszk

2008, Video, 18:47 Min. Courtesy of the artist und Galerie Joseph Tang, Paris

Aus Bildern und Klängen entwirft Doroszuk den Traum eines Saisonarbeiters. Der Film steigert die Beerenernte im norwegischen Innvic zu einer liebevollen Beziehung zwischen Mensch und Natur, untermalt von einem Lied aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Così fan tutte“ (1790): „Weht leise, ihr Winde / Seid milde ihr Wogen / Und all ihr Elemente / Sei freundlich euer Wirken / Nach unserem Begehr“.


II. Handeln – Im Netzwerk des Weltmarkts

  • GLOBALER HANDEL MIT NAHRUNG am Beispiel von Zucker, Hähnchenfleisch und Soja
  • ALTERNATIVES UNTERNEHMERTUM
  • ALTERNATIVE WIRTSCHAFTSMODELLE

Der Weg von Lebensmitteln in den Supermarkt ist lang und etappenreich. Nur wenige Großkonzerne dominieren dabei Produktion, Verarbeitung und Einzelhandel. Weltweit können kleine Betriebe mit den Preisen der Global Player kaum konkurrieren. Zudem verstärken Börsenspekulationen mit Rohstoen die Schwankungen der Marktpreise. Im globalen Süden trägt der einseitig beherrschte Weltmarkt zur Zerstörung von Ökosystemen und Lebensgrundlagen bei. Die Beschäftigung mit diesen Zuständen und den vielfältigen Ursachen des Klimawandels führt dazu, dass zahlreiche Menschen unser gesamtes Wirtschaftssystem infrage stellen. Wie ist ein Handel mit Nahrung möglich, der weltweit auf Nachhaltigkeit und Fairness baut?

Ausstellungsabteilung "Handeln" gefördert durch

III. Wählen – Der Supermarkt der Zukunft

ERNÄHRUNGSKRITERIEN:

  • Geschmack
  • Preis
  • Nachhaltigkeit
  • Gesundheit

Essen ist heute ein hart umkämpftes Feld. Zahllose Entscheidungen sind zu treffen, die gegen die Meinungen und Handlungen anderer verteidigt werden müssen. Wonach wähle ich meine Lebensmittel aus? Was bedeutet das für mich und für andere? Warum liegen Wunsch und Wirklichkeit oft so weit auseinander, wenn es darum geht, was wir in den Einkaufswagen legen? Dort, wo die meisten Menschen genug zu essen haben, werden aus Ernährungsentscheidungen Ernährungsstile. Ihre Spanne reicht von Lifestyle und digitalen Esskulturen bis hin zu Bewegungen, die sich mit der Wahl ihrer Lebensmittel für Tierwohl und Klimaschutz einsetzen. Lässt sich mit dem Essen von heute die Welt von morgen gestalten?

 

 

Zum Reinschauen...

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M95 Schwarzenegger Englisch (Vorschaubild zum Video)
Weniger Fleisch, weniger Hitze // Less Meat, Less Heat

WildAid China, James Cameron (Regie, *1954), Arnold Schwarzenegger (Schauspieler, *1947)
2016, Video, 0:46 Min.
© WildAid

Schwarzenegger, Politiker und ActionfilmDarsteller, setzt sich mit diesem Video breitenwirksam für einen geringeren Fleischkonsum ein – und damit für Klimaschutz und Gesundheit. Als früherer Bodybuilder steht er dafür ein, dass Fleischverzehr sogar zur Ausübung von Kraftsport entbehrlich ist. Angeregt wurde die Kampagne von chinesischen Bestrebungen, den heimischen Fleischkonsum um 50% zu senken.

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M54 Love goes through the stomach (Vorschaubild zum Video)
Love goes through the Stomach

NEOZOON
2017, YouTube Collage, 14:34 Min.

