Erinnerungen

Interviews mit Zeitzeug:innen

Für die Ausstellung wurden filmische Zeitzeugeninterviews geführt: mit ehemaligen und heutigen Mitarbeiter:innen des DHMD, mit Dresdner:innen aus migrantischen Communities, die zum Arbeiten oder Studium in die DDR kamen, und mit Kulturschaffenden der DDR. Ihre Erinnerungen verlebendigen die ausgewählte(n) Geschichte(n) zum DHMD respektive zur DDR und zur Umbruchszeit. Als Erzähl- und Erlebnisebene zu dem, „was ist“, „was war“ und „was bleibt“, erscheinen sie im Ausstellungsraum; Zitate hieraus finden sich auch im Katalog. Viele dieser  Erzählungen haben das Konzept der Ausstellung geprägt, vor allem jene zu den 1980er Jahren. Damit legen sie auch neue Recherchepfade zu DHMD und DDR. Als individuelle Aussagen ersetzen sie wissenschaftliche Erkenntnisse nicht, sondern flankieren sie und sollten in die Diskussion mit aufgenommen werden. 

Das Deutsche Hygiene-Museum in der DDR - und danach

Videoproduktion: Theo Thiesmeier

 

Direktorenzimmer

Marita Gottsmann (links im Bild) ist seit 1990 im DHMD angestellt. Sie war in den 1990er Jahren Mitarbeiterin im Ausstellungsbüro. Heute ist sie Mitarbeiterin der Sammlung im Aufgabenbereich Leihverkehr.

Silke Naumann (Mitte) arbeitete von 1986 bis 2019 am DHMD, zuerst im Bereich Ausstellungsvermittlung, ab den 1990er Jahren im Bereich Ausstellungsorganisation.

Heike Kuschel studierte Werbeökonomin, kam 1996 als Mitarbeiterin der Presseabteilung ins DHMD, heute Mitarbeiterin Wissenschaft und Bildung.

Klaus Vogel, studierter Kulturwissenschaftler, war vor seinem Antritt am DHMD Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes in Stuttgart. 1991 trat er die Stelle als stellvertretender Direktor am DHMD an und leitete den Museums- und Ausstellungsbereich. Von 1996 bis 2021 war er Direktor und 1999 bis 2021 Vorsitzender des Vorstands der Stiftung des DHMD.

Jochen Neumann promoviert und habilitiert, war vor seinem Antritt als Generaldirektor des DHMD Direktor der Klinik für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Jena. Er leitete das DHMD von 1983 bis zum Sommer 1989.

Gerd Sobolewski studierter Werbeökonom, wurde ab 1973 bei der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG) Dresden ausgebildet und war dort in den 1980er Jahren als „Regisseur“ (Projektleiter) im Ausstellungsbau tätig.

Vorzimmer

Pia Ritter, studierte und promovierte Biologin, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dauerausstellung am DHMD. Sie ist seit 1995 am Haus.

Werner Ritter, studierter und promovierter Elektrotechniker, arbeitete am Institut für Energieversorgung in Dresden bis 2006.

Schlosserei

Stefan Winkler (links im Bild) wurde von 1977 bis 1980 zum Schlosser ausgebildet. 1982 wurde er im DHMD als Hausmeister angestellt. Bis heute ist er Mitarbeiter der Haustechnik.

Steffen Scholz (Mitte) ist gelernter Anlagenbauer und war von 1983 bis 1992 Leiter der Heizzentrale des DHMD, danach Leiter der Haustechnik.

Uwe Selge wurde von 1985 bis 1987 im Gaskombinat Schwarze Pumpe zum Instandsetzungsmechaniker (Schlosser) ausgebildet. Er arbeitete dort bis 1989. 

Trafostation

Sammlung

Marion Schneider (links im Bild) studierte Diplom-Archivarin, wurde 1990 im DHMD tätig. Sie war zunächst Leiterin des Archivs, danach bis heute Mitarbeiterin der Abteilung der Sammlung.

Christa Michl (Mitte) arbeitete in den Bereichen Bühnenbild und Theaterpädagogik und studierte Theaterplastik. Von 1990 bis 2008 war sie in der Sammlung der ehemaligen Moulagenwerkstatt und im Exponatbau tätig.

Sylke Schäfer studierte Diplom-Bibliothekarin in Leipzig. Sie ist im DHMD seit 1996 in der Abteilung Sammlung als Museologin tätig.

Susanne Roeßiger studierte Kulturwissenschaftlerin, arbeitete vor und während des Studiums in verschiedenen Dresdner Kulturinstitutionen. Sie ist seit 1991 im DHMD tätig, bis heute als Leiterin der Abteilung Sammlung.

Werkstatt

Christa Michl arbeitete in den Bereichen Bühnenbild und Theaterpädagogik und studierte Theaterplastik. Von 1990 bis 2008 war sie in der Sammlung der ehemaligen Moulagenwerkstatt und im Exponatbau tätig.

