#WOD Banner Aktion 2026

Mi, 06.05. bis So, 17.05.2026

#WOD Banner Aktion 2026

Wo? Dr.-Külz-Ring, Vorplatz Kulturpalast, Neumarkt, Theaterkahn, Postplatz, Wettiner Platz

Wann? Mittwoch, 06.05. bis Sonntag, 17.05.2026

"Himmel ohne Gedächtnis" - so der Titel unseres Beitrags zur diesjährigen Banner-Kunst-Aktion des Bündnisses #WOD - Weltoffenes Dresden. Anlässlich des 81. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs widmet sich die gemeinsame Banner-Kunst-Aktion von #WOD – Weltoffenes Dresden einem historischen Wendepunkt, der bis heute nachwirkt. Er steht in einer Reihe weiterer Zäsuren – der Teilung Europas, dem Umbruch von 1989 und einer Gegenwart, die viele erneut als Übergangszeit erleben. Vor diesem Hintergrund lenkt die Aktion Weltgeschehen und Nachbarschaft den Blick auf individuelle und gemeinschaftliche Lebensrealitäten und diskutiert, wie es möglich ist, trotz weltpolitischer Krisen ein respektvolles und friedliches Zusammenleben aktiv zu gestalten.

Die 12 zum Teil eigens für die Aktion entworfenen künstlerischen Beiträge laden zum Innehalten und Nachdenken ein und thematisieren die Bedeutung von Vielfalt und Offenheit in unserer Gesellschaft, die Bedeutung von Hoffnung, aber auch die Verantwortung für die Zukunft, die wir tragen.

Für das Deutsche Hygiene-Museum und die SLUB gestaltete der Künstler Martin Bertelmann das Banner mit dem Titel „Himmel ohne Gedächtnis“, das am Kulturpalast ab dem 6. Mai bis zum 17. Mai 2026 zu sehen ist. 

Martin Bertelmann "Himmel ohne Gedächtnis"

Martin Bertelmanns Werk zeigt zwei kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fotografien einer ruhigen, friedlich wirkenden Wolkenlandschaft. Die Aufnahmen entstanden am 1. Oktober 2024 während eines Fluges über den Irak, nur Stunden bevor Mittelstreckenraketen im Zuge einer erneuten Eskalation zwischen dem Iran und Israel ebenjenen Luftraum passierten. Der Himmel erscheint dabei als Raum grenzenloser Freiheit ohne Erinnerung - indifferent gegenüber den Ereignissen, die sich darunter abspielen. So wird „Himmel ohne Gedächtnis" zum Ausgangspunkt einer Reflexion über die Gleichzeitigkeit von Schönheit und Bedrohung. Das Werk führt eindringlich vor Augen, wie fragil Frieden und Freiheit auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft sind.

Martin Bertelmann. 1990 in Riesa geboren. schloss sein Studium der Bidlhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden 2024 bei Wiheim Mundt ab. Derzeit ist er Meisterschüler in der Klasse von Alicja Kwade. Bertelmann arbeitet gleichermaßen als Bildhauer und Fotograf. In seinen Schwarz-Weiß-Fotografien stehen Landschaften und Details im Vordergrund, die von menschlichen Eingriffen erzählen, ohne dass Menschen selbst sichtbar sind. 2024 erhielt er das Hegenbarth-Stipendium der Ostsächsischen Sparkasse und den Diplompreis des Freundeskreises der HfBK.