Wie geht’s?

Die Ausstellung über mentale Gesundheit

07. März 2026 - 04. April 2027

Über die Ausstellung

Yi Fei Chen: Tear Gun, Copyright: Design Academy Eindhoven, Photographs: Ronald Smits, 2016

Wie geht's? Diese Frage stellen wir oft ganz unbedacht. Doch nicht allen fällt eine Antwort leicht: Denn etwa jeder vierte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens psychisch. Wann geht es uns gut, und ab wann geraten wir aus dem Gleichgewicht? Was sind die äußeren Ursachen für innere Krisen?

Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse zu mentaler Gesundheit mit den Perspektiven von Menschen, die über ihren ganz persönlichen Umgang mit psychischen Herausforderungen sprechen. Sie thematisiert, wo und wie Betroffene Hilfe finden, und welche Rolle Diagnosen, Psychopharmaka und Alltagsstrategien spielen. Schließlich stellt die neue Sonderausstellung zur Debatte, was eigentlich als „gesund“ und als „krank“ definiert wird, und welchen Einfluss Diskriminierung, Einsamkeit oder Wohlstand auf unser mentales Wohlbefinden haben.

Mit künstlerischen, medialen, interaktiven und spielerischen Zugängen lädt die Ausstellung dazu ein, sich vertieft mit einem Thema auseinanderzusetzen, das uns alle betrifft – und nimmt damit die Frage Wie geht's? wirklich ernst.

Galerie

Themen

Ich fühle was, was du nicht siehst
Die Ausstellung gibt eingangs einen Überblick über die aktuelle gesellschaftliche Situation in Deutschland: Wie verbreitet sind psychische Erkrankungen und welche sind die häufigsten? Wer trägt ein erhöhtes Risiko zu erkranken und wie wirken soziale Bedingungen auf die innere Verfassung? Während Zahlen, Daten und Fakten Orientierung bieten, eröffnen die künstlerischen Arbeiten einen anderen Zugang. Sie finden Ausdruck für das, was im Alltag oft unsichtbar bleibt – die ganz subjektive Erfahrung des eigenen inneren Zustandes.


Danke der Nachfrage
Wenn psychische Belastungen das Denken, Fühlen und Handeln stark beeinflussen und den Alltag einschränken, brauchen viele Menschen Unterstützung. Im Gesundheitssystem ist für den Zugang zu Therapie und Leistungen meist eine Diagnose notwendig. Für Betroffene bedeutet sie oft mehr: Erleichterung, Erklärung – oder manchmal auch Scham und Stigma. 
Das zweite Kapitel zeigt: Diagnosen ordnen Erfahrungen, schaffen eine gemeinsame Sprache zwischen Patient:innen und Behandler:innen. Sie sind historisch gewachsen, verändern sich mit wissenschaftlichen Paradigmen und gesellschaftlichen Normen und spiegeln auch Kämpfe um Hilfe und Sichtbarkeit wider.


Mal so, mal so
Höhen und Tiefen sind Teil des Lebens - entscheidend ist nicht, ob Herausforderungen auftreten, sondern mit welchen Strategien wir ihnen begegnen. In einer Gesellschaft, die auf Leistung, Produktivität und Selbstoptimierung ausgerichtet ist, kann Bewältigung auch bedeuten, dem ständigen „Mehr“ ein bewusstes „Genug“ entgegenzustellen und sich dem Leistungsdruck zu entziehen. Der letzte Bereich der Ausstellung untersucht, wie verschieden Wege durch schwierige Phasen sein können – von Selbstfürsorge bis zur Entscheidung, Unterstützung zu suchen. Manche dieser Wege sind nicht nur individuell: Mentale Gesundheit entsteht auch durch unterstützende Strukturen - in Forschung, Politik und zivilgesellschaftlichem Engagement.  