Wie widerspruchsreich das Verhältnis von Menschen zu ihrem Essen und zu Nutztieren sein kann, zeigt das Künstlerinnenkollektiv Neozoon in seiner Collage. Sie besteht aus filmischen Fundstücken aus dem Internet. Beliebte Netz-Phänomene wie das Essen vor der Kamera (Mukbang) oder Videos, die durch Geräusche ein angenehmes Kribbeln bewirken (ASMR), dienten der Gruppe als Material.

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Word Count 06 - Bridget over troubled waters (Vorschaubild zum Video)
Word Count 06 - Bridget over troubled waters

Kasia Fudakowksi (*1985)
2020, Installation und HD-Farbvideo, 9:35 Min.

In der nahen Zukunft stellen Wissenschaftler*innen fest, dass der dramatisch steigende Meeresspiegel durch die Menge der von uns Menschen gesprochenen Worte verursacht wird. Zur Bekämpfung des Meeresanstiegs wird ein so genanntes "Eindämmungsgesetz" (Cage Law) verabschiedet, das die Wortmenge für jede*n einzelne*n Bürger*in auf maximal 433 Wörter pro Tag begrenzt.

In dieser Welt der begrenzten Ressourcen kommt es zwischen dem sich ändernden gesellschaftlichen Klima und dem sich wandelnden Umweltklima zu Kollisionen, in denen sowohl der Erfindungsreichtum als auch der unschöne Charakter der Maßnahmen, mit denen sich die Menschheit anzupassen sucht, deutlich zutage tritt...

Epilog: Das "Festmahl"

Jede Festtafel stiftet eine Beziehung zwischen Menschen. „Sich an einen Tisch zu setzen“ bedeutet auch, unterschiedliche Meinungen gegeneinander abzuwägen. Und das ist bei wenigen Themen so notwendig wie bei dem individuell und gesellschaftlich wichtigen Essen. Sollten Technik und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion künftig Hand in Hand gehen? Wird tier- und umweltfreundlich erzeugte Nahrung einmal für alle erschwinglich sein? Das Gastmahl, zu dem wir Sie alle einladen, kann nicht verspeist werden. Doch veranschaulicht es die Zusammenhänge und die Widersprüchlichkeiten aktuell diskutierter Visionen eines Essens für die Welt von morgen. Welche Zukunft ist für Sie tatsächlich genießbar?

