Porträts von Maria Cecilia Barbetta und Nana Ekvtimishvili

Face to Face #4: Maria Cecilia Barbetta und Nana Ekvtimishvili Über ferne Kindheiten, patriarchalische Strukturen, rebellische Frauen und ein Leben im Ausnahmezustand

30. Apr, Di., 19:00 Uhr

Face to Face #4: Maria Cecilia Barbetta und Nana Ekvtimishvili
Über ferne Kindheiten, patriarchalische Strukturen, rebellische Frauen und ein Leben im Ausnahmezustand

30. Apr, Di., 19:00 Uhr
Reihe: Face to Face

Maria Cecilia Barbetta, 1972 in Buenos Aires geboren, wuchs im Einwandererviertel Ballester auf, in dem ihr zweiter Roman Nachtleuchten (2018) spielt. Sie besuchte die deutsche Schule in Buenos Aires und zog 1996 nach Berlin, wo sie seitdem lebt und auf Deutsch schreibt. Ihre Romane Änderungsschneiderei Los Milagros (2008) und Nachtleuchten wurden mehrfach ausgezeichnet, letzterer stand 2018 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Der Roman erzählt von der gespenstischen Atmosphäre am Vorabend eines politischen Umsturzes im Stadtviertel Ballester. Hier kämpft jeder auf seine Art für den Aufbruch, die Revolution und eine bessere Zukunft, doch politische Spannungen zerreißen das Land und Gewalt wird zur Normalitätt.

Nana Ekvtimishvili, 978 in Tbilisi (Georgien) geboren, studierte an der Filmhochschule Babelsberg und drehte mit Simon Groß zwei vielfach preisgekrönte Filme: Die langen hellen Tage (2014) und Meine glückliche Familie (2017). Sie lebt in Berlin und in Tbilisi. Ihr Roman Das Birnenfeld (Georgisch 2015, deutsche Übersetzung 2018), für den sie alle wichtigen Literaturpreise in Georgien bekommen hat, spielt in den 90er Jahren in einem Außenbezirk der Stadt und erzählt von einer zornigen jungen Frau, die sich in einem Internat für geistig beeinträchtigte Kinder zur Beschützerin macht.


In der Reihe Face to Face begegnen sich zwei Autor*innen und diskutieren über ihre Werke. Sie lesen Passagen aus eigenen Texten und setzen sich mit den aktuellen Büchern ihres Gegenübers auseinander.  

Die literarischen Texte unserer Tandems sind von zahlreichen  thematischen Schnittmengen gekennzeichnet: Ein häufig wiederkehrendes Motiv ist die Auseinandersetzung mit der geografischen, sozialen, religiösen und kulturellen Herkunft der Protagonisten – und wie dadurch ihre Gegenwart und Zukunft mitbestimmt wird. So entsteht face to face ein intensiver Dialog über eine neue Literatur aus Deutschland, bei dem die Autor*innen des Abends die Fäden selbst in der Hand haben.

Die Reihe wird gefördert im Programm 360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft