Künstliche Intelligenz Maschinen — Lernen — Menschheitsträume

06. Nov 2021 - 28. Aug 2022

Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums

Über die Ausstellung

Die neue Sonderausstellung gibt einen Überblick darüber, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz heute bereits zum Einsatz kommt und über welche damit verbundenen Fragestellungen und Probleme in der Gesellschaft diskutiert werden muss. Die Ausstellung zeigt, welche immense globale Infrastruktur für die Entwicklung und Anwendung von KI erforderlich war und ist. Sie erläutert, wie KI beim maschinellen Lernen funktioniert und sie verdeutlicht, inwiefern KI der menschlichen Intelligenz ähnelt und sich doch fundamental von ihr unterscheidet. Anhand zahlreicher Beispiele erfahren die Besucher:innen, wie der Einsatz von KI-Systemen unser Verständnis von Alltag, Mobilität, Arbeit, Gesundheit und Politik schon jetzt prägt und weiter verändern wird. Damit verbunden sind aber auch kritische Fragen an den Einsatz von KI: Welche Probleme können wir überhaupt mit KI lösen? Welche Entscheidungen wollen wir in die Hände von KI-Systemen legen? Und wo wollen wir Grenzen ziehen?  

Ausstellungslaufzeit: 6. November 2021 bis 28. August 2022

Medienkooperation

Beteiligte & Publikation

PROJEKTTEAM 

Kuratorin und Projektleiterin: Yasemin Keskintepe 

Wissenschaftlicher Co-Kurator: Dr. Thomas Ramge 

Szenographie: chezweitz gmbH, Berlin

Kuratorisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Anke Woschech 

Kuratorisch-wissenschaftliche Projektassistenz: Bettina Beer, Anna Kühn, Clarissa Lütz, Lisa Nickolaus

Konzeptionelle Mitwirkung: Ars Electronica, Linz I Österreich; Detlef Weitz, chezweitz GmbH, Berlin


KOOPERATIONSPARTNER: 

TACTICAL TECH Collective: Das Kollektiv aus Berlin zeigt im letzten Raum der Ausstellung eine Reihe von Exponaten aus dem Projekt „Glass Room“

BARKHAUSEN INSTITUT: Das Barkhausen Institut gGbmBH, Dresden, forscht an der Vertrauenswürdigkeit des Internets der Dinge und entwickelte eigens ein interaktives Exponat speziell für die Ausstellung. 


BETEILIGTE KÜNSTLER*INNEN

Memo Akten, Timo Arnall, Sofia Crespo, Constant Dullaart, M. Eifler, Cheng Guo, Adam Harvey, Mario Klingemann, Laokoon, Lauren Lee McCarthy & David Leonard, Anna Ridler, Philipp Schmitt, Mimi Onuoha


WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG UND BERATUNG

Doreen Böttcher (Exzellenzcluster CeTI, Technische Universität Dresden), Dr. Simon Egbert (Technische Universität Berlin), Prof. Dr. Thomas Hänseroth (Technische Universität Dresden), Dr. Jessica Heesen (Universität Tübingen), Prof. Dr. Andreas Knie (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Prof. Dr. Susanne Krasmann (Universität Hamburg), Dr. Ralf Pulla (Technische Sammlungen Dresden), Dr. Rico Radeke (5 G Lab Germany, TU Dresden),  Rebekka Roschy (Schaufler Lab, Technische Universität Dresden), Prof. Dr. Tilman Santarius (Technische Universität Berlin), Prof. Dr. Florian A. Schmidt (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden), Prof. Dr. Dr. Matthias Schroeter (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig), Prof. Dr. Stefanie Speidel (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Dresden)

Förderer

Gefördert durch:

 

   

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Die Ausstellungskapitel

Muster der KI-Geschichte


Seit der Antike existieren Ideen und Theorien, die wir heute mit Künstlicher Intelligenz verbinden. Maschinen und Automaten, die menschliche Arbeit erleichtern oder Antworten auf Fragen geben, die Denken formalisieren oder Kreativität fördern sollten, geben uns Auskunft über die Vorstellungswelten vergangener Jahrhunderte. Die Frage ist, wie diese Ideen unser aktuelles Verständnis von Künstlicher Intelligenz prägen. Mit welchen Bedürfnissen, Ängsten und Erwartungen begegnen wir ihr heute?

 

 

Trainingsraum


Dieser Raum lädt dazu ein, die Grundfunktionen von KI-Systemen zu erkunden. KI-Systeme können heute schon Texte schreiben, Unterhaltungen führen, Musik komponieren oder Bilder erzeugen. Intelligent sind sie aber nicht. Sie lernen lediglich, aus einer Vielzahl an Beispielen Muster und Gesetzmäßigkeiten abzuleiten. Dieses Wissen übertragen sie dann auf andere Fälle. Ihr Potenzial sollte dennoch nicht unterschätzt werden.

 

 

Die globale Infrastruktur der KI


Die Technologiesprünge von Hard- und Software seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Basis der Fortschritte in der KI-Forschung. Die Weiterentwicklung von lernenden Algorithmen und die Verfügbarkeit riesiger Datenmengen sind dabei zentral. Digitalisierung und Globalisierung hängen eng mit der Entwicklung der KI zusammen. Sie umfasst den Aufbau von Industrien und Infrastrukturen: Hardwareproduzierende Fabriken, Rechenzentren, die Daten speichern und Rechenleistung zur Verfügung stellen sowie datenübermittelnde Netzwerke. 

