Erzählsalons

Jetzt mitmachen bei den Erzählsalons!

Neues Gesprächsformat im Deutschen Hygiene-Museum

Die „Erzählsalons“ in der museumKÜCHE, dem Café im Deutschen Hygiene-Museum, bieten Raum für das Erzählen ganz persönlicher Geschichten und damit für den Austausch von Lebenserfahrungen mit den Zuhörenden. Das Erzählen ist ein menschliches Grundbedürfnis und gleichzeitig eine Möglichkeit, Erlebnisse zu verarbeiten, Erfahrungen weiterzugeben und dadurch Gemeinschaft und Vertrautheit zu stiften.

Künftig werden einmal im Monat Dresdner und Dresdnerinnen den Gästen der Erzählsalons Geschichten aus ihrem eigenen Leben erzählen. Vorbereitet und moderiert und werden die Abende von Katrin Rohnstock, die als Expertin für das Erinnern das Format der Erzählsalons begründet hat.

Damit die Abende persönlich und dialogreich stattfinden können, ist die Zahl der Gäste auf 30 Personen begrenzt.

 

Gefördert im Programm 360 Grad – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Die nächsten Termine & Themen

Erzählsalon
7. Juni, 19 Uhr, Museumsküche

Wie ich nach Dresden kam

Dieses Mal dreht sich alles um ganz persönliche Dresden-Einwanderungsgeschichten - gleich ob aus Schwerin, Sindelfingen, Syrien oder Sierra Leone. Wir wollen durch die erzählten Zuwanderungs-Geschichten begreifen, wie unterschiedlich die Stadt erlebt wird - je nachdem, woher, wann und wie man nach Dresden gekommen ist. Diskutieren Sie mit!

>>> Ticket

Erzählsalon
12. Juli, 19 Uhr, Museumsküche

Religion und Tradition in meiner Familie

Auch wenn in der deutschen Mehrheitsgesellschaft die Religion keine große Rolle mehr spielt und sich viele Ostdeutsche als Atheisten bezeichnen, sind gesellschaftliche Traditionen häufig von der christlichen Kultur geprägt. Doch unsere Gesellschaft ist so viel reicher und vielfältiger.

Deshalb wollen wir uns gegenseitig Geschichten über Religion und Tradition in unserer Familie erzählen, und so einander besser kennenlernen. Erzählen Sie, wie Sie Feste feiern – und welche? Wie pflegen Sie Traditionen in Ihrer Familie?  Erzählen Sie, wie Sie Ihren Glauben fanden und praktizieren in Ihrer Familie.

Wann und warum gehen Sie in die Kirche, Moschee oder Synagoge? Wie nehmen Sie die Kinder in die Gemeinschaft auf, wie verabschieden Sie alte Menschen von der Erde? Doch erzählen Sie auch, wenn Sie von ihrer Religion enttäuscht waren oder gar ausgetreten sind. Diese Geschichten voneinander zu erfahren, wird umso spannender und anregender, je unterschiedlicher die Menschen sind, die darüber erzählen. Wir freuen uns auf Sie!

Wenn Sie Freude am Erzählen haben und in Dresden oder Umland wohnen, so sind Sie herzlich eingeladen, sich bei Cornelia Reichel (Tel: 0351 4846-208, E-Mail: cornelia.reichel@dhmd.de) zu melden.

Erzählsalon
6. September, 19 Uhr, Museumsküche

Meine Kindheit und Jugend

Kindheitsgeschichten zu erzählen, ist immer wieder schön, weil wir uns damit unseres eigenen Gewordenseins bewusst werden. Kindheit und Jugend prägen unser ganzes späteres Leben. Sie sind sehr unterschiedlich, je nach Zeit, Kultur und sozialen Gefügen, in denen wir aufgewachsen sind.

Um diese Unterschiede bewusst zu machen, ist es interessant zu hören, in welchen Verhältnissen Sie aufgewachsen sind (die Wohnung, die Region, das Geld, die Arbeit der Eltern, die Feste und Rituale, die Religion). Wie haben Sie Ihre Mutter und den Vater erlebt, sowie das Umfeld, die Freundschaften, die Nachbarinnen und Nachbarn? Welche persönlichen Erlebnisse oder gesellschaftlichen Ereignisse haben Sie geprägt? Welche Schwierigkeiten gab es im Alltag?

Erzählen Sie, wie Sie Ihre Jugend verbracht haben. Was waren die Freuden Ihrer Jugend, was die Schwierigkeiten? Wie wurden Sie selbständig und erwachsen? Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient, wie Ihren Beruf gewählt und erlernt? Wie fanden Sie zu Ihrer Partnerschaft, wie zu einer eigenen Familie?

Wenn Sie Freude am Erzählen haben und in Dresden oder Umland wohnen, so sind Sie herzlich eingeladen, sich bei Cornelia Reichel (Tel: 0351 4846-208, E-Mail: cornelia.reichel@dhmd.de) zu melden.

Erzählsalon
4. Oktober, 19 Uhr, Museumsküche

Wie ich fürs Leben lernte

Wenn wir aufwachsen, lernen wir. Das Lernen, die Schule, die Bildung sind große Themen in der heutigen gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Wie können wir gut lernen, was braucht ein junger Mensch, um gut lernen zu können, damit das Lernen Freude bereitet? Was muss man lernen, um später im Leben bestehen zu können - und wo lernt man das eigentlich? In der Schule, auf der Straße, in der Familie, bei Freunden?


Erzählen Sie uns Ihre Schulgeschichte(n). Erinnern Sie sich an den ersten Schultag - und an den letzten? Erzählen Sie uns, wie und was Sie am liebsten lernten und was Ihnen schwer fiel. Wie haben Sie Ihre Lehrerinnen und Lehrer erlebt? Haben Ihnen Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler geholfen, war ein Mit- oder ein Gegeneinander? Wo haben Sie Unterstützung erfahren? Wofür lernten Sie? Was war das Motiv zu lernen?

Wenn Sie Freude am Erzählen haben und in Dresden oder Umland wohnen, so sind Sie herzlich eingeladen, sich bei Cornelia Reichel (Tel: 0351 4846-208, E-Mail: cornelia.reichel@dhmd.de) zu melden.

Erzählsalon
8. November, 19 Uhr, Museumsküche

Meine Arbeits- und Berufsgeschichte

Der Beruf und die Arbeit bestimmen unser Leben. Doch die Bedingungen für die Berufstätigkeit sind fragil, die Wirtschaft veränderte sich in den letzten dreißig Jahre rasant auch durch Krisen, und eine neue sogenannte Transformation strömt auf uns zu, nachdem in Ostdeutschland zwischen 1990 und 1995 die Industrie fast vollständig zerschlagen wurde. Durch Krisen und Kriege mussten und müssen Menschen ihre Heimat verlassen und in anderen Regionen neue Arbeit suchen.

Wir möchten erfahren, wie Ihre Berufs- und Arbeitsgeschichte verlief. Wie haben Sie Ihren Beruf gewählt oder gefunden? Wie war die Berufsausbildung, das Studium? Wie waren Ihre ersten Berufserfahrungen? Kamen Sie als Gast- oder Vertragsarbeiter:in nach Deutschland? Hat Ihnen die Arbeit Freude bereitet, fanden Sie unter den Kollegen Freunde oder ging es nur ums Geld verdienen? Konnten Sie von der Arbeit leben? Wie hat sich Ihr Lohn/Gehalt über die Jahre verändert? Konnten Sie sich weiterentwickeln? Konnten Sie Weiterbildungen in Anspruch nehmen? Warum wurden Sie arbeitslos? Wie haben Sie neue Arbeit gefunden? Wie wünschen Sie eine Arbeitswelt von morgen?

Wenn Sie Freude am Erzählen haben und in Dresden oder Umland wohnen, so sind Sie herzlich eingeladen, sich bei Cornelia Reichel (Tel: 0351 4846-208, E-Mail: cornelia.reichel@dhmd.de) zu melden.

Vergangene Veranstaltungen

Erzählsalon
3. Mai, 19 Uhr, Museumsküche

++AUSGEBUCHT++ Meine Familiengeschichte

++Die Veranstaltung ist ausgebucht. Keine Abendkasse++

Beim ersten Erzählsalon dreht sich alles um persönliche Familiengeschichten. Um uns selbst zu verstehen, müssen wir die Geschichten unserer Eltern und Großeltern verstehen. Wie gestaltete sich Ihr Familienleben? Was gaben Ihnen Ihre Eltern mit ins Leben an Einstellungen und Kompetenzen? Diskutieren Sie mit!

Erzählende & ihre Geschichten:

Konstantin Arkush gehört zu den jüdischen Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und erzählt über 120 Jahre seiner Familiengeschichte - unter anderem über seinen Großvater Mosche, zwischen zionistischer Jugendorganisation und Kommunistischer Partei.

Antje Herrmann erzählt über die ambivalente Geschichte ihrer Familie und die Folgen des Krieges: Schausteller, die sich ins nationalsozialistische System ziehen haben lassen und Sudetendeutsche, die vertrieben wurden. 

Rasha Nasr ist Bundestagsabgeordnete. Die gebürtige Dresdnerin erzählt über ihre syrische Familie, die als Einwanderer 1986 in die DDR kamen.

Alexander Neufeld kam als Russlanddeutscher aus der Sowjetunion, erzählt über seine Großeltern und Eltern aus der Ukraine und dem Kaukasus und Nationalkonflikte zu SU-Zeiten.

Petra Schweizer-Strobel erzählt von ihrer Großmutter und ihren Großvätern, die im 2. Weltkrieg in der Leibstandarte SS Adolf Hitler kämpften, von ungeklärten Schicksalen, Kriegsverbrechen, Schuld und davon, wie das alles in ihrer Familie bis heute nachwirkt.