Öffentliche Räume dekolonisieren

Wem gehört die Stadt?
23. Aug, Do., 19:00 bis 21:00 Uhr

Öffentliche Räume dekolonisieren
Wem gehört die Stadt?

23. Aug, Do., 19:00 bis 21:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Rassismus"

Eine Veranstaltung der Reihe Wissen dekolonisieren – kuratiert von Fatima El-Tayeb, Professorin  für  Literatur  und Ethnic Studies an der University of California, San Diego
In Kooperation mit dem Zentrum für Integrationsstudien der Technischen Universität Dresden   

Referent*innen:
Dr. Céline Barry, Sozialwissenschaftlerin, Each One Teach One e.V., Berlin
Anna Nikolenko, Bildungsreferentin, LAG pokuBi Sachsen e. V.
Nanette Jacomijn Snoep, Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen
Moderation: Dr. Noa K. Ha, Nachwuchsforschungsgruppenleiterin am Zentrum für Integrationsstudien der Technischen Universität Dresden

Koloniale Geschichte findet sich nicht nur im Museum, sondern lebt weiter in Straßennamen, Supermärkten, Schulen oder Kinos. Wie kann dieses historische Erbe sichtbar gemacht und für eine dekolonialisierte Gegenwart genutzt werden? Die Veranstaltung blickt auf Kontinuitäten und Brüche aus der Vergangenheit in die Gegenwart, indem gefragt wird, wie und von wem städtische Räume heute genutzt werden. Im Fokus steht daher die Frage nach (Un-)Sicherheit im öffentlichen Raum – von wem und für wen, auch in einer Stadt wie Dresden.

im Vorfeld der Veranstaltung:
16:30 Uhr Stadtrundgang „Kolonialismus in Dresden? Eine Spurensuche“ mit der Gruppe Dresden Postkolonial
Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich über email: Kristin.Heinig@dhmd.de
Treffpunkt: Jorge-Gomondai-Platz

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Die Veranstaltungsreihe Wissen dekolonisieren nimmt kulturelle und historische Wissensproduktion und die mit ihr verbundenen Lücken und Auslassungen in den Blick. Thematischer Schwerpunkt ist dabei die Frage, wie das koloniale Erbe und die damit in Zusammenhang stehenden Machtstrukturen und rassistischen Weltbilder noch immer unser Denken und Handeln prägen. Die Reihe hinterfragt den Objektivitäts- und Neutralitätsanspruch von Wissenschaft und zeigt, dass Wissensproduktion sich nicht von gesellschaftlich dominanten Strukturen und Ideologien lösen lässt. Im Gespräch mit Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen will die Reihe aber auch zeigen, wo und wie alternative Wissensmodelle entstehen.