In der Bildmitte liegen eine junge Frau und ein junger Mann hintereinander auf einem riesigen Bett. Das Bett hat etwa die Größe von drei Doppelbetten und ist dunkelblau. Auf dem Bett liegen mehrere Kissen in den Farben Lila, Grün und Gelb. Die beiden Personen liegen auf den Kissen. Der junge Mann im Bildhintergrund hält ein Kissen in den Armen und hat die Augen geschlossen. Die Frau im Vordergrund hat die Augen offen und den Blick nach oben gerichtet.

Wie geht’s?

Die Ausstellung über mentale Gesundheit

07. März 2026 - 04. April 2027

Über die Ausstellung

Wie geht's? Diese Frage stellen wir oft ganz unbedacht. Doch nicht allen fällt eine Antwort leicht: Denn weltweit leben rund eine Milliarde Menschen mit einer psychischen Erkrankung, in Deutschland etwa jede:r vierte Erwachsene. Wann geht es uns gut, und ab wann geraten wir aus dem Gleichgewicht? Was sind die äußeren Ursachen für innere Krisen?

Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse zu mentaler Gesundheit mit den Perspektiven von Menschen, die über ihren ganz persönlichen Umgang mit psychischen Herausforderungen sprechen. Sie thematisiert, wo und wie Betroffene Hilfe finden, und welche Rolle Diagnosen, Psychopharmaka und Alltagsstrategien spielen. Schließlich stellt die neue Sonderausstellung zur Debatte, was eigentlich als „gesund“ und als „krank“ definiert wird, und welchen Einfluss Diskriminierung, Einsamkeit oder Wohlstand auf unser mentales Wohlbefinden haben.

Mit künstlerischen, medialen, interaktiven und spielerischen Zugängen lädt die Ausstellung dazu ein, sich vertieft mit einem Thema auseinanderzusetzen, das uns alle betrifft – und nimmt damit die Frage Wie geht's? wirklich ernst.

Ihr Besuch

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Hinweis

Bitte beachten Sie, dass es bei großem Besuchsandrang zu längeren Wartezeiten vor der Ausstellung kommen kann.

Tickets

  • Eintritt: 12 € / ermäßigt: 6 € / bis 16 Jahre: frei
  • Führung buchen: service@dhmd.de, 0351 4846-400 (Di - Fr, 9-12 Uhr & 13-14 Uhr)

Galerie

Themen

Ich fühle was, was du nicht siehst
Die Ausstellung gibt eingangs einen Überblick über die aktuelle gesellschaftliche Situation in Deutschland: Wie verbreitet sind psychische Erkrankungen und welche sind die häufigsten? Wer trägt ein erhöhtes Risiko zu erkranken und wie wirken soziale Bedingungen auf die innere Verfassung? Während Zahlen, Daten und Fakten Orientierung bieten, eröffnen die künstlerischen Arbeiten einen anderen Zugang. Sie finden Ausdruck für das, was im Alltag oft unsichtbar bleibt – die ganz subjektive Erfahrung des eigenen inneren Zustandes.


Danke der Nachfrage
Wenn psychische Belastungen das Denken, Fühlen und Handeln stark beeinflussen und den Alltag einschränken, brauchen viele Menschen Unterstützung. Im Gesundheitssystem ist für den Zugang zu Therapie und Leistungen meist eine Diagnose notwendig. Für Betroffene bedeutet sie oft mehr: Erleichterung, Erklärung – oder manchmal auch Scham und Stigma. 
Das zweite Kapitel zeigt: Diagnosen ordnen Erfahrungen, schaffen eine gemeinsame Sprache zwischen Patient:innen und Behandler:innen. Sie sind historisch gewachsen, verändern sich mit wissenschaftlichen Paradigmen und gesellschaftlichen Normen und spiegeln auch Kämpfe um Hilfe und Sichtbarkeit wider.


Mal so, mal so
Höhen und Tiefen sind Teil des Lebens - entscheidend ist nicht, ob Herausforderungen auftreten, sondern mit welchen Strategien wir ihnen begegnen. In einer Gesellschaft, die auf Leistung, Produktivität und Selbstoptimierung ausgerichtet ist, kann Bewältigung auch bedeuten, dem ständigen „Mehr“ ein bewusstes „Genug“ entgegenzustellen und sich dem Leistungsdruck zu entziehen. Der letzte Bereich der Ausstellung untersucht, wie verschieden Wege durch schwierige Phasen sein können – von Selbstfürsorge bis zur Entscheidung, Unterstützung zu suchen. Manche dieser Wege sind nicht nur individuell: Mentale Gesundheit entsteht auch durch unterstützende Strukturen - in Forschung, Politik und zivilgesellschaftlichem Engagement.  

