Ein altes Holzmodell einer Schwangeren mit geöffnetem Torsobereich.

Sammlungsbereiche

Über die Sammlung

Viele Regalreihen mit Möbeln und anderen Objekten.

Die Sammlung des Deutschen Hygiene-Museums geht der Geschichte des öffentlich verfügbaren (Gesundheits-)Wissens, der historischen Umgangsformen mit dem Körper sowie dem Körper als Gegenstand gesellschaftlicher Konflikte seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach. Ihr Fokus liegt auf Deutschland, Teile des Bestands sind aber auch international ausgerichtet.

Die Sammlung ist in drei Bereiche aufgeteilt. Als Grundlage für die Sammeltätigkeit dient ein schriftliches Sammlungskonzept, in dem die einzelnen Bestände mit ihren Zukunftsperspektiven beschrieben, Kriterien für eine Sammlungsaufnahme formuliert und Sammlungsstrategien skizziert werden.

Der gesamte Bestand umfasst inklusive der Sondersammlungen und Dauerleihgaben etwa 90.000 Objekte. Im digitalen Sammlungskatalog sind aktuell 63.000 Objekte erfasst, wovon ein Großteil online recherchierbar ist.

Objekte der Sammlung werden vorwiegend in der Dauerausstellung und in den Sonderausstellungen präsentiert; sie stehen aber auch für Nutzungen im Rahmen von externen Ausstellungsprojekten oder für Publikations- und Forschungsvorhaben zur Verfügung. Dieses Angebot wird von Museen und Wissenschaftler:innen aus aller Welt genutzt.

 

Kontakt

Julia Bienholz-Radtke

Kommissarische Leiterin

E-Mail: julia.bienholz-radtke(at)dhmd.de

Tel. 0351 /4846-218

DHMD SammlungskonzeptPDF | 2,40 MB
Sechs Wachsmodelle von verschiedenen Augenkrankheiten.

Sammlungsbereich Geschichte der Gesundheitsaufklärung

Der Sammlungsbereich „Geschichte der Gesundheitsaufklärung“ dokumentiert den öffentlichen Diskurs über Körper, Gesundheit und Krankheit im 20. und 21. Jahrhundert. Unterschiedlichste Aufklärungsmedien wie Gesundheitsbroschüren, Plakate, Modelle, Moulagen, Lehrtafeln, Filme und Fotografien werden für Deutschland ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert gesammelt. Der Sammlungsbestand ist eng mit der Geschichte des Deutschen Hygiene-Museums verbunden, das als Institution der Gesundheitsaufklärung zwischen 1912 und 1989/90 selbst unterschiedlichste Lehr- und Anschauungsmittel herstellte und Gesundheitsausstellungen zu Themen wie Infektions- und Geschlechtskrankheiten, Krebs oder Ernährung präsentierte. Er umfasst heute ca. 54.000 Objekte.

Geschichte der Gesundheitsaufklärung
Verschiedene Kondome in unterschiedlichen Verpackungen (gelb, grün, rot, blau, orange)

Sammlungsbereich Körperpraktiken im Alltag

Im Sammlungsbereich „Körperpraktiken im Alltag“ werden Alltagsgegenstände zur Körperpflege und Körperbearbeitung gesammelt. Seinen Körper gesund und fit zu halten, hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zur Norm entwickelt. Unterschiedlichste Gebrauchsgegenstände wie Fieberthermometer, Hochfrequenzapparate und Bestrahlungslampen, Kondome und Antibabypillen, Prothesen und Implantate, Seh- und Hörhilfen dienten diesem Zweck. Der Sammlungsbereich dokumentiert, wie Körper im Alltag durch Dinge geschaffen werden und liefert Auskunft über diverse zeittypische Körpererfahrungen. Dabei wird insbesondere die private Nutzung berücksichtigt und es werden individuelle Perspektiven erfasst.

Körperpraktiken im Alltag
Diverse Anstecker: rosa Korsett, Regenbogenflagge, weißer Kreis mit Aufschrift "FUCK VEGAN USE einhorn CONDOMS!!", rosa Awareness-Ribbon

Sammlungsbereich Körper und Protest

Im Sammlungsbereich „Körper und Protest“ werden Objekte gesammelt, die die Politisierung von Körpern im Rahmen von sozialen Bewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts sichtbar machen.

Körper und Protest

Blicke hinter die Kulissen