 

Künstler:innen

Leigh de Vries: Screaming Inside, Kostüm: Tristan Rutkowski, Foto: KLOXII, 2019

Mit Werken von:

  • Liz Atkin
  • Karolina Balcer
  • Franco Belluci
  • Yi Fei Chen
  • Leigh de Vries
  • Christine Färber
  • Markus Färber
  • Anouk Kruithof
  • Norm Magnusson
  • Iris Mausch
  • Carol Nguyen
  • Sam Reece
  • Varya Rootwood
  • Theresa Rothe
  • Melissa Spitz
  • Nives Widauer
  • Paula Wolber
     

Führungen

Öffentliche Führungen


  • alle 2 Wochen samstags, 15 Uhr (ab 14. März)
  • für alle ab 12 Jahren, ohne Anmeldung
  • mit Museumsticket kostenfrei
     

Buchbare Ausstellungsführung


  • für Erwachsenengruppen
  • Dauer: ca. 1h
  • Anmeldung: service(at)dhmd.de, Tel. 0351 4846-400

Inklusive Angebote


  • Öffentliche Führung mit Verdolmetschung in DGS 
    Sa 29. August und Sa 24. Oktober, 15 Uhr
     
  • Öffentliche Führung in Einfacher Sprache 
    Sa 11. Juli und Sa 26. September, 11 Uhr
     
  • Hörführung am Telefon
    Di 13. Oktober, 18 Uhr mit Anmeldung
     
  • Öffentliche Führung für Blinde und seheingeschränkte 
    Besucher:innen 
    Sa 17. Oktober, 11 Uhr mit Anmeldung

Specials

Sensory Kits

Sensory Kits können am Eingang der Ausstellung kostenlos ausgeliehen werden. Die Taschen enthalten u. a. geräusch-dämpfende Gehörschützer, taktile Materialien und visuelle Hilfsmittel, die eine individuell angepasste Wahrnehmung der Ausstellung ermöglichen.

Stille Stunde


An jedem letzten Mittwoch im Monat von 17 – 19 Uhr  und am Mi 6. Mai 2026 im Rahmen der 
Inklusionswoche: Licht und Geräusche in der Ausstellung werden heruntergefahren, die Zahl der Besucher:innen wird auf max. 25 begrenzt.

Hand quetscht Antistressball mit Smiley-Motiv

Für Schulen

Die fächerübergreifenden Vermittlungsangebote ab Klasse 4 orientieren sich u. a. an den sächsischen Lehrplänen aller Schularten der Fächer Ethik, Sachunterricht, Biologie, Deutsch, Religion, Sachkunde und Philosophie.

In Kooperation mit AufeinanderAchten e. V.,  dem Medienkulturzentrum e.V. und der Bürgerstiftung Dresden

Alle Führungen & Workshops

Begleitprogramm

Do 19. März 2026, 19 Uhr
Erschöpfung Depression, Burn-out: Kann man an der Gesellschaft erkranken?
u. a. mit: Prof. Dr. Georg Schomerus, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uni Leipzig; Dr. Anna-Katherina Schaffner, Kulturwissenschaftlerin und Coachin für Burn-out-Prävention, Kent (GB)

Mi 25. März 2026, 19 Uhr
Macht Arbeit psychisch krank?
In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung
u. a. mit Dr. Magdalena Wekenborg, Psychobiologin und Leiterin des PsychoDigital Research Lab am Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale Gesundheit, Technische Universität Dresden und Universitätsklinikum Dresden; Prof. Dr. Thomas Rigotti, Arbeits- und Organisationspsychologe und Forschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Resilienzforschung Mainz

So 12. April 2026, 11-17 Uhr
Wohlfühl-Sonntag
Frühlingsgefühle. Ein Tag für innere Freiheit und mentales Wohlbefinden im Museum
u.a. mit Bernhard Tewes („Glimmer. Die Macht der positiven Trigger“), Kathrin Köller und Irmela Schautz („Richtig anders. Anders richtig anders. Selbstbewusst neurodivergent“), Yoga, Silent Reading, Tanz- und Improtheaterworkshops, VR-Reisen ins Belohnungssystem u.a.m.
ohne Anmeldung, mit Museumsticket kostenfrei


