Eine junge Frau und ein junger Mann stehen unter den Lichtkegeln, die den dunklen Raum durchfluten, und schauen in Tänzerpose nach oben, in die Richtung des Lichts.

Vorschau

Wojtek Doroszuk, Film-Still aus: "Raspberry Days", 2008

© courtesy of the artist and Galerie Joseph Tang in Paris

21. März 2020 bis 21. Februar 2021

Future Food. Essen für die Welt von morgen

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums


Kuratorin: Viktoria Krason

Essen ist sinnliches Erlebnis und Lebensnotwendigkeit zugleich. Doch steckt in dieser alltäglichen Handlung, die zum unverzichtbaren Bestandteil eines kosmopolitischen Lifestyles avanciert ist, eine oft unterschätzte gesellschaftliche Sprengkraft. Essen ist nicht nur eine private Handlung, sondern auch ein politischer Akt – diese These liegt der interdisziplinären Ausstellung des DHMD zugrunde. Sie greift eine der dringlichsten Fragen des 21. Jahrhunderts auf: Wie werden wir, wie können wir uns in Zukunft ernähren? Um Visionen für die Zukunft der globalen Gesellschaft für ein breites Publikum erfahrbar zu machen, erkundet die Ausstellung in begehbaren Bild- und Wissensräumen sinnliche und ästhetische, kultur- und naturwissenschaftliche, ethische und politische Positionen im Umgang mit dem Essen. Ernährungssicherheit weltweit ist die politische Herausforderung der nächsten Jahrzehnte. Während in den Industrieländern jährlich beinahe 220 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt werden, hungern in anderen Teilen der Welt über 800 Millionen Menschen. Die Weltbevölkerung wird bis ins Jahr 2050 auf zehn Milliarden anwachsen. Zugleich schwinden Ressourcen, und die Konsequenzen des Klima-wandels zeigen sich immer deutlicher. Die weltweit agierende Lebensmittelindustrie, die sich noch immer stärker an schnellem Wachstum als an Nachhaltigkeit orientiert, verschärft diese Entwicklung.

Die Ausstellung stellt die Frage, wie angesichts dieser globalen Herausforderungen die Zukunft unserer Ernährung gestaltet werden kann. Wie hängen globale Ökologie und individueller Konsum zusammen? Welche Möglichkeiten bieten wissenschaftliche Innovationen und Kurswechsel der Politik? Wie werden sich Veränderungen von Produktion, Handel und Konsum der Lebensmittel auf unsere Esskulturen, auf unser Verständnis von Natur, Gemeinschaft und Genuss auswirken? Um das Bewusstsein für die globale Verantwortung und die Problematik des gegenwärtigen Ernährungssystems zu schärfen, entwirft die Ausstellung ein partizipatives Laboratorium aus Kunst und Wissenschaft. Es stellt entscheidende Ansätze zu einem Wandel des Ernährungssystems vor,  präsentiert Prognosen der Trend- und Zukunftsforschung neben ausgewählten historischen Rückblicken und ermöglicht die Entdeckung zukünftiger Essenswelten.

Gefördert durch

Die Beauftragte für Kultur und Medien, die Kulturstiftung des Bundes und die Sächsische Landesstelle für Museumswesen

Die Vermittlungsangebote werden gefördert durch die Commerzbank-Stiftung.


Prison de Nantes // © Grégoire Korganow, 2012

26. September 2020 bis 31. Mai 2021

Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit

Eine Ausstellung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums in Genf, des Musée des Confluences in Lyon und des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden

Genf: Februar 2019 bis August 2019
Lyon: Oktober 2019 bis August 2020
Dresden: 26. September 2020 bis 31. Mai 2021

Kuratorinnen: Isabel Dzierson, Marianne Rigaud-Roy, Sandra Sunier
Gestaltung: Holzer Kobler Architekturen

