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Geteilte Heimaten (TAG 3/3) Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume

4. Nov, Mi., 9:30 bis 16:30 Uhr

Geteilte Heimaten (TAG 3/3)
Deutschland und Europa als interkulturelle Erfahrungsräume

4. Nov, Mi., 9:30 bis 16:30 Uhr

Eine Veranstaltung des Deutschen Hygiene-Museums in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen, dem Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden, dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland, der Kulturpolitischen Gesellschaft und „Debates on Europe“

Mit: Naika Foroutan, Lena Gorelik, Basil Kerski, Thomas Oberender, Paul Scheffer, Jana Simon, Hans Vorländer und vielen weiteren Gästen

Gibt es im Jahr 2020 eine deutsche und europäische „Einheit in Vielfalt“? Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung von Ost und West untersucht der Dresdner Kongress „Geteilte Heimaten“, welche Verwerfungen und Polarisierungsprozesse Deutschland und Europa gegenwärtig kennzeichnen. Er interessiert sich für das, was uns teilt, aber auch für das, was wir miteinander teilen. Entlang der Konfliktlinien um die Themen Migration, Ost und West sowie Stadt und Land nehmen die Kongressbeiträge insbesondere die Rolle von Kunst und Kultur  in ihrer doppelten Funktion in den Blick: als Ausdrucksform von Differenzen und als Medium für eine gesellschaftliche Verständigung angesichts pluraler biografischer und historischer Erfahrungen.

Die deutschen Entwicklungen setzt der Kongress in den größeren Kontext eines (wieder-)vereinten und zugleich gespaltenen Europas: Denn Fragen des Wieder- bzw. Neu-Zusammenkommens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts über kulturelle und gesellschaftliche Differenz hinweg stellen sich auch auf europäischer Ebene.

Das 3-tägige Kongressprogramm bringt Akteur*innen aus Kultur, Kunst, Bildung, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Neben interdisziplinären wissenschaftlichen Vorträgen und Podiumsgesprächen suchen auch künstlerische und kulturelle Beiträge sowie Workshops und partizipative Gesprächsformate Antworten nach den Möglichkeiten eines Zusammenlebens in Vielfalt im vereinten Deutschland und Europa.

Der Kongress findet als Präsenzveranstaltung statt. Ein Teil der Podiumsgespräche wird im Livestream übertragen.

Programmflyer als Download

 

DAS PROGRAMM AM 4. NOVEMBER

9:30 Uhr
Podiumsgespräch: Die Zukunft – Einheit in Vielfalt?
Referent*innen: Prof. Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin, DeZIM-Institut Berlin; Prof. Dr. Paul Scheffer, Soziologe, Universität Tilburg; und weitere Gäste
Moderation: Cornelius Pollmer, Journalist, Süddeutsche Zeitung
Am Abschlusstag werfen renommierte Sozial- und Politikwissenschaftler*innen einen Blick in die Zukunft. Wie wird es in den „geteilten Heimaten“ um den gesellschaftlichen Zusammenhalt bestellt sein? Droht 30 Jahre nach dem hoffnungsvollen Zusammenkommen ein Auseinanderbrechen unserer pluralen Gesellschaften? Das Streitgespräch begibt sich auf die Suche nach Bedingungen, Möglichkeiten und Visionen eines Zusammenlebens in Vielfalt – in Deutschland und in Europa.
 
11 Uhr  
Kaffeepause
 
11:30 Uhr
Debates on Europe: Zwischen Widerspruch und Verständigung. Kunst und Kultur in gespaltenen Gesellschaften
In englischer Sprache mit Simultanübersetzung
Referentinnen: Jan Carson, Schrftstellerin, Nordirland; Anna Lengyel, Dramaturgin und Regisseurin, Ungarn; Iryna Vidanava, Autorin und Medienaktivistin, Belarus
Moderator: Carl Henrik Fredriksson, Programmdirektor, Debates on Europe
Künstlerische Statements – sei es in den Bildkünsten, in Literatur oder Medien – können in der Gesellschaft eine kritische, aufklärende oder gar provokative Rolle übernehmen, sie bilden im besten Fall ein Korrektiv zu bedrückenden Machtverhältnissen und Einschränkungen der Gedankenfreiheit. Aber können Kunst und Kultur gesellschaftliche Auseinandersetzungen positiv beeinflussen und zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen? Sollte man ihnen überhaupt eine solche Rolle aufbürden? Darüber und über das Selbstverständnis von kulturellem Engagement im Spannungsfeld politisch-gesellschaftlicher Konflikte berichten und diskutieren prominente Akteurinnen und Aktivistinnen aus Nordirland, Ungarn und Belarus.


Debates on Europe: Between Critique and Cohesion. Art and Culture in Divided Societies
Language: English
A Debates on Europe panel featuring Jan Carson (writer, Northern Ireland), Anna Lengyel (dramaturge and director, Hungary) and Iryna Vidanava (author and media activist, Belarus)
Moderator: Carl Henrik Fredriksson (Programme Director, Debates on Europe)
Art and culture have a unique capacity to both describe and shape shared experience. Even create it. But cultural expression – be it in art, literature or the media – also fulfils a critical, controversial and provocative role in society, representing a corrective to power and a challenge to alleged consensus. What role can art and culture have in bridging divisions and contributing to social cohesion? Should it all be assigned such a task? In a panel discussion spanning European societies characterized by conflict and division – from Northern Ireland in the west, via Hungary, to Belarus in the east – prominent cultural actors and activists speak about the integrative force and critical potential of culture.

 

12:30 Uhr
Mittagspause
 

13:30 Uhr
Podiumsgespräch: Kunst, Kultur und Bildung zwischen gesellschaftlicher Polarisierung und Integrationsfunktion
Referent*innen: Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden; Tobias Knoblich, Beigeordneter für Kultur und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Erfurt und Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft; Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung; Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar
Das abschließende Podiumsgespräch greift die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlichen Zusammenhalts auf und blickt dabei besonders auf die Rolle von Kultur und Bildung: Welche Rolle spielen diese in der Stärkung gesellschaftlichen Zusammenhalts? Müssen Kunst und Kultur integrativ wirken, oder sollen sie sich positionieren oder gar polarisieren? Wie können plurale Identitäten einbezogen und sichtbar gemacht werden?
 

15:00 Uhr
Resümee und Verabschiedung

 

DAS PROGRAMM AM 1. KONGRESSTAG (2. NOVEMBER)

DAS PROGRAMM AM 2. KONGRESSTAG (3. NOVEMBER)