Bodo Baumunk, Kulturwissenschaftler und freier Kurator (Ausstellungen für das DHMD 1992 bis 1994 und 2001 bis 2004)

Garderobe

Karin Teußert (links im Bild) arbeitete von 1972 bis 1985 im DHMD, zuerst im Versand, ab 1982 als Leiterin der Kantine.

Klaus Schiller (Mitte) arbeitete von 1974 bis 2012 am DHMD, zuerst als Fahrer u. a. für die Kantine, später in der Haustechnik.

Marion Neumann, Diplompädagogin, war von 1986 bis 2014 am DHMD beschäftigt. Bis 1990 plante und organisierte sie Kulturveranstaltungen am DHMD, danach gehörte sie zum Team Museumspädagogik bzw. Bildung und Vermittlung.

 

Gaststätte

Festsaal

Manfred Eckelt hat an der HfBK Dresden Malerei studiert. Er leitete am DHMD zwischen 1985 und 1989 den Mal- und Zeichenzirkel.

Sexualität

Christiane Hille arbeitete als diplomierte Fachlehrerin für Biologie und Chemie, anschließend als schulische Fachberaterin für Chemie auf Bezirksebene. Von 1989 bis 2018 war sie als Museumspädagogin im DHMD tätig.

Fotografie

Matthias Rietschel (links im Bild) studierte an der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst. Sein Fotoprojekt im VEB Herrenmode wurde seit 1986 vom Rat der Stadt Dresden gefördert. Er arbeitet vorwiegend als Fotojournalist

Mahmoud Dabdoub erhielt nach dem Abitur in Beirut 1981 ein Stipendium zum Studium an der Hochschule für Gestaltung und Buchkunst in Leipzig. Er arbeitet als freier Fotograf.

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Außenhandel

Verkauf

Transformation

Epilog

Dresdner:innen aus migrantischen Communities

Irma Castillo studierte ab 1977 Volkswirtschaft in der DDR. Sie war von 1993 bis 2007 Personalratsvorsitzende in der Stadtverwaltung Dresden

Cao The Hung wurde ab 1979 in der DDR zum Schlosser ausgebildet. Von 1987 bis 1990 war er in Freital als DOlmetscher und Betreuer für Vertragsarbeiterinnen

Hussein Hasham Jinah (Vorschaubild) promovierter Elektrotechniker, studierte und begann seine Habilitation in der DDR. Nach 1990 studierte er Sozialpädagogik und arbeitete als Streetworker und Übersetzer.

Kulturschaffende in der DDR

Videoproduktion: 1meter 60
 

Steffen Mensching, Autor und Theaterintendant in Rudolstadt, gehörte neben Hans-Eckardt Wenzel zum Duo Mensching & Wenzel, das ab den 1980er Jahren bis 2000 mit hintergründig-philosophischen Kabarettprogrammen auftrat.

Lars Barthel (links im Bild) studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR in Babelsberg. Als Kameramann, Autor und Regisseur dreht er weltweit Dokumentar- und Spielfilme.

Cornelia Klauß (Mitte) studierte Filmwissenschaft an der HFF in Babelsberg. Sie war von 1990 bis 2005 Programmdirektorin des Filmkunsthauses „Babylon“ in Berlin.

Tobias Hering studierte Philosophie an der FU Berlin und arbeitet als freier Filmkurator und Publizist. 2022 kuratierte er auf der documenta fifteen das Filmprogramm GDR INTERNATIONAL.

Elisabeth Bartel arbeitet seit 1983 im Märkischen Museum und studierte Museologie. Bis heute ist sie in der Stiftung Stadtmuseum Berlin beschäftigt und seit 1995 Kuratorin für mehrere kunsthandwerkliche Sammlungen u.a. Eisenkunstguss, Möbel, Schmuck sowie Friseurhandwerk.

Jan Kummer, bildender Künstler und Musiker, war von 1984 bis 1992 Mitglied des Avantgarde-Künstlerkollektivs AG. Geige.

Christoph Hein ist Schriftsteller, Bühnenautor, Übersetzer und Essayist. Seine Texte sind international bekannt. Er ist u. a. Autor des Bühnenstücks „Ritter der Tafelrunde“.

Günther Schreiber hat in den 1970er Jahren Malerei und Grafik an der HfBK Dresden studiert. Von 1990 bis 2008 war er dort Dozent für Anatomie/Anthropologie.

Ulrich Eißner hat in den 1980er Jahren an der HfBK Dresden Theaterplastik studiert. 1996 wurde er an der Hochschule künstlerischer Mitarbeiter und 2005 Professor für Theaterplastik. In den 1980er Jahren war er Mitglied des Dresdner Studentenkabaretts „Pfefferlinge“.

Jens Uwe Röhl (links im Bild), Vorstandsvorsitzender der Kulturfabrik e. V. Hoyerswerda, engagierte sich in den 1980er Jahren in der Jugendklubkultur in Freiberg und später im Klub „Der Laden“ in Hoyerswerda.

Uwe Proksch, Leiter der Kulturfabrik in Hoyerswerda, arbeitete in den 1980er Jahren in der Jugendklubkultur in Hoyerswerda und leitete dort den Klub „Der Laden“.