Am 5. Februar 2019 wurde im Internationalen Rotkreuz- und Rot­halb­mondmuseum in Genf die Sonderausstellung Prison - Im Gefängnis eröffnet. Dabei  handelt es sich um ein trinationales Kooperationsprojekt, an dem neben dem Musée des Confluences in Lyon auch das Deutsche Hygiene-Museum beteiligt ist. Die Kuratorinnen der drei Museen haben die Konzeption gemeinsam erarbeitet, die Gestaltung stammt vom renommierten Büro Holzer Kobler Architekturen, Zürich/Berlin. Im Anschluss an die Station in der Schweiz wird die Ausstellung von Oktober 2019 bis August 2020 in Lyon präsentiert und anschließend von September 2020 bis Mai 2021 im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen sein.

Das Gefängnis ist ein Ort, den ein Großteil der Bevölkerung nur von außen kennt, der aber gleichzeitig eine Mischung aus Unbehagen und Faszination hervorruft. Hier werden Menschen eingesperrt, die eine Straftat begangen haben und darum für die Gesellschaft eine Gefahr darstellen. Das Ziel des Entzugs der Freiheit ist es, einerseits die Bevölkerung zu schützen und andererseits die Täter zu bestrafen und zu resozialisieren.

Die Ausstellung thematisiert zunächst die historischen Ursprünge des Gefängnisses, knüpft dann aber vor allem an aktuelle Konfliktlagen an. Das europäische Gefängnis­system sieht sich heute mit einer Fülle sozialer Ungleichheiten und einer oft scheiternden Resozialisierung konfrontiert. Für diese Probleme hat es in seiner jetzigen Form kaum tragfähige Lösungen anzubieten. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was die Haft bezweckt und welches Verständnis von Gesellschaft und Bestrafung mit ihr ver­bunden ist. Geht es um Gerechtigkeit und Rache oder eher um Vorsorge oder sogar Fürsorge? Braucht eine moderne Gesellschaft überhaupt noch eine Institution wie das Gefängnis oder gibt es andere, wirkungsvollere Formen, mit Straftaten umzugehen?

Weitere Informationen: www.redcrossmuseum.ch/de/expo-temporaire/in-prison/

7. Mai 2021 bis 5. Juni 2022

Künstliche Intelligenz (Arbeitstitel)

Plakatmotiv der 4. Sächsischen Landesausstellung 2020

25. April bis 1. November 2020

Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen

 4. Sächsische Landesausstellung Industriekultur 2020

Das Deutsche Hygiene-Museum wird als Projektträger die 4. Sächsische Landesausstellung ausrichten, die sich im Jahr 2020 der sächsischen Industriegeschichte und -kultur widmen wird. Die branchenneutrale Zentralausstellung der Landesausstellung wird im Audi-Bau in Zwickau, einer denkmalgeschützten Montagehalle aus den 1930er Jahren, zu sehen sein. Konzipiert wird diese Zentralausstellung von Thomas Spring, der als Kurator u.a. auch für die Dauerausstellung des Sächsischen Landesmuseums für Archäologie in Chemnitz (smac) verantwortlich war. Parallel zur Zentralschau in Zwickau werden sechs weitere Schauplatzausstellungen in Südwestsachsen stattfinden, in denen Branchen präsentiert werden, die charakteristisch für die sächsische Industriegeschichte sind: 

August Horch Museum Zwickau (AutoBoom.)

Industriemuseum Chemnitz (MaschinenBoom.)

Schauplatz Eisenbahn im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (EisenbahnBoom.)

Tuchfabrik Pfau in Crimmitschau (TextilBoom.)

Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge (KohleBoom.)

Forschungs- & Lehrbergwerk | Silberbergwerk Freiberg (SilberBoom.)


Informationen/Kontakt

Telefon Büro Projektteam: 0351 / 4846 285
E-Mail: info@sla2020.de
Website: www.boom-sachsen.de
Facebook: www.facebook.com/boom.sachsen

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