 

Künstler:innen

Mit Werken von:

  • Liz Atkin
  • Karolina Balcer
  • Franco Belluci
  • Yi Fei Chen
  • Leigh de Vries
  • Christine Färber
  • Markus Färber
  • Anouk Kruithof
  • Norm Magnusson
  • Iris Mausch
  • Carol Nguyen
  • Sam Reece
  • Varya Rootwood
  • Theresa Rothe
  • Melissa Spitz
  • Nives Widauer
  • Paula Wolber

 

Video
Varya Rootwood: Groundhog Year, 2022 

Hilfeangebote

Mut-Atlas

Ein deutschlandweiter Online-Wegweiser mit Angeboten zur Unterstützung bei psychischen Belastungen, Krisen und Erkrankungen

Mehr erfahren

Telefon-Salon

Kontakte der psychologischen- und psychosozialen Angebote, die sich im Telefonsalon unserer Ausstellung vorstellen

Mehr erfahren

Gut zu wissen...

Unsere Visual Story hilft Ihnen, sich auf den Besuch im Deutschen Hygiene-Museum vorzubereiten.

Diese Darstellung ist nicht barrierefrei.



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Führungen

Öffentliche Führungen


  • alle 2 Wochen samstags, 15 Uhr
  • für alle ab 12 Jahren, ohne Anmeldung
  • mit Museumsticket kostenfrei
     
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Buchbare Ausstellungsführung


  • für Erwachsenengruppen
  • Dauer: ca. 1h
  • Anmeldung: service(at)dhmd.de, Tel. 0351 4846-400
Unverbindlich anfragen

Inklusive Angebote


  • Öffentliche Führung mit Verdolmetschung in DGS 
    Sa 29. August und Sa 24. Oktober, 15 Uhr
     
  • Öffentliche Führung in Einfacher Sprache 
    Sa 11. Juli und Sa 26. September, 11 Uhr
     
  • Hörführung am Telefon
    Di 13. Oktober, 18 Uhr mit Anmeldung
     
  • Öffentliche Führung für Blinde und seheingeschränkte 
    Besucher:innen 
    Sa 17. Oktober, 11 Uhr mit Anmeldung

Specials

Stille Stunde

An jedem letzten Mittwoch im Monat von 17 – 19 Uhr
Reduzierte Licht- und Geräuschreize in der Ausstellung, die Zahl der Besucher:innen ist begrenzt. Das Angebot richtet sich vorwiegend an Personen, die sensibel auf viele Sinneseindrücke reagieren.

 Zusätzlich: Mi 6. Mai 17 - 19 Uhr im Rahmen der Inklusionswoche

Ticket buchen

Sensory Kits

Sensory Kits können am Eingang der Ausstellung kostenlos ausgeliehen werden. Die Taschen enthalten u. a. geräusch-dämpfende Gehörschützer, taktile Materialien und visuelle Hilfsmittel, die eine individuell angepasste Wahrnehmung der Ausstellung ermöglichen.

Für Schulen

Die fächerübergreifenden Vermittlungsangebote ab Klasse 4 orientieren sich u. a. an den sächsischen Lehrplänen aller Schularten der Fächer Ethik, Sachunterricht, Biologie, Deutsch, Religion, Sachkunde und Philosophie.

In Kooperation mit AufeinanderAchten e. V.,  dem Medienkulturzentrum e.V. und der Bürgerstiftung Dresden

Alle Führungen & Workshops

Vorbereitung mit Schulgruppen

Empfehlungen für Lehrkräfte

Wir haben Hinweise für Lehrkräfte erarbeitet, die Sie sowie Ihre Schüler:innen dabei unterstützen können, sich auf den Besuch der Ausstellung „Wie geht’s?“ vorzubereiten und für die Inhalte der Ausstellung zu sensibilisieren. 