 

 

Unsere Gegenwart mit KI


Künstliche Intelligenz begleitet uns längst: Sprachassistenten unterstützen uns im Alltag. In der industriellen Produktion arbeiten Menschen gemeinsam mit KI-gestützten Systemen. Assistenzsysteme helfen, Krankheiten zu diagnostizieren und personalisierte Therapien zu entwickeln. Dabei ist KI in erster Linie ein Werkzeug, um menschliche Tätigkeiten effektiver und präziser zu gestalten. KI-Systeme werden auch für Prognosen im Bereich der öffentlichen Sicherheit eingesetzt. Risiken des Missbrauchs und der Manipulation sind in Abhängigkeit von den gesellschaftlichen Zuständen zu betrachten.

 

 

Re-Visionen von KI


Wie wollen wir KI-Systeme künftig nutzen? Darüber müssen wir diskutieren. Denn was in Forschungseinrichtungen und Unternehmen erprobt und entwickelt wird trifft uns als Gesellschaft. Der abschließende Raum Ausstellung lädt dazu ein, in eine vielstimmige Diskussion zu treten. Unterschiedliche Perspektiven aus Forschung Zivilgesellschaft und Politik regen dazu an, über Fragen unserer Gegenwart und Zukunft nachzudenken. 

 

 

Aktuelle Führungen & Veranstaltungen

Eingefärbte menschliche Silhouetten in einer Straßenszene
Führung
Online
Sa. 15. Jan, 16:00 Uhr

Virtuelle Liveführung Januar: 10 Fragen rund um Künstliche Intelligenz

Online-Führung in der Ausstellung "Künstliche Intelligenz"

Details
Eingefärbte menschliche Silhouetten in einer Straßenszene
Führung
Online
Mi. 26. Jan, 18:30 Uhr

Virtuelle Liveführung Januar: 10 Fragen rund um Künstliche Intelligenz

Online-Führung in der Ausstellung "Künstliche Intelligenz"

Details
Eingefärbte menschliche Silhouetten in einer Straßenszene
Fortbildung
Mi. 9. Feb, 14:30 Uhr

Fortbildung für Pädagog:innen: Datenschutz und Datensicherheit

Workshop & Besuch der Ausstellung "Künstliche Intelligenz"

Details

Vorschau

Im Frühjahr 2022 werden wir das Programm fortsetzen: Mit einem Science Café, Exkursionen sowie Gesprächen mit Dresdner Wissenschaftler:innen, die zur Künstlichen Intelligenz und ihren Anwendungsfeldern forschen. Eine Themenreihe widmet sich darüber hinaus dem zukünftigen Verhältnis von Mensch und Maschine und erkundet die Folgen der Nutzung intelligenter technischer Systeme für unsere Gesellschaften, etwa mit Blick auf die Arbeit und die Politik der Zukunft. Außerdem präsentieren wir Ihnen gemeinsam mit unserem Medienpartner ARTE ein KI-Filmprogramm

Angebote für Schulklassen

Schüler auf dem Weg in das Museum

Führungen & Projekte

Details

Inklusive Führungen

mit Anmeldung / Teilnahme mit Museumsticket

6. Februar, Sonntag, 16 Uhr
Öffentliche Führung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache 

20. April, Sonntag, 11 Uhr
Öffentliche Führung IN LEICHTER SPRACHE

30. April, Samstag, 14 Uhr
Öffentliche Führung für blinde und seheingeschränkte Besucher:innen  

Rundgang

Foto: Oliver Killig
Foto: Oliver Killig
Raum II: Trainingsraum Myriad (Tulips), 2018, 1.113 annotierte Fotografien Ein Datensatz ist eine Zusammenstellung von Daten, die nach verschiedenen Kategorien, Typen und Merkmalen geordnet und von Menschen aufbereitet werden. Diesen zeitaufwendigen Prozess spiegelt das Werk der britischen Künstlerin Anna Ridler wider. Sie fertigte insgesamt 10.000 Fotografien von Tulpen an. Auf jeder einzelnen notierte sie händisch verschiedene Kategorien wie Farbe, Zustand oder den Grad der Streifen auf den Blütenblättern
Foto: Oliver Killig
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Foto: Oliver Killig
Gips-Modell eines Gehirns Deutsches Hygiene-Museum, 1930 - 1945 Foto: Oliver Killig
Foto: Oliver Killig
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Foto: Oliver Killig
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Foto: Oliver Killig
Raum II: Trainingsraum Myriad (Tulips), 2018, 1.113 annotierte Fotografien Ein Datensatz ist eine Zusammenstellung von Daten, die nach verschiedenen Kategorien, Typen und Merkmalen geordnet und von Menschen aufbereitet werden. Diesen zeitaufwendigen Prozess spiegelt das Werk der britischen Künstlerin Anna Ridler wider. Sie fertigte insgesamt 10.000 Fotografien von Tulpen an. Auf jeder einzelnen notierte sie händisch verschiedene Kategorien wie Farbe, Zustand oder den Grad der Streifen auf den Blütenblättern
Foto: Oliver Killig
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Gips-Modell eines Gehirns Deutsches Hygiene-Museum, 1930 - 1945 Foto: Oliver Killig
Foto: Oliver Killig
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