Am 29. September 2026 wurden vor dem Deutschen Hygiene-Museum sieben Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die zahlreichen Mitarbeitenden und Vorstände, die 1933 entlassen und aus ihren Ämtern gedrängt wurden, weil sie von den Nationalsozialisten als jüdisch stigmatisiert wurden. Unter ihnen sind die Medizinerin und Wissenschaftliche Geschäftsführerin der II. Internationalen Hygiene-Ausstellung Marta Fraenkel und der Verleger und Förderer des Museums Julius Ferdinand Wollf.
Erstmals in Dresden wurde vor dem DHMD auch ein Kopfstein verlegt, der an das Schicksal dieser Menschen erinnert und auf die Rolle des Museums als Instrument der rassistischen Politik während der NS-Diktatur hinweist.
Gedenkfeier am 7. Oktober
Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, werden um 14 Uhr an der Tischerstr. 5 drei weitere Stolpersteine für die Familie Rosenberger verlegt. Die Eltern Hermann und Lina sowie ihr Sohn Philipp wurden in unterschiedlichen Konzentrationslagern ermordet. Um 19:30 Uhr findet die öffentliche Gedenkfeier des Vereins Stolpersteine für Dresden im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums Dresden statt. Kulturbürgermeisterin und Stiftungsratsvorsitzende des Museums Annekatrin Klepsch und Nachfahren der NS-Opfer aus aller Welt werden zu dieser Gelegenheit sprechen. Die Feierstunde ist öffentlich, der Eintritt frei.