Porträt von Emanuele Coccia

Emanuele Coccia: Die Wurzeln der Welt Wie Pflanzen unser Leben beeinflussen

26. Jun, Mi., 19:00 Uhr

Emanuele Coccia: Die Wurzeln der Welt
Wie Pflanzen unser Leben beeinflussen

26. Jun, Mi., 19:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Von Pflanzen und Menschen"

Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir fast ausschließlich an Menschen oder Tiere. Der Mensch ist der Mittelpunkt alles Lebendigen, und hier und da erhalten auch Tiere den Rang schützenswerten Lebens. Doch die Pflanzen? Nicht nur spielen Pflanzen im öffentlichen Bewusstsein eine eher untergeordnete Rolle, auch aus philosophischen Diskursen sind sie weitgehend verschwunden. Dabei waren sie zuerst da und haben die Erde in vielerlei Hinsicht geformt. Mittels Photosynthese verwandeln sie Sonnenlicht und Kohlenstoff in lebendige Materie und sind damit die eigentlichen Erschaffer der Welt.

In seinem preisgekrönten Essay Die Wurzeln der Welt verbindet Emanuele Coccia Philosophie, Anthropologie und Botanik zur ersten modernen Philosophie der Pflanzen und stellt das Verhältnis von Pflanzen und Menschen vom Kopf auf die Füße: Denn Pflanzen sind mehr als das Zierwerk des "grünen Planeten", sie sind die Grundlage allen Lebens auf der Erde.

Moderation: Jörg Stübing, Buchhändler, Dresden

Vortragssprache: Deutsch

Emanuele Coccia, geboren 1976, promovierte in Florenz und was Assistenzprofessor für Geschichte der Philosophie in Freiburg. Heute ist er Professor für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Études en Sciences Sociales Paris. Sein Buch La vie sensible (Payot, 2010) wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2017 wurde er für Die Wurzeln der Welt mit dem Prix des rencontres philosophiques de Monaco ausgezeichnet.