Eine junge Frau und ein junger Mann stehen unter den Lichtkegeln, die den dunklen Raum durchfluten, und schauen in Tänzerpose nach oben, in die Richtung des Lichts.

Vorschau

April 2019 bis April 2020

VON PFLANZEN UND MENSCHEN (ARBEITSTITEL)

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums


Kuratorin: Kathrin Meyer

Pflanzen sind unerlässlich für das Überleben der Menschheit - und doch werden sie oft übersehen und vernachlässigt. Die tatsächliche Abhängigkeit von ihnen ist uns vor allem in einem städtisch geprägten Alltag kaum noch bewusst, denn der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für Nahrungs- und Arzneimittel oder Werkstoffe sind so gut wie unsichtbar geworden.

Mit Exponaten aus bildender Kunst, Literatur und Kulturgeschichte sowie aus Biologie, Agrar- und Forstwissenschaften rückt die Ausstellung unsere pflanzlichen Mitgeschöpfe in den Fokus und untersucht unterschiedliche Auffassungen der uns umgebenden Flora: Pflanzen erscheinen so als umsorgtes Wunder der Natur, als komplexe Lebewesen, als Wirtschaftsfaktor, Nahrungsmittel oder Kulturprodukt.

Im Umgang mit Pflanzen, so die These der Ausstellung, zeigt sich ein zwiespältiges Verhältnis zur Natur: Einerseits wünschen wir sie uns intakt, wild und unberührt, andererseits nutzen wir sie schonungslos aus, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Brauchen wir angesichts des tiefgreifenden menschlichen Einflusses auf Ökosysteme einen neuen Naturbegriff? Wäre unser Blick auf die Umwelt ein anderer, wenn die Geschichte der menschlichen Kultur als eine der Komplizenschaft, des Umhegens und der gleichzeitigen Ausbeutung von Pflanzen erzählt würde?

Prison de Nantes // © Grégoire Korganow, 2012

September 2020 bis Mai 2021

Im Gefängnis

Eine Ausstellung des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums in Genf, des Musée des Confluences in Lyon und des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden

Genf: Februar 2019 bis August 2019
Lyon: Oktober 2019 bis August 2020
Dresden: September 2020 bis Mai 2021

Kuratorinnen: Isabel Dzierson, Marianne Rigaud-Roy, Sandra Sunier
Gestaltung: Holzer Kobler Architekturen

Knast, Kittchen, Bunker… es gibt eine Vielzahl von Worten, die das Gefängnis beschreiben. Es ist ein Ort, den ein Großteil der Bevölkerung nur von außen kennt und der eine Mischung aus Unbehagen und Faszination hervorruft. Hier werden diejenigen eingesperrt, deren Handeln gesetzeswidrig und für die Gesellschaft gefährlich ist. Ziel der Haft ist es, die Bevölkerung vor den Straffälligen zu schützen, diese Personen zu bestrafen und zu resozialisieren.
Dem gesellschaftlichen Komplex „Gefängnis“ widmet sich das Deutsche Hygiene-Museum in einem Gemeinschaftsprojekt mit seinen beiden Partner-Museen in Genf und Lyon. Ausstellungsstücke aus Haftanstalten, zeitgenössische Kunst, ethnographische Exponate und dokumentarisches Material öffnen vielschichtige Perspektiven auf die Lebenswelt hinter Mauern. Zu Wort kommen die Gefangenen selbst, aber auch Mitarbeiter*innen des Strafvollzugs und andere Expert*innen.

Die Ausstellung thematisiert historische Ursprünge des Gefängnissystems und knüpft an aktuelle Konfliktlagen an. Denn das europäische Gefängnis sieht sich mit Problemen einer oft scheiternden Resozialisierung der Gefangenen und einer Fülle sozialer Ungleichheiten konfrontiert, für die es nach wie vor kaum Lösungen zu bieten hat. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was genau Haft bezweckt und welches Verständnis von Gesellschaft und Bestrafung mit ihr verbunden ist: Rache, Gerechtigkeit, Vorsorge oder sogar Fürsorge? Braucht eine moderne Gesellschaft überhaupt noch eine Institution wie das Gefängnis oder gibt es andere, wirkungsvollere Formen, mit Straftaten umzugehen?

April bis November 2020

MENSCH – INDUSTRIE – KULTUR (ARBEITSTITEL)

 4. Sächsische Landesausstellung Industriekultur 2020

Das Deutsche Hygiene-Museum wird als Projektträger die 4. Sächsische Landesausstellung ausrichten, die im Jahr 2020 in Zwickau dem Thema „Industriekultur in Sachsen“ gewidmet sein wird. Die branchenneutrale Leitschau der Landesausstellung wird im sogenannten Audi-Bau zu sehen sein, einer denkmalgeschützten Montagehalle aus dem Jahr 1938. Konzipiert wird diese Landesausstellung von Thomas Spring, der als Kurator u.a. auch für die Dauerausstellung des Sächsischen Landesmuseums für Archäologie in Chemnitz verantwortlich war.
Parallel zur Leitausstellung in Zwickau sind sechs dezentrale Zusatzausstellungen vorgesehen, in denen Branchen präsentiert werden, die charakteristisch für die Sächsische Industriegeschichte sind: 

Industriemuseum Chemnitz (Maschinenbau)

Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (Eisenbahn und Gütertransport)

Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau (Textilindustrie)

Himmelfahrt Fundgrube Freiberg (Erzbergbau, Ressourcentechnologien)

Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge (Steinkohlenbergbau)

August Horch Museum Zwickau (Automobilindustrie)

Informationen/Kontakt

Telefon Büro Projektteam: 0351 / 4846 285
E-Mail: info@sla2020.de

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