Leitungsduo des Deutschen Hygiene-Museums bis 2031 verlängert
DHMD will sich weiter für die Stadtgesellschaft öffnen
Die beiden Direktorinnen des Deutschen Hygiene-Museums Dresden können ihre erfolgreiche Arbeit bis 2031 fortsetzen. Das hat der Stiftungsrat der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum entschieden und die Verträge von Direktorin Dr. Iris Edenheiser und Kaufmännischer Direktorin Lisa Klamka verlängert. Damit wird die Arbeit des jungen Führungsduos gewürdigt und ein klares Signal für die weitere Entwicklung der Institution gesetzt.
Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin und amtierende Stiftungsratsvorsitzende: „Die Vertragsverlängerung des Führungsduos des Deutschen Hygiene-Museums zeigt, dass das Museum mit seinem Kurs, seinen Inhalten, innovativen Vermittlungsformaten und seinen Programmen weiterhin profiliert wird. Dr. Iris Edenheiser und Lisa Klamka haben das Haus weiter geöffnet, international profiliert und zugleich fest in der Dresdner Stadtgesellschaft verankert. Ich danke beiden für ihr Engagement und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“
Seit 2022 haben die beiden Direktorinnen neue Akzente gesetzt. Dabei bauen sie auf dem exzellenten Ruf auf, den das Museum seit Jahrzehnten genießt, und entwickeln ihn konsequent weiter. Ihre Handschrift zeigt sich in mutigen Projekten wie der restauratorischen Teilfreilegung von Gerhard Richters Diplomarbeit, der facettenreichen Aufarbeitung der DDR-Geschichte des Deutschen Hygiene-Museums in einer vielbeachteten Sonderausstellung und der Begrünung des Innenhofs als sichtbarem Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit.
Unter ihrer Führung hat das Museum seine internationale Sichtbarkeit weiter ausgebaut – mit einer Reihe von Kooperationen in ganz Europa mit renommierten Institutionen in London, Bern, Riga, Danzig, Breslau und Prag. Hochkarätige Gäste wie Angela Merkel, Steffen Mau und Lea Ypi unterstreichen die Bedeutung des Hauses als Ort gesellschaftlicher Debatten.
Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus: „Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden ist ein einzigartiges Museum, das sich immer weiter zu einem offenen Forum für kulturelle, soziale und wissenschaftliche Debatten entwickelt hat. Ich freue mich, dass wir den eingeschlagenen Weg mit dem erfolgreichen Führungsduo Dr. Iris Edenheiser und Lisa Klamka auch in den nächsten Jahren fortsetzen können. Schon jetzt bin ich ganz gespannt auf die Themen und Schwerpunkte, die das Duo in den nächsten Jahren setzen wird.“
Das Museum bleibt dabei, was es immer war – ein lebendiger Ort des Diskurses – und wird gleichzeitig weiter inklusiver und vielfältiger. Mit starken Formaten für Familien wie der im August startenden Mitmachausstellung „Große Gefühle” spricht das Museum aber auch weiterhin eine seiner wichtigsten Zielgruppen an: Kinder und Jugendliche.
Zudem haben die Direktorinnen die ersten Meilensteine ihrer Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt wie etwa die Entsiegelung und Begrünung des Innenhofs, reduzierte Reinigungszyklen oder umfassende Digitalisierungsprojekte.
Dr. Iris Edenheiser: „Ich freue mich riesig, dass wir unseren Weg weitergehen können. Ein Schwerpunkt ist die größere Öffnung zur Stadtgesellschaft: Wir holen neue Perspektiven ins Museum – nicht nur als Publikum, sondern zum Mitgestalten. Für das Studio ‚Bin ich schön!’ haben wir mit rund 100 Menschen aus Dresden gesprochen, die Sonderausstellung ‚Wie geht’s?’ zur mentalen Gesundheit entsteht gerade so. Solche Netzwerke wollen wir verstetigen und nachhaltig verankern – im Museum und ins sächsische Land hinein.”
Die Kaufmännische Direktorin Lisa Klamka blickt zufrieden auf die Entwicklung der letzten Jahre: „Das Hygiene-Museum ist weiterhin das beliebteste Museum der Dresdnerinnen und Dresdener. Allein über 100.000 Kinder und Jugendliche besuchen das Museum jedes Jahr, es ist einer der wichtigsten außerschulischen Bildungsorte des Landes.“