Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums
Arbeit ist das Leben. Zumindest prägt die berufliche Tätigkeit unser Selbstverständnis, den Platz in der Gesellschaft und die Lebensplanung. Doch Arbeit wird mehr und mehr zu einem knappen Gut. Immer weniger Menschen finden eine dauerhafte Beschäftigung, und immer mehr Menschen sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig wachsen die gesellschaftlichen Unterschiede. Die einen arbeiten rund um die Uhr und können trotzdem kaum davon leben. Andere verdienen gut, haben aber keine Zeit mehr für Freizeit und Erholung. Die einen sind ohne Hoffnung auf Arbeit, andere lassen das Geld für sich arbeiten. Kurz: Die Arbeit ist in der Krise.
Doch was ist das eigentlich – Arbeit? Das, wofür man bezahlt wird? Würde man auch arbeiten, wenn man nicht müsste? Welchem Zweck dient die Arbeit, und wer definiert das? In fünf Abteilungen verfolgt die Ausstellung, wie diese Fragen in unserer Gesellschaft beantwortet werden und welche Widersprüche sich dabei ergeben. Sie zeigt, dass wir unsere Vorstellung von Arbeit grundsätzlich überdenken müssen, um den zukünftigen Entwicklungen nicht tatenlos zuzuschauen, sondern sie aktiv mitgestalten zu können.