Likes, Levels, Leistungsdruck. Eine Veranstaltungsreihe über die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
In Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden

  • Di 14. April 2026, 19 Uhr
    Gut gebunden? Familie als Halt und „Risiko“ in der kindlichen Entwicklung
    Mit Prof. Dr. Sabine Walper, Psychologin und ehem. Direktorin des Deutschen Jugendinstitutes, und weiteren Gästen
  • Di 28. April 2026, 19 Uhr 
    Online, offline, unter Druck? Mental gesund mit sozialen Medien
    Mit Prof. Dr. Sven Lindberg, Psychologe, Universität Paderborn, und weiteren Gästen
  • 19. Mai, Dienstag, 19-21 Uhr
    Mentale Gesundheit als Thema in den sozialen Medien
    Mit Dr. Laura Wiesböck, Soziologin und Autorin von Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend (angefragt)
  • Di 2. Juni 2026, 19 Uhr
    Body positiv? Körperwahrnehmung und mentale Gesundheit
    Mit Katrin Gramatke, Psychologin und psychologische Psychotherapeutin, Stellv. Leitung des Zentrums für Essstörungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Dresden, und weiteren Gästen
  • Di 16. Juni 2026, 19 Uhr
    In der Krise? Zukunftspläne und Zukunftsängste von Kindern und Jugendlichen

Sa 18. April 2026, 19 Uhr
Freiheit im Entzug. Perspektiven auf mentale Gesundheit hinter Gittern
Filmvorführung und Gespräch

Do 30. April 2026, 19 Uhr
Science Slam_ Mental Health
In Kooperation mit Science&Stories
Line-up: Jonas Elpelt:  Karten, Klicks und Kreativität, Wiebke Schick: Im Rausch der Gefühle oder Wie wir Empathie entfachen, Foroogh Gorbani: The neural superheroes that shape your reality, Frank Nußbaum: Mind, Myth, Magic, Susanne Wendel: Life Changing Sex (in Langzeit-Ehen)

Do 7. Mai 2026, 19 Uhr
Lets Talk About Feelings
Lesung mit Leif Rand
Moderation: Dr. Anna-Lisa Dieter

Mi 3. Juni 2026, 19 Uhr
Leben und Schreiben mit der eigenen Psyche
Lesung mit Leon Engler & Benjamin Maack

Do 27. August 2026, 20 Uhr
Open-Air-Sommergastspiel von Sax Royal


Nice to meet you! Neue Bekanntschaften im Museum

  • Do 16. April 2026, 19 Uhr
    Nice to meet you: Kneipenquiz und Spieleabend
    in Kooperation mit „Barneby. Die Spielebar“ und „CAPITO. Der Spieleladen“
  • So 26. April, 11 Uhr
    Nice to meet you: geführter Ausstellungsbesuch „Wie geht’s“
    mit Museumsguide Carola Engellandt
  • Mi 20. Mai 2026, 19 Uhr
    Nice to meet you: Hinter den Kulissen!
    mit verschiedenen Mitarbeitenden des DHMD
  • So 31. Mai, 15 Uhr 
    Nice to meet you: Große und kleine Gärten
  • Sa 20. Juni, 17 Uhr
    Nice to meet you: Gemeinsamer Start in die Museumsnacht
    mit Jonas Klinkenberg (DHMD)
     

Beteiligte


Kuratorisches Team

  • Clarissa Lütz (Co-Kuratorin & Projektleitung)
  • Rebekka Rinner (Co-Kuratorin & Projektleitung)
  • Thi Nga Nguyen (Projektassistenz)
  • Laura Schmidt (Vermittlung und Inklusion)
  • Pia Ritter (Recherche)
  • Natalie Hilsberg (Werkstudentin)

Wissenschaftliche Beratung

  • Werner-Felber-Institut Dresden

Ausstellungsgestaltung und -grafik

  • flex – Studio für Raumstrategien und Szenografie, Hamburg
  • other types, Hamburg    
     

Kontakt


Thi Nga Nguyen
thi.nga.nguyen@dhmd.de

Förderer & Partner