Im Zentrum eine junge Frau mit Kopfhörern, die sich Notizen macht. Vor und hinter ihr sind weitere Beucher.

Pressemitteilung

Steinmeier besucht Rassismus-Ausstellung

Am Vormittag des 1. November 2018 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Deutsche Hygiene-Museum besucht. Er begleitete eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 12. Klassen des Zwickauer Peter-Breuer-Gymnasiums bei einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung Rassismus. Die Erfindung von Menschenrassen. In der Ausstellung wurden bislang rund 63.000 Besucher*innen gezählt. Bislang nahmen an dreihundert Führungen rund 5.600 Personen teil, davon 4.200 Schüler*innen und 1.400 Erwachsene.


Im Anschluss an den gemeinsamen Rundgang durch die Rassismus-Ausstellung, an der neben Direktor Prof. Klaus Vogel auch die Kura­torin Susanne Wernsing und der Aus­stellungs­architekt Francis Kéré teilnahmen, hat der Bundes­präsident mit der Schülergruppe intensiv über das Thema Rassismus diskutiert. Auf seiner Station in Dresden wurde Steinmeier auch vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und dem Oberbürgermeister der Landes­hauptstadt Dresden Dirk Hilbert begrüßt und begleitet.


Der Bundespräsident sagte am Ende der Veranstaltung, er habe eine der wichtigen Ausstellungen dieser Tage gesehen. Sie zeige, dass Rassismus keine Erscheinung sei, die sich historisch auf eine Epoche eingrenzen ließe. So sei 1933 in Deutschland nicht einfach ein Schalter umgelegt worden, vielmehr sei lange vorher wissenschaftlich und ideologisch die Grundlage für das gelegt worden, was dann unter den Nationalsozialisten geschehen sei. Dass er an der Führung gemeinsam mit den Jugendlichen aus Zwickau teilnehmen konnte, sei ihm wichtig, weil die junge Generation einen besonderen Bezug zur Gegenwart habe und sich aktiv gegen Rassismus und das Auseinanderbrechen des Gemeinwesens engagieren wolle. Die Jugendlichen und die Medienvertreter wies Steinmeier darauf hin, dass ein gegenseitiges Interesse aneinander entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei. Es reiche nicht aus, dass alle Probleme auf den Tisch kämen, es müssten auch alle an diesem Tisch Platz nehmen wollen.

Foto: Oliver Killig

Foto: Oliver Killig

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