Pressestimmen

Die Zukunft des Essens ist längst da. Dem Thema widmet sich derzeit das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden in der überaus sehenswerten Austellung »Future Food. Essen für die Welt von morgen«. Es gehe dabei nicht um die großen Probleme, vor denen wir stehen, sondern die Herausforderungen künftiger Ernährung und wie weltweit daran gearbeitet wird, diese zu bewältigen, sagt die Kuratorin Viktoria Krason. »Wir machen hier kein Science-Fiction, sondern zeigen, worüber wirklich diskutiert und was schon ausprobiert wird.« Stefan Locke, FAZ Woche
»Future Food« macht klar, das richtige Konzepte zur falschen Zeit gar nichts bringen. (...)»Future Food« drängt zur Selbstbefragung »Wie und was will ich essen?« Stefan Kelch, ZDF heute Journal
Der Schmaus ist vorbei, der Bauch voll, die Teller abgegessen. So beginnt die Ausstellung >Future Food< im Deutschen Hygiene-Museum. Und stellt damit die erste Frage: Was eigentlich bedeutet Essen heute? Nahrungsaufnahme ist längst nicht mehr nur lebensnotwendig. Essen ist individuell, Essen ist ein Statement. Henrike Sandner, MDR artour
Mehr als eine Schlechtwettervariante ist die neue Ausstellung im Deutschen Hygienemuseum in Dresden. Unter dem Titel >Future Food< zeigt das Museum bis zum 21. Februar 2021 historische Ansätze und aktuelle Ideen zu Nahrungsmittelherstellung und Handel mit Lebensmitteln und weist zugleich auf Probleme hin. MDR Sachsen Radio
>Future Food<, eine Ausstellung im Deutschen Hygienemuseum stillt – ohne Frage – den Wissenshunger, serviert Ausstellungsobjekte aus der historischen und futuristischen Landwirtschaft und Essensforschung, dazu appetitliche Gemälde, eine doppelte Portion digitale Essenskunst und als Zwischengang interaktive Stationen, um als Besucher selbst aktiv zu werden. Heike Schwarzer, Deutschlandfunk
In mehreren Kapiteln zeigt die Ausstellung im Deutsche Hygiene-Museum in Dresden den Weg unserer Nahrung vom Anbau bis auf den Tisch. Mit Blick auf den Klimwandel, den Artenschutz oder die Ressourcen-Knappheit ginge es auch darum, zu schauen, welche Visionen für die Zukunft der Ernäherung enstehen, so Viktoria Krason. Kathrin Hondl, SWR2
Ob man sich seinen Teller füllt mit billigen, in Tütenmarinade ertrinkenden Schweinefleischbrocken oder einer veganen Avocado-Mousse, jeder sieht sich heute mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert. Woher kommt mein Essen? Was steckt darin, wie hochwertig ist es? Wie viele Menschen wurden dafür ausgebeutet, wie viele Tiere misshandelt, Umweltressourcen gefährdet? Warum kaufe ich Nahrung in der Plastikpackung, obwohl ich weiß, was die Plastikflut für die Weltmeere bedeutet? [...] Es ist ein weiter Bogen, den die Ausstellung zieht. Neben viel Information gibt es zahlreiche Kunstwerke, die auf die Widersprüche unserer Zeit und von uns selbst deuten, die Stoff bieten zum Nachdenken und Diskutieren. Christina Wittig-Tausch, Sächsische Zeitung
In der aktuellen Ausstellung >Future Food< zeigt das Dresdner Museum historische Ansätze und Wendepunkte sowie aktuelle Ideen zu Nahrungsmittelherstellung und Handel mit Lebensmitteln. monopol Magazin
>Future Food< soll Lust machen, sich mit dem komplexen Thema auseinanderzusetzen. Sie klärt auf und vermittelt Wissen über Verteilungsgerechtigkeit, die Macht der Lebensmittelkonzerne oder auch den Zusammenhang von Essen und Leben. Die Spanne der Objekte reicht vom Gerät für Permakultur-Anbau über ein Faksimile des Patents auf Sojawurst von 1919 bis zum Prototyp des transparentesten Hühnchens der Welt. Simona Block, dpa
Die Ausstellung konfrontiert mit globaler Verteilungsgerechtigkeit, vegetarischer Ernährung und der Macht von Lebensmittelkonzernen. Sie setzt aber auch auf Essen als Genuss, als Grundlage für Identität und Gemeinschaft. Katharina Rögner, epd
Der Appell, bewusster zu kontollieren, was wir täglich aus Hunger oder nur des Appetits wegen in uns hineinstopfen, ist einer der verborgenen pädagogischen Zeigefinger der neuen Sonderausstellung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Michael Bartsch, Dresdner Neueste Nachrichten
Im Hygiene-Museum ist man ja gern der Zeit voraus. Nicht nur, was die Themen, das Ausstellungsdesign, die Interaktion mit dem Publikum angeht. [...] Und schon da hat einen das Hygiene-Museum da gepackt, wo es bewährt besonders gut zugreift: Es hält uns den Spiegel vor, lässt uns den Diskurs nicht nur unbeteiligt von außen betrachten, sondern zwingt uns mitten hinein, gern in Kapitel unterteilt. Katja Solbrig, SAX
Ernteroboter, schwimmende Farmen und Sojawürste: Bei der Ausstellung >Future Food< im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden geht es um Zukunftsfragen. Henning Dicks, Farm. Food. Future.
Die Ausstellung sollte inklusiv werden und das ist sie auch geworden. Für Besucher*innen mit Beeinträchtigung gibt es bereits vor dem Ausstellungseingang eine umfassende Erläuterungstafel u. a. mit taktilem Übersichtsplan und Erklärungen der Symbole. So können die Gäste entscheiden, ob sie zu ausgewählten Ausstellungsstücken über Kopfhörer [...] die Informationen in Einfacher Sprache anhören oder in Deutscher Gebärdensprache als Video nutzen möchten. Zudem können blinde Besucher*innen die Texte mit Bildbeschreibung abrufen. Es gibt Ausstellungsstücke zum Tasten und Riechen. Alle Ausstellungstexte stehen zweisprachig in Deutsch und in Englisch bereit. Alle Tische sind mit dem Rollstuhl unterfahrbar. Christine Jeglinsky, Inklusionsnetzwerk Sachsen
Ein Fazit drängt sich dabei auf: Ernährung ist ein Thema, das es längst verdient hat, dass sich damit nicht nur Ausstellungen beschäftigen. Sie wäre ein eigenes Museum wert. Die Dresdner Ausstellung wäre eine hervorragende Grundlage dafür. Jörn Kabusch, taz

