Blick auf das Museumsgebäude vom Innenhof bei abendlicher Dämmerstimmung; Fassaden werden beleuchtet

Unsere Werte

Wofür wir stehen

Code of Conduct des Deutschen Hygiene-Museums

Die Stiftung Deutsches Hygiene-Museum ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem gemeinnützigen Zweck, Wissenschaft, Bildung und Kultur zu fördern, und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet. Als eine Kultur- und Forschungseinrichtung beruft sie sich ausdrücklich auf die Freiheit von Kunst und Wissenschaft. Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (DHMD) folgt den Prinzipien ethischen und nachhaltigen Handelns und setzt sich aktiv für die demokratischen Grundwerte einer pluralistischen Gesellschaft ein, für Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Vielfalt und Gleichberechtigung.

Das DHMD stellt den Menschen in seiner Vielfalt in den Mittelpunkt und versteht sich als Museum für alle. In unserem Haus werden alle Menschen unabhängig von Religionszugehörigkeit, Nationalität, Kultur und Sprache, ethnischer und sozialer Herkunft, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Behinderung, körperlichem Erscheinungsbild und Alter mit Respekt und Wertschätzung behandelt. Rassismus, Antisemitismus, extremistische Positionen, Hass, Gewaltverherrlichung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stehen im Widerspruch zu den Grundwerten unserer Institution und haben am DHMD keinen Platz. Als historischer Ort mit NS-Vergangenheit trägt unser Haus eine besondere Verantwortung. Historisches Wissen und Sensibilität für vielfältige Lebenswelten leiten unser Handeln.

In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Dialog wichtiger denn je ist, wirkt das DHMD als aktiver Ort eines lebendigen demokratischen Austauschs mit vielen unterschiedlichen Perspektiven. Es fördert damit eine Gesprächs- und Diskussionskultur, in der eine freie, faire und respektvolle Auseinandersetzung auch mit kontroversen Positionen möglich ist und komplexe Debatten in ihrer Vielschichtigkeit und ihrem Facettenreichtum zur Geltung kommen. In diesem Gefüge vertritt unser Haus eigene kuratorische Positionen, bietet zugleich eine Plattform für externe künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven und vermittelt zwischen diesen Positionen und dem Publikum. Meinungsfreiheit bezieht sich dabei auf Themen, nicht auf die Herabwürdigung von Menschen. Sie darf niemals dazu missbraucht werden, Menschenrechte in Frage zu stellen oder andere zu diskriminieren. 

Als Team des DHMD arbeiten wir konsequent daran, für alle ein diskriminierungsfreies, respektvolles Umfeld zu schaffen – analog wie digital. Diskriminierungsfreiheit verstehen wir dabei als Ideal, dem wir uns stetig anzunähern suchen. In diesem Prozess prägen Offenheit, Freundlichkeit und Respekt unseren täglichen Umgang miteinander. Diese Offenheit endet jedoch dort, wo die Würde von Menschen infrage gestellt, deren Wohlergehen bedroht oder zu Gewalt aufgerufen bzw. diese verherrlicht wird. Dementsprechend dulden wir in unserem Haus keinerlei physische und psychische Gewalt. Darunter fassen wir abwertende Kommentare und Beleidigungen, absichtliches Bloßstellen, Verspotten und Einschüchtern, Stalking, Verfolgung, Mobbing sowie verbale, nonverbale oder körperliche (Be)drohungen von oder durch Mitarbeiter:innen, Vertrags- und Kooperationspartner:innen und Besucher:innen des Museums. Ungewollter Körperkontakt ist zu unterlassen; die persönlichen Grenzen aller sind zu respektieren.

Als Belegschaft des DHMD tragen wir gemeinsam Verantwortung für die Umsetzung dieses Code of Conduct. Auch von Besucher:innen, Vertrags- und Kooperationspartner:innen erwarten wir, sich mit uns für ein sicheres, respektvolles und inklusives Umfeld einzusetzen. Die Einhaltung des Code of Conduct kann nur durch das persönliche Engagement jeder und jedes Einzelnen erreicht werden. Die privaten politischen oder weltanschaulichen Überzeugungen aller Beteiligten bleiben davon unberührt. Wird jedoch der öffentliche Raum des Museums – insbesondere durch eingeladene Personen – als Bühne für politische Statements genutzt, die den hier formulierten Grundwerten widersprechen, behalten wir uns vor, entsprechend zu reagieren.

Den Besucher:innen des Museums stehen im Falle der Verletzung der im Code of Conduct formulierten Grundsätze jederzeit die DHMD-Mitarbeiter:innen vor Ort bzw. das Kassen- und Aufsichtspersonal als Ansprechpartner:innen zur Verfügung. 
Der Code of Conduct wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Stand 16.03.2026

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Zukunftsbild

Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (DHMD) ist das Museum vom Menschen in der Welt. Es versteht sich als Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft – und als Museum für alle.

