Im Zentrum eine junge Frau mit Kopfhörern, die sich Notizen macht. Vor und hinter ihr sind weitere Beucher.

Pressemitteilung

En Vogue: 400 Zuschauer*innen bei "The Rated X Ball" im DHMD

Am Samstag, den 28. September, wurde das Deutsche Hygiene-Museum zur Voguing-Bühne: Rund 50 Performer*innen verwandelten die Empfangshalle des Museums in einen Ballroom und verbanden Modelposen auf dem Laufsteg mit Breakdance-Elementen. Was nach Germanys Next Topmodel klingt ist in Wirklichkeit ein politisches Statement. Denn neben schriller Kostümierung und glamouröser Inszenierung steht „Voguing“ vor allem für Emanzipation. Beeinflusst von der glamourösen Welt der Mode hat es seinen Ursprung in der homo- und transsexuellen, afro- und lateinamerikanischen Community der 1960er- und 70er-Jahre in Harlem. Seither haben sich weltweit Ballroom Communities entwickelt, die für Empowerment, Körperpositivität und die Sichtbarkeit einer marginalisierten Gemeinschaft stehen. Das von der Pionierin Georgina Leo Melody gegründete House of Saint Laurent in Berlin war das erste Ballroom House in Deutschland. 

Der Rated X Ball, den das House of Saint Laurent gemeinsam mit dem Deutschen Hygiene-Museum veranstaltete, war das erste derartige Voguing-Event in Dresden - und mit rund 400 Besucher*innen ein großer Erfolg. Als Referenz an den Veranstaltungsort wurden aus Objekten des Museums die Themen entwickelt, an denen sich die Performer*innen des Abends bei ihren Auftritten orientierten. Dabei ging es um Leidenschaft, Sexualität und Gesundheit - und um den Körper in all seinen Erscheinungsformen. Die verschiedenen Kategorien, in denen die Teilnehmer*innen auftraten, spielten mit der Vielfalt der Geschlechtsidentitäten. Vor dem Ball fanden in der Empfangshalle eine einführende Panel-Diskussion und eine Performance von Jugendlichen zum Thema Bodyshaming statt. Bereits am Nachmittag konnten Voguing-Interessierte an Workshops in der TENZA schmiede Dresden teilnehmen. 

(C)Konné_Denis Kuhnert

(C)Konné_Denis Kuhnert