Bildungsangebote

...für Erwachsene

  • Foodexpert*innen

    Kommen Sie mit unseren Live-Speakern in der Ausstellung ins Gespräch.
    samstags, 15 bis 17 Uhr

  • Inklusive Angebote

    Führungen für blinde und seheingeschränkte Besucher*innen
    mit ausführlichen Beschreibungen und taktilen Zugängen

    Dienstag, 14. Juli 2020, 16:30 Uhr

    Dienstag, 13. Oktober 2020, 16:30 Uhr (VA im Rahmen der „Woche für das Sehen“)
    Samstag, 28. November 2020, 11 Uhr


    Führungen in Einfacher Sprache

    Sonntag, 6. September 2020, 11 Uhr
    Sonntag, 31. Januar 2021, 11 Uhr


    Führungen mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache

    Sonntag, 4. Oktober 2020, 16 Uhr
    Sonntag, 24. Januar 2021, 16 Uhr


    Einfach Kochen

    Rundgang durch die Ausstellung in Einfacher Sprache und Kochkurs in Kooperation mit der Volkshochschule Dresden e.V.
    Termine finden Sie ab Juni 2020 unter
    www.dhmd.de oder www.vhs-dresden.de
    Teilnahme nur nach Anmeldung unter
    barrierefrei@vhs-dresden.de

...für Familien

  • Ernährungsdschungel: Finde deinen Weg!

    Mit unserer Rallye erkundet ihr die Ausstellung auf eigene Faust! Das Heft erhaltet ihr gegen Spende unmittelbar vor der Ausstellung. Ihr entscheidet selbst, was Ihnen die Rallye wert ist. Online ist die Ralley hier erhältlich: PDF
  • Zum Mitmachen: Gewinnspiel "My future food" bis zum 24.08.

    Für unsere große Festtafel in "Future Food" suchen wir eure persönlichen Lieblingsgerichte! Sendet uns die Rezepte (inklusive Foto) per Email an info@dhmd.de oder postet sie unter dem Hashtag #myfuturefood. Unter allen Teilnehmer*innen vergeben wir nicht nur einen exklusiven Platz in der Ausstellung, sondern verlosen auch gemeinsam mit der museumsKÜCHE 2 Gutscheine für ein gemütliches Essen für 2 Personen. Also ran an die Kochlöfffel!

    TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Veranstaltungen

Gruppenbild der vier Stammautoren
Literatur
Do. 20. Aug, 20:00 Uhr

Lesebühne Sax Royal feat. Ahne

Zum Fressen gern

Details
Symmetrisch angeordnetes Frühstüc mit Dumplings, Früchten und Tee
Vortrag/Diskussion
Do. 1. Okt, 19:00 Uhr

Gemeinsam zu Tisch: Ein interreligiöses Gastmahl

Details
Symmetrisch angeordnetes Frühstück mit Gebäck, Erdbeeren und Tee
Literatur
Do. 12. Nov, 19:00 Uhr

Food for Future. Literarische Rezepte für die Welt von morgen

Lesung und Gespräch mit den Schriftstellern Eckhart Nickel und Ingo Niermann

Details
Symmetrisch angeordnetes Frühstück mit Gebäck, Früchten und Kaffee
Vortrag/Diskussion
Do. 19. Nov, 19:00 Uhr

Superfood der Dürre

Eine Spekulative Dinner Performance von UnDesignUnit

Details

Videocast

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Produzieren: Welche Landwirtschaft ernährt uns heute und in Zukunft? (Vorschaubild zum Video)

#1 Produzieren: Welche Landwirtschaft ernährt uns heute und in Zukunft?

