Porträts der Autorinnen Sharon Dodua Otoo und Olivia Wenzel

FACE TO FACE #1: Sharon Dodua Otoo und Olivia Wenzel

Über Frau-Sein und Schwarz-Sein in Deutschland
9. Jan, Mi., 19:00 bis 20:30 Uhr

FACE TO FACE #1: Sharon Dodua Otoo und Olivia Wenzel
Über Frau-Sein und Schwarz-Sein in Deutschland

9. Jan, Mi., 19:00 bis 20:30 Uhr
Reihe: Face to Face

Sharon Dodua Otoo wurde 1972 in London geboren und lebt heute in Berlin. Sie ist Schwarze Britin, Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe Witnessed  in der edition assemblage. ›Schwarz‹ versteht sie als politischen Begriff und schreibt es daher mit großem S. Ihre erste Novelle die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle erschien 2012 auf Englisch und 2013 auf Deutsch. Es folgte Synchronicity, 2014 in deutscher Übersetzung, 2015 als the original story  auf Englisch. 2016 gewann sie den Bachmannpreis mit ihrem satirischen Text Herr Gröttrup setzt sich hin, in dem ein Frühstücksei den Aufstand wagt. Aktuell schreibt sie an ihrem ersten Roman.

Olivia Wenzel, 1985 in Weimar geboren, lebt in Berlin. Sie schreibt Texte für die Bühne und Texte zum stillen Lesen, macht Musik als OTIS FOULIE und ist als Performerin aktiv – zuletzt im Stück Die Erfindung der Gertraud Stock mit dem Kollektiv vorschlag:hammer. Olivia Wenzels Texte für das Sprechtheater wurden u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Thalia Theater in Hamburg, am Deutschen Theater Berlin und am Ballhaus Naunynstraße aufgeführt. Mit Prosatexten war sie u.a. zu Gast beim internationalen literaturfestival berlin und bei Prosanova – Festival für junge deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Ihr Debütroman erscheint 2019 im S. Fischer Verlag.


In der Reihe Face to Face sitzen sich jeweils zwei Autor*innen gegenüber und diskutieren ohne Moderation über ihre Werke. Jeder Gast präsentiert eigene Textpassagen und hat das aktuelle Buch der oder des anderen gelesen. Die Tandems sind nach inhaltlichen Schnittmengen in den Texten der beiden Autor*innen zusammengestellt. Ein häufig wiederkehrendes  Motiv ist die literarische Auseinandersetzung mit dem Thema Herkunft – geographisch, sozial, religiös und kulturell – und die dadurch vorbestimmte Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. So entsteht ein Dialog über neue deutsche Literatur, bei dem die beiden Autor*innen des Abends die Fäden selbst in der Hand haben, face-to-face eben.

Die Reihe wird gefördert im Programm 360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft