Zwei Männer und vier Frauen in schwarzer Kleidung stehen mit ihren Musikinstrumenten oder Notenständern in einem Park.

Ensemble Courage: Von der Natur getrennt

14. Nov, Do., 19:30 Uhr

Ensemble Courage: Von der Natur getrennt

14. Nov, Do., 19:30 Uhr
Reihe: KlangNetz-Konzertreihe "Mensch und Natur"

Zeitgenössische Kunstmusik dürfte zu den artifiziellsten Ergebnissen der kulturellen Entwicklung der Menschheit gehören. Für Naturromantik, wie man sie bereits im 19. Jahrhundert als Kontrast zur realen Natur entfaltete, scheint da nur wenig Platz. Doch gibt es Komponisten, die nach einem nicht verklärenden, sondern reflektierten Zugang zur Natur als einer Inspirationsquelle suchen. Im Konzert von ensemble courage wird der existentiellen Bedeutung des Wassers nachgespürt. Fünf  Komponisten, die sich mit der Thematik bereits intensiv auseinander gesetzt haben, kommen mit ihrer Sicht aus vier geografisch unterschiedlichen Perspektiven zu Wort. Ob das komplexe Geräusch eines fließenden Waldbaches, die „scheinbare Trübsal des Wassers“ bei Regen, die dynamische Komponente des Schneefalls oder die Naturgewalt des Hochwassers – die Materialität und das Abstraktionspotential dieses Naturphänomens sowie die sich daraus ableitenden Möglichkeiten klanglicher Umsetzung werden differenziert beleuchtet. 

 

PROGRAMM

Oliver Schneller (*1966): aqua vit (1998)

Perttu Haapanen (*1972): Rain Songs (2011/13)

Annesley Black (1979): detrito in acquagranda, detrito in acquapietra, detrito in acquatorbida (2014)

Charlotte Seither (1965): Waters, Earth and Air II (1997)