Folge 1 der Videocast-Reihe Dresdens Future Food blickt auf den gegenwärtigen Zustand der Landwirtschaft und fragt, was diese krisensicher und zukunftsfähig macht. Sie sucht Antworten auf drängende Fragen der Nahrungsmittelerzeugung zwischen industrieller und biologischer Landwirtschaft, zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Spitzentechnologie und Naturnähe.

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Handel: Wer versorgt uns heute und in Zukunft (Vorschaubild zum Video)

#2 Handel: Wer versorgt uns heute und in Zukunft

Die zweite Folge der Videocast-Reihe fragt danach, wie ein krisenfähiger Handel in Dresden aussehen kann und ob dieser vermehrt regional oder global ausgerichtet sein sollte. Wir sprechen über Wirtschaftlichkeit, Fairness und Genuss und gehen der Frage nach, wie kurze Wege, globale Handelsstrukturen und der Kontakt zu Konsument*innen und Produzent*innen den regionalen Handel prägen.

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Wählen: Welche Ernährung tut uns und dem Klima gut? (Vorschaubild zum Video)

#3 Wählen: Welche Ernährung tut uns und dem Klima gut?

In Folge 3 der Videocast-Reihe "Dresdens Future Food" beschäftigt uns die Frage, wie wir durch unsere Ernährungsentscheidungen unser eigenes Wohlbefinden, aber auch Umwelt und Klima beeinflussen.

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Essen: Was und wie essen die Dresdner damals, heute und morgen? (Vorschaubild zum Video)

#4 Essen: Was und wie essen die Dresdner damals, heute und morgen?

In der vierten und letzten Folge von Dresdens Future Food machen wir uns Gedanken darüber, ob die Menschen durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie ein neues Verhältnis zur kunstvollen Zubereitung von Speisen entwickeln. Wir sprechen über die Restaurantgewohnheiten der Dresdner, Pizza in der DDR, die Festtafeln von August und Essen in Zeiten der Krise. Und uns interessiert, inwiefern Ernährung heute zwar mehr denn je Statussymbol ist und trotzdem weit mehr als soziale oder politische Distinktion.

Zero-Waste-Turorials: Kochen statt Wegwerfen

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Zero-Waste-Küche I: Ein (Pa)radieschen. Saisonale Rohkost scharf und süß (Vorschaubild zum Video)

Vorspeise: Ein (Pa)radieschen. Saisonale Rohkost scharf und süß

Passend zur Sonderausstellung zeigen Maria, Rosa und Stefanie von der Initiative "Zur Tonne", wie ein leckeres Menü aus altem Brot und saisonalem und regionalem Obst und Gemüse entsteht! Die Vorspeise beginnt noch brotlos mit einem leckeren Rohkostsalat.

Hauptzutaten:

• 2 Äpfel

• 1 Rote Beete

• 1 Bund Radieschen

Zusätzlich:

• Honig, Zucker, Agavendicksaft oder Zuckerrübensirup (Hauptsache Zucker)

• 1 EL Apfelessig, Zitronensaft, Zitronenkonzentrat (Hauptsache Säure)  

• Öl oder Fett zum Anbraten, am besten Raps- oder anderes hitzestabiles Pflanzenöl 

Geräte:

• Reibe, 1 Schüssel, Pfanne, Messer

 

Zubereitung:

1. Äpfel, Rote Beete und Radieschen waschen. Wenn ihr wollt schält ihr die rote Beete und die Äpfel (gebt die Schalen gern in eine Auflaufform oder Backblech um mit etwas Öl und Salz daraus Chips zu machen)

2. Dann reibt ihr auf der groben Seite der Reibe zuerst die Rote Beete in eine Schüssel und danach den Apfel darauf. Gebt im Anschluss gleich den Zitronensaft darauf, vermischen alles und stellt es beiseite.

