Einführung
Eine Tagung in Kooperation zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden, der Akademie für Palliativmedizin und Hospizarbeit Dresden, der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und der Evangelischen Akademie Meißen und dem Institut für katholische Theologie der Technischen Universität Dresden
Aktuelle Ergebnisse der Erforschung außerordentlicher Bewusstseinszustände insbesondere in Todesnähe, beispielsweise Nahtoderfahrungen und terminale Geistesklarheit, lassen Zweifel an der Grundannahme aufkommen, das menschliche Bewusstsein sei grundsätzlich an messbare Gehirnaktivitäten gebunden. Die Einordnung dieses Befundes schwankt zwischen esoterischer Stilisierung zum „Jenseitsbeweis“ und reduktionistischer Erklärung zur „Illusion“. Dagegen gilt es, auf intellektuell redliche Weise zu erwägen, inwiefern die Zweifel am gängigen Paradigma begründet sind und welche alternativen Erklärungsansätze sich rational verantworten lassen.
Die Tagung schließt an aktuelle Diskussionen an, bei denen die offenen Punkte unseres Wissens über das Sterben zutage kommen. Es soll nunmehr eine genauere Bestimmung und ein klareres Verständnis des Verhältnisses von Geist und Materie im Allgemeinen sowie von Bewusstsein und körperlichem Gehirn im Besonderen angebahnt werden.