EmpfehlungenPDF | 256,02 KB

Begleitprogramm

Kalender
11.09.2026 19:00 - 21:00 Uhr
Begegnung

Mit-Mach-Chor

In der Reihe: Nice to meet you! Neue Bekanntschaften im Museum

16.09.2026 19:00 - 20:30 Uhr
Gespräch

Wenn das Klima auf die Psyche wirkt

Gespräch in Kooperation mit Health for Future Dresden

17.09.2026 19:00 - 20:00 Uhr
Vortrag, Psychische Erkrankungen

Alles über … Angststörungen

Vortragsreihe mit fundierten Einblicken in psychische Erkrankungen

19.09.2026 10:00 - 18:00 Uhr
Begegnung, Workshop

Mut-Muskel Workshop mit RADIKALE TÖCHTER

In der Reihe: Nice to meet you! Neue Bekanntschaften im Museum

20.09.2026 10:00 - 13:00 Uhr
Workshop, Begegnung DHMD, Wie geht´s? Mentale Gesundheit, Eröffnung, Dresden, Foto Anja Schneider

Workshop : Active Listening / Aktives Zuhören

Workshop mit Leigh de Vries’ Kunstwerk IT’S OK TO FEEL THINGS

20.09.2026 11:00 - 17:00 Uhr
Führung, Event, Workshop

Danke, gut! Wohlfühlsonntag im Museum

Vorträge, Führungen & Mitmach-Angebote

20.09.2026 11:00 - 12:00 Uhr
Vortrag

Vom Wollen ins Tun kommen

Interaktiver Vortrag von Lara Buschmann

22.09.2026 19:00 - 20:30 Uhr
Gespräch

Sigmund Freud - Theoretiker des Unbewussten in der Kultur

Philosophisches Gespräch im Rahmen der Reihe "Theorien zur Praxis"

23.09.2026 19:00 - 22:00 Uhr
Begegnung

Kneipenquiz

Im Rahmen der Reihe: Nice to meet you! Neue Bekanntschaften im Museum

Pressestimmen

Die Ausstellung versteht sich nicht als Ratgeber. Im besten Fall zeigt sie Wege auf, mit existenziellen Herausforderungen umzugehen.

Anja Charlet, ZDF

Es sind alarmierende Statistiken, mit denen die Besucher gleich im ersten Ausstellungsraum konfrontiert werden.

Helene Röhnsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Ausstellung auch gegen Einsamkeit: Der Bedarf ist auf jeden Fall da.

Alexander Moritz, Deutschlandfunk Kultur

Die Dresdner Ausstellung behandelt das Thema in großer Breite und mit viel Tiefgang. (…) Gleichzeitig besticht die Ausstellung durch Witz und Leichtigkeit.

Hendrik Lasch, nd

Die Ausstellung bringt das Kunststück fertig, für nahezu jedermann gemacht zu sein. Wer betroffen ist, findet Identifikation und dürfte sich verstanden fühlen. Wer Angehöriger ist (…) findet Erklärungen und Anregungen. Wer frei von allem ist findet Wissen, das vielleicht später hilft - keiner ist vor psychischen Belastungen gefeit.

Katharina Leuoth, Freie Presse

Sportgeräte und ein überdimensioniertes Bett mitten in der Ausstellung: Das Hygiene-Museum Dresden beleuchtet in "Wie geht’s" gewohnt interaktiv ein Thema, das sehr viele Menschen betrifft – die mentale Gesundheit.

Uwe Salzbrenner, Sächsische Zeitung

Der im Alltag zur Floskel verkommenen Frage nach dem Befinden des Gegenübers, angelegt im Titel, wollen die Ausstellungsmacher ganz nebenbei wieder zu der Bedeutung verhelfen, die ihr ursprünglich innewohnte. Der letzte Raum der Sonderschau ist auch deshalb als eine Art Gesprächs- und Reflexionsort konzipiert, um sich selbst und andere ganz ernsthaft zu fragen: „Wie geht es Dir und mir wirklich?“

Torsten Klaus, Dresdner Neueste Nachrichten

Dominant ist zwischen vielen Sitzkissen die Buchstaben-Installation "It's Ok To Feel Things" der Künstlerin Leigh de Vries, die - kuratorisch erhofft - von vielen Botschaften der Besucher mit Post-its beklebt und so bunt überwuchert werden soll.

Heiko Nemitz, tag24

Beteiligte


Kuratorisches Team

  • Clarissa Lütz (Co-Kuratorin & Projektleitung)
  • Rebekka Rinner (Co-Kuratorin & Projektleitung)
  • Thi Nga Nguyen (Projektassistenz)
  • Laura Schmidt (Vermittlung und Inklusion)
  • Pia Ritter (Recherche)
  • Natalie Hilsberg (Werkstudentin)

Wissenschaftliche Beratung

  • Werner-Felber-Institut Dresden

Ausstellungsgestaltung und -grafik

  • flex – Studio für Raumstrategien und Szenografie, Hamburg
  • other types, Hamburg    
     

Förderer & Partner