3. Das Grün der Radieschen abzupfen und in die zweite Schüssel geben. Dann die Radieschen vierteln und in der Pfanne leicht anschwitzen. Sie verändern leicht ihre Farbe ins Rosa.

Dann den Honig bzw. die Süße dazugeben und leicht karamellisieren. Bei Zucker einfach noch einen

Schluck Wasser dazu geben.

4. Dann die Radieschen zusammen mit dem Öl-Zucker-Saft über den Salat geben

Möglichkeiten den Salat zu toppen sind Sprossen, Kerne, Frühlingszwiebeln, Petersilie etc.

Alles in kleinen Schüsseln oder auf einem Teller anrichten.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Kochen und vor allem Guten Appetit!

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Zero-Waste-Küche II: Knusprige Brotletten auf grünem Bett (Vorschaubild zum Video)

Hauptspeise: knusprige Brotletten auf grünem Bett

Teil 2: Aus altem Brot werden fleischlose Brotletten zubereitet, die mindestens genauso gut schmecken wie Buletten. Wer bislang des Grünzeug vom Radieschen- oder Möhrenbund weggeschmissen hat, erfährt außerdem, dass man daraus ein leckeres Pesto zaubern kann.

Das Rezept stammt vom Verein Restlos Glücklich aus Berlin. Weitere leckere, klimafreundliche
Koch-Inspirationen findet ihr auf: www.restlos-gluecklich.berlin/rezepte

Brotletten


Zutaten:

• 1 altes doppeltes Brötchen oder 100 g Brot dazu 40g geriebenes Brot oder Semmelbrösel

• 1 Zwiebel

• 1 Zehe Knoblauch

• 1 Rote Beete

• Salz, Pfeffer

• 100 ml Gemüsebrühe

• Öl

• Mehl

• Gewürze nach Geschmack, z.B.: Harissa, Kurkuma, Paprika, Curry, Ingwer, Kräutern, Zitrone, etc.


Geräte:

• Reibe, 2 Schüsseln, Pfanne, Messer

 

Zubereitung:

1. Brot o. Brötchen klein schneiden und in Wasser oder Gemüsebrühe einweichen und beiseite stellen
2. Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden, in der Pfanne mit Öl anschwitzen, in die Schüssel zum eingeweichten Brot geben  
3. Die rote Beete auf der kleinsten Reibefläche in die Schüssel dazu reiben
4. Aus dem Brötchen oder Brot das Wasser auswringen und in die Schüssel geben
5. Mit Pfeffer, Salz und allem was ihr wollt würzen und einen EL Öl dazugeben
6. alle richtig gut vermischen, ca. 5 Minuten per Hand kneten. Danach für 30 Minuten bei Seite stellen
7. Wenn der Teig zu feucht wird, könnt ihr Mehl hinzugeben. Wenn er zu trocken ist Gemüsebrühe nachgießen und nochmal alles vermengen
8. eine kleine Probebrotlette in der Pfanne anbraten, um zu sehen ob sie zusammenhalten und um zu
probieren wie sie schmecken
9. Brotletten formen (ca.12 Stück bei mittlerer Größe) und in heißem Öl knusprig gold-braun in der Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten (ca. 3-4 Minuten pro Seite)

Radieschengrünpesto

In den der Zeit in der die Brotlettenmasse ruhen soll, bereitet ihr das Pesto zu


Zutaten:

• Radieschengrün (siehe Vorspeise)
• 1-2 Handvoll Sonnenblumenkerne
• 1 Scheibe Brot
• Rapsöl
• Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb (ggf. von der Vorspeise)


Geräte:

• Gefäß zum Pürieren, Pürierstab, Pfanne


Zubereitung:

1. Die Radieschenblätter von der Vorspeise nochmal kontrollieren ob sie sauber sind

2. Sonnenblumenkerne in der Pfanne ohne Öl anrösten und danach zu den Radieschenblättern

geben. Vorsicht: die Kerne brennen schnell an!

