Bei den derzeit nicht mehr sichtbaren Sgraffiti im Windfang handelt es sich um Diplomarbeiten von zwei Studenten der Hochschule für Bildenden Künste Dresden aus dem Jahr 1955. Bei der Ausführung assistierte ihnen der heute weltberühmte Maler Gerhard Richter, der nur ein Jahr später ebenfalls seine Abschlussarbeit im Hygiene-Museums abliefern sollte – das Wandbild Lebensfreude, das nach seiner Teilfreilegung 2024 inzwischen wieder im Treppenhaus-Foyer Süd zu besichtigen ist.
Die in den Sgraffiti dargestellten Szenen greifen Themen rund um Gesundheit, Prävention und gesunde Lebensweise auf, die im Programm des Museums eine zentrale Rolle spielten. Die Motive verweisen auf die politische Leitlinie des Kollektivismus in der DDR und zeigen idealisierte Bilder einer sozialistischen Gesellschaft.