Im Foyer des Museums stehen Metallaufsteller mit Schwarz-Weiß-Texten und Fotografien aneinandergereiht. Im Zentrum des Fotos steht eine Frau in schwarzer Kleidung und hellblauem Schal vor einem Aufsteller. Sie trägt eine Maske, eine Sehbrille und Kopfhörer. In den Händen hält sie einen Hörverstärker vor dem Körper. Ihre Augen sind geschlossen.

Einige waren Nachbarn

Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand

04. März 2022 - 01. Mai 2022

Über die Ausstellung

Eine Wanderausstellung des United States Holocaust Memorial Museums im Foyer

Die Ausstellung stellt die zentrale Frage: Wie war der Holocaust möglich? Die herausgehobene Rolle von Hitler und anderer führender Persönlichkeiten der NSDAP für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Tätergruppe von unzähligen anderen Menschen ist weniger bekannt. In NS-Deutschland und im von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall – in Regierung und Gesellschaft – Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

Die Ausstellung untersucht die Rolle der Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt aber auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in extremen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.

Ausführliche Informationen über die Wanderausstellung finden Sie auch auf der Website des United States Holocaust Memorial Museum.

 

 

Das Programm zum Ausdrucken

Pressemappe

Zum Nachschauen

Video-Mitschnitt: Diskussion zur Eröffnung "Einige waren Nachbarn"

Anja Apel, Lehrerin an der Freien Alternativschule Dresden
Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende des Landesverbands Sachsen der Jüdischen Gemeinden
Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus
Dr. Klaus Müller, Europa-Repräsentant des United States Holocaust Memorial Museums
Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse der Freien Alternativschule Dresden
Moderation: Uta Burkhardt, MDR

 

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Das Holocaust Museum

Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. ist ein lebendiges Mahnmal für den Holocaust und inspiriert Bürgerinnen und Bürger und führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt, dem Hass entgegenzutreten, Völkermord zu verhindern und die Menschenwürde zu fördern. Die weitreichenden Bildungsprogramme und die globale Wirkung des Museums werden durch großzügige Spender ermöglicht. Für weitere Informationen besuchen Sie unsere deutschsprachigen Ressourcen unter ushmm.org/einige-waren-nachbarn.

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