3. Das Brot kleinschneiden und mit Öl in der Pfanne anbraten und zu den anderen Zutaten geben.

4. Jetzt noch etwas Öl dazugeben und alles mit dem Pürierstab zerkleinern. Langsam mehr Öl

dazugeben bis alles eine homogene Masse ist und die Sonnenblumen vollständig zerkleinert sind.

5. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb würzen bis es euch schmeckt!

6. Schneidet euch noch so viele Scheiben Brot ab wie ihr wollt und toastet sie oder röstet sie in der Pfanne.


Wenn die Brotletten fertig gebraten sind das Pesto auf die Brotscheiben schmieren und die noch warmen Brotletten dazu genießen.

 

Wir wünschen viel Spaß beim Kochen und vor allem Guten Appetit!

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Zero-Waste-Küche III: Süßer Brotauflauf (Vorschaubild zum Video)

Nachspeise: Süßer Brotauflauf

Mit ein wenig Obst und Pudding aufgepeppt wird aus alten Brötchen ein Brotauflauf zum Anbeißen!

Zutaten:

• 1 Packung Puddingpulver

• 500 ml Pflanzen- oder Kuhmilch

• 1-2 Äpfel oder alternativ  Schattenmorellen aus dem Glas oder Tiefkühlobst

• Pflanzliche Butter / Margarine oder Butter

• 4 Scheiben Brot oder 2-3 Brötchen

• Zimt

• Zucker

• Jede Art von Nüssen

• Rosinen oder andere Trockenfrüchte

Geräte:

• Auflaufform, Topf, Messbecher, Messer, Rührbesen, Ofen

 

Zubereitung:

1. Puddingpulver nach Anleitung zubereiten. (Falls kein Puddingpulver verfügbar ist, 40g Speisestärke
mit 20g Zucker vermischen und mit 500ml Milch aufkochen.)
2. Brot und/oder Brötchen in Würfel schneiden und in eine gefettete Form geben. 1-2 geschnittene
Äpfel, Nüsse und/oder Trockenfrüchte untermischen.
3. Den warmen Pudding über die Mischung gießen und mit Zimt bepudern und einige Flocken
pflanzliche Butter über den Auflauf verteilen.
4. Im Ofen bei 180°C für 20min backen und noch warm verspeisen!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Kochen und vor allem Guten Appetit!

Ausstellungsteam

Kuratorin und Projektleitung: Dr. Viktoria Krason

Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Anna-Lisa Dieter

Wissenschaftlich-kuratorische Assistenz: Bettina Beer, Linnéa Richter

Volontärin: Maria Matthes

Ausstellungsgestaltung: Groenlandbasel Architektur und Ausstellungen, Basel; Bernhard Schweizer; Matthias Schnegg, Salome Rätz; Anna Zaugg

Ausstellungsgrafik, Plakat & Flyer: Little Adén ­ Design & Strategy, Berlin

Medienplanung und -umsetzung aufwändiger Installationen: +lab, Halle 

Bauleitung: Jürgen Zehnpfennig, Berlin


Wir danken unserem wissenschaftlichen Beratergremium, unseren Berater*innen im Bereich Inklusion, der Fokusgruppe Ausstellungskonzept, der Projektgruppe „Rezepte für die Welt von morgen“, den wissenschaftlichen Hilfskräften, Medien- und Objektproduzent*innen, Übersetzer*innen, Mitarbeiter*innen aus den DHMD-Werkstätten und allen weiteren beteiligten Kolleg*innen des Deutschen Hygiene-Museums.

Rundgang

Förderer

 

 

Förderer der Vermittlungsangebote