Unter der Leitfrage „Wie wollen wir zukünftig auf diesem Planeten miteinander leben?“ diskutiert das DHMD die Transformationen unserer Zeit an den Schnittstellen von Körper, Mensch und Planet. Es vermittelt Wissen auf inspirierende und unterhaltsame Weise und befähigt Besuchende, wissenschaftsbasiert eine eigene Haltung zu gesellschaftlichen Entwicklungen auszubilden. Damit trägt das Museum zur Entwicklung positiver Zukunftsbilder (Futures Literacy) bei und unterstützt die individuelle Fähigkeit, in einer sich verändernden Welt selbstwirksam zu handeln. Multiperspektivität und Diversität prägen alle Bereiche der Museumsarbeit (Programm, Personal, Publikum, Partnerschaften).  Damit leistet das DHMD vorpolitische Arbeit, die eine zentrale Grundlage für das Gelingen demokratischer Gemeinschaften ist. Gleichzeitig ist das Museum ein bedeutender Speicherort für Körpergeschichte in Wissenschaft und Kunst. Das Haus wird als inspirierender Raum musealer Innovation wahrgenommen – geprägt von relevanten Themen, unkonventionellen kuratorischen Ansätzen, experimentellen Szenografien und partizipativen Formaten. Durch länderübergreifende Zusammenarbeit und den Aufbau langfristiger Netzwerke gewinnt das DHMD internationale Sichtbarkeit und setzt sich mit globalen Perspektiven auseinander.
Am DHMD wird das Besondere realisiert.

I. Von Hygiene zu Körper und Wohlbefinden
Das DHMD fördert mit seinen Programmen die Entwicklung von individuellem und gesellschaftlichem Wohlbefinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Wohlbefinden als eine notwendige Ressource für das tägliche Leben, die durch soziale, ökonomische und Umweltfaktoren beeinflusst wird. Das Museum übernimmt das Konzept als zeitgenössische Weiterentwicklung des historischen Hygiene-Begriffs. Der menschliche Körper als thematischer Schwerpunkt wird künftig verstärkt in den Mittelpunkt aller Programme gestellt. Das Haus setzt sich mit der eigenen Geschichte sowie mit Körperbildern und -praktiken aus der Vergangenheit und Gegenwart kritisch auseinander und positioniert sich dabei auch gegen alle Formen von Ausgrenzung, z.B. Antisemitismus und Rassismus. 

II. Das Museum als Lern- und Erlebnisort
Die Programme sind anspruchsvoll und gleichzeitig populär, lehrreich, inspirierend und unterhaltsam. Sie bieten Beteiligungsmöglichkeiten für ein breites Publikum, das an einem demokratischen, pluralistischen Miteinander interessiert ist. Neueste wissenschaftliche Forschung und komplexe Debatten werden so aufbereitet, dass sie alle verstehen – Vermittlung ist von Anfang an Teil der kuratorischen Arbeit. Das Museum als analoger, realer Begegnungsort wird dabei sinnvoll durch digitale Angebote bereichert.

III. Das Museum als Erweiterung des eigenen Horizonts
Das DHMD ermöglicht seinen Besuchenden, eigene Gewissheiten zu hinterfragen. Dies geschieht durch innovative kuratorische Konzepte, eindrückliche Raumerlebnisse und inspirierende Beteiligungsformate. Das DHMD widmet sich wissenschaftlichen Erkenntnissen und Phänomenen der Alltags- und Populärkultur. Dabei entsteht Wissen aus der Kombination von Fachexpertise und individuellen Erfahrungen. Das Haus positioniert sich als Ort der Debatten und des Demokratieerlebens, der auch Schmerzpunkte unseres gesellschaftlichen Miteinanders nicht scheut. Der Blick in die Welt vor dem Hintergrund einer beschleunigten Globalisierung, zunehmenden Migration und multipler Krisen spielt dabei eine große Rolle. 

IV. Das Museum als Raum für alle
Das DHMD ist Vorreiter in Barrierefreiheit und Inklusion und entwickelt seine entsprechenden Standards kontinuierlich weiter. 
Als Akteur in einer zunehmend diverseren Gesellschaft bildet das Museum im Team und im Programm vielfältige Perspektiven ab. Damit spricht es Menschen mit unterschiedlichsten Lebensrealitäten an. Das Haus richtet sich dabei gegen jede Form der menschengruppenbezogenen Diskriminierung. 

V. Das Museum als Partner für die Zivilgesellschaft
In Zeiten sich verändernder ökonomischer und gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen bietet das Museum einen öffentlichen Raum für Austausch und Miteinander. Es pflegt Kooperationen und Netzwerke mit zivilgesellschaftlichen Initiativen, welche die demokratischen und pluralistischen Werte des Hauses teilen. 

VI. Das Museum als Verbündeter der Erde
In Zeiten der menschengemachten Klimakrise verändert das DHMD seine Arbeitsweise, um seinen CO²-Ausstoß zu minimieren und nachhaltiger und klimasensibler zu arbeiten. Das DHMD verfolgt dabei einen ganzheitlichen institutionellen Ansatz, der neben dem ökologischen Fußabdruck auch den grünen Handabdruck berücksichtigt. Darüber hinaus steigert das DHMD seine Klimaresilienz durch gezielte präventive Maßnahmen. Nachhaltigkeit und planetare Gesundheit – die wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Planet – ist ein Querschnittsthema für die gesamte Programmarbeit.

VII. Das Museum als lernende Organisation
Das DHMD versteht sich als menschenzentrierte, wertebasierte und als effektiv und effizient arbeitende Organisation. Es optimiert und digitalisiert Prozesse, um mehr Raum für kreative Gestaltung zu schaffen. Personalentwicklung und Nachwuchsförderung stehen im Fokus, ebenso wie neue Arbeitsweisen und eine wertschätzende und kollegiale Unternehmenskultur. Gezielte Compliance-Richtlinien sichern den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Stand 16.03.2026

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Besucher:innenordnung

Besucher:innenordnung

Allgemeine Geschäftsbedingungen

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