Eine Gruppe Gefangener läuft in Reih und Glied durch einen Gefängnisgang.

Strafe muss sein!? Vom Sinn und Zweck des Strafens

14. Okt, Mi., 19:00 bis 21:00 Uhr

Strafe muss sein!?
Vom Sinn und Zweck des Strafens

14. Okt, Mi., 19:00 bis 21:00 Uhr
Reihe: Begleitprogramm "Im Gefängnis"

Online-Tickets max. bis zum Vortag buchbar; ggf. Restkarten an der Abendkasse

Gefängnisse sind Orte,  von denen jeder glaubt zu wissen, die aber die wenigsten kennen. In unserem Begleitprogramm zur neuen Sonderausstellung „Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit“ fragen wir u.a. danach wie es um die sächsischen Gefängnisse bestellt ist, welche philosophisch-rechtlichen Ideen die Geschichte des Freiheitsentzugs geprägt haben und wie der Strafvollzug in Zukunft aussehen könnte. Politiker und ehemalige Haftinsassen kommen ebenso zu Wort wie Philosophen und Kriminologen. Auf welche Weise sich die Erfahrung von Unfreiheit in den Künsten niedergeschlagen hat, werden eine szenische Lesung der Gefängnisbriefe  des Bürgerrechtlers Václav Havels und eine Filmvorführung beleuchten.

Mit:

Prof. Dr. Franziska Dübgen, Philosophin, Universität Münster

Andreas Müller, Strafrichter am Amtsgericht Bernau bei Berlin

Moderation: Markus Sehl, Jurist und Journalist, Die ZEIT, Legal Tribune Online

Jede Gesellschaft bestimmt, was als Verbrechen gilt und welche Strafe dem einzelnen Vergehen angemessen ist. Aber was sind die Grundlagen dafür, dass eine Gesellschaft „Recht spricht“ und vor allem welche Ziele verfolgt sie dabei. Warum strafen wir und wie gerecht ist Strafe? Strafen wir, um eine begangene Schuld zu begleichen oder dient der Schuldspruch der Verhinderung